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Kunst · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Impressionismus: Licht und Farbe

Aktive Experimente zu Licht und Farbe helfen Schülern, die flüchtigen Techniken des Impressionismus konkret zu begreifen. Wenn sie selbst Pinselstriche setzen und Lichtverhältnisse beobachten, verstehen sie schneller, warum Künstler wie Monet nicht 'schlampig' malten, sondern gezielt Stimmungen erzeugten.

KMK BildungsstandardsKMK Bildungsstandards Kunst: Kompetenzbereich Rezipieren, Wirkungen von Farbe und Licht in Kunstwerken analysierenLehrplanPLUS Bayern Kunst Gymnasium 5: Lernbereich 1, Die Darstellung von Licht und Atmosphäre durch Farbe untersuchenKernlehrplan NRW Kunst Sek I: Inhaltsfeld Bilder in Kontexten, Kunstwerke einer Epoche (z.B. Impressionismus) zuordnen und beschreiben
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Museumsgang45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Lichteffekte nachstellen

Richten Sie vier Stationen ein: Sonnenlicht mit Lampen und farbigen Tüchern, Schatten mit Figuren, Reflexionen in Wasser und Nebel mit Sprühflaschen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, zeichnen Beobachtungen und notieren Farbwechsel. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Analysieren Sie, wie impressionistische Maler Licht und Farbe nutzten, um Stimmungen einzufangen.

ModerationstippStellen Sie bei der Stationenrotation sicher, dass jede Lichtquelle (Taschenlampe, Fensterlicht, Kerze) klar benennbar ist, damit Schüler die Effekte direkt vergleichen können.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler ein kleines Bild eines impressionistischen Gemäldes betrachten. Bitten Sie sie, auf einer Karteikarte zwei Sätze zu schreiben: einen, der erklärt, wie Licht und Farbe verwendet werden, um eine Stimmung zu erzeugen, und einen, der die Technik der Plein-Air-Malerei erklärt.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Museumsgang30 Min. · Partnerarbeit

Plein-Air-Skizzen: Im Freien malen

Gehen Sie mit der Klasse hinaus, wählen Sie Motive wie Bäume oder Himmel. Schüler arbeiten 15 Minuten mit Pastellkreiden, fokussieren auf Lichtreflexe und schnelle Striche. Danach besprechen sie in Partnern Unterschiede zu Innenarbeiten.

Erklären Sie, warum die Impