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Kunst · Klasse 5 · Bilder erzählen Geschichten: Narrative Kunst · 2. Halbjahr

Mythen und Sagen in Bildern

Darstellung von Geschichten aus Mythen und Sagen in eigenen Bildern.

Über dieses Thema

Das Thema „Mythen und Sagen in Bildern“ lädt Schüler:innen der Klasse 5 ein, mythologische Geschichten visuell zu entdecken und selbst zu gestalten. Sie analysieren Werke wie Tizians „Bacchus und Ariadne“ oder moderne Interpretationen nordischer Sagen, um zu verstehen, wie Künstler Spannung durch Komposition, Farben und Posen erzeugen. Häufige Symbole wie der Donnerkeil für Zeus oder der Weltenbaum Yggdrasil werden erkannt und ihre Bedeutung in der Erzählung erklärt.

Im Rahmen der KMK-Standards für „Welt der Bilder“ verknüpft das Thema narrative Kunst mit kulturellem Erbe. Schüler:innen üben, Bilder als Geschichten zu lesen, Motive zuzuordnen und eigene Szenen aus Sagen wie der Nibelungenlied oder dem Prometheus-Mythos zu malen. So entsteht ein Brückenschlag zwischen Antike und Gegenwart, der Fantasie und Beobachtungsgabe fördert.

Aktives Lernen ist hier ideal, weil Schüler:innen durch Experimentieren mit Symbolen und kollaboratives Gestalten die visuelle Sprache internalisieren. Eigene Bilder machen abstrakte Mythen greifbar und motivieren zu tieferem Verständnis der künstlerischen Entscheidungen.

Leitfragen

  1. Analysieren Sie, wie Künstler mythologische Erzählungen visuell interpretieren.
  2. Erklären Sie, welche Symbole und Motive in der Darstellung von Mythen häufig verwendet werden.
  3. Gestalten Sie ein Bild, das eine Szene aus einer bekannten Sage darstellt.

Lernziele

  • Analysieren Sie die visuelle Darstellung einer mythologischen Szene in einem Kunstwerk und identifizieren Sie mindestens drei künstlerische Mittel (z.B. Komposition, Farbe, Gestik), die zur Erzählung beitragen.
  • Erklären Sie die Bedeutung von mindestens zwei spezifischen Symbolen oder Motiven (z.B. Donnerkeil, Weltenbaum) in einer ausgewählten Sage und wie sie die Handlung unterstützen.
  • Entwerfen und gestalten Sie eine eigene bildliche Darstellung einer Szene aus einer bekannten Sage, die die gewählte Erzählung klar vermittelt.
  • Vergleichen Sie die Darstellung einer mythologischen Figur in zwei verschiedenen Kunstwerken und erläutern Sie Unterschiede in der Interpretation durch den Künstler.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Bildanalyse

Warum: Die Schüler müssen bereits grundlegende Fertigkeiten im Beschreiben und Deuten von Bildern besitzen, um die Darstellung von Mythen analysieren zu können.

Einführung in Erzählformen

Warum: Ein Verständnis dafür, wie Geschichten aufgebaut sind und welche Elemente (Figuren, Handlung, Ort) wichtig sind, hilft den Schülern, die narrativen Aspekte in Bildern zu erkennen.

Schlüsselvokabular

MythosEine traditionelle Erzählung, oft über Götter, Helden oder übernatürliche Wesen, die versucht, die Welt oder menschliche Erfahrungen zu erklären.
SageEine erzählende Dichtung, die oft auf historischen Ereignissen oder Figuren beruht, aber fantastische oder übernatürliche Elemente enthält.
SymbolEin Objekt, eine Figur oder eine Farbe, die eine tiefere Bedeutung oder Idee repräsentiert, die über ihre wörtliche Erscheinung hinausgeht.
MotivEin wiederkehrendes Element, ein Thema oder ein Bild in einem Kunstwerk oder einer Erzählung, das eine bestimmte Bedeutung trägt.
KompositionDie Anordnung von Elementen (Figuren, Objekte, Farben) in einem Kunstwerk, um eine bestimmte Wirkung oder Botschaft zu erzielen.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungMythen sind nur Fantasie ohne echte Bedeutung.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Mythen vermitteln Erklärungen zu Natur und Gesellschaft. Aktive Diskussionen vor Gemälden und eigenes Nachzeichnen helfen Schüler:innen, emotionale Schichten zu entdecken und Relevanz heute zu sehen.

Häufige FehlvorstellungSymbole in Bildern sind immer gleich.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Symbole variieren je nach Kultur und Künstler. Durch Vergleichsarbeiten in Gruppen lernen Schüler:innen nuancierte Interpretationen und entwickeln visuelles Denken.

Häufige FehlvorstellungKünstler erfinden Sagen frei.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Künstler bauen auf Quellentexten auf, interpretieren aber visuell. Gemeinsames Lesen von Auszügen und Nachstellen per Zeichnen klärt diese Unterschiede.

Ideen für aktives Lernen

Alle Aktivitäten ansehen

Bezüge zur Lebenswelt

  • Museen wie die Alte Pinakothek in München zeigen Meisterwerke, die mythologische Szenen darstellen. Besucher können dort die Techniken und Symbole analysieren, die Künstler wie Rubens oder Tizian verwendeten, um Geschichten zum Leben zu erwecken.
  • Illustratoren für Kinderbücher und Fantasy-Romane greifen häufig auf mythologische Motive und Symbole zurück, um ihre Geschichten visuell zu gestalten. Sie müssen verstehen, wie diese Bilder beim Leser Emotionen wecken und die Handlung unterstützen.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Die Schüler erhalten ein Bild einer mythologischen Szene. Sie sollen auf einem Zettel zwei Sätze schreiben: einen, der erklärt, welche Geschichte dargestellt wird, und einen, der ein wichtiges Symbol im Bild benennt und seine Bedeutung erläutert.

Kurze Überprüfung

Der Lehrer zeigt eine Folie mit verschiedenen Symbolen (z.B. Blitz, Hammer, Schild, Baum). Die Schüler sollen zu jedem Symbol eine passende mythologische Figur oder Geschichte nennen, die sie kennen. Dies kann mündlich oder schriftlich erfolgen.

Gegenseitige Bewertung

Schüler präsentieren ihre selbst gestalteten Bilder einer mythologischen Szene. Die Mitschüler erhalten eine Checkliste mit Fragen wie: Ist die Szene klar erkennbar? Werden Symbole verwendet? Sind die Farben passend zur Stimmung? Die Schüler geben sich gegenseitig konstruktives Feedback.

Häufig gestellte Fragen

Wie analysieren Schüler:innen Mythen in Bildern?
Beginnen Sie mit geführter Betrachtung: Fragen Sie nach Handlung, Figuren und Stimmung. Schüler:innen notieren Symbole in Tabellen und vergleichen mit Texten. Das schult Beobachtung und Deutung, etwa wie der goldene Apfel Zwietracht symbolisiert. Am Ende präsentieren sie Interpretationen, was Verständnis vertieft.
Welche Symbole sind in mythologischen Bildern üblich?
Typisch sind Tiere wie der Adler für Zeus, Pflanzen wie der Lorbeer für Apollo oder Waffen wie der Dreizack für Poseidon. Schüler:innen erkunden diese durch Recherche und Zeichnen, lernen ihre narrative Funktion und kulturelle Wurzeln. Das verbindet Kunstgeschichte mit Inhaltsanalyse.
Wie kann aktives Lernen beim Thema Mythen und Sagen helfen?
Aktives Gestalten wie das Malen eigener Szenen macht Symbole greifbar und fördert Kreativität. Gruppenarbeiten zum Vergleichen von Bildern stärken Diskussionsfähigkeiten, während Stationen Vielfalt ermöglichen. So verbinden Schüler:innen Wissen emotional, behalten Motive länger und verstehen künstlerische Freiheit besser. Praktische Übungen erhöhen Motivation und Kompetenz im KMK-Rahmen.
Welche Sagen eignen sich für Klasse 5?
Einfache wie Ikarus-Flug, Pandora-Büchse oder Siegfrieds Drachenkampf passen gut, da sie klare Heldenreisen haben. Wählen Sie regionale Varianten wie Nibelungen für Relevanz. Schüler:innen gestalten Szenen, was Spaß macht und visuelles Erzählen lehrt, ohne Überforderung.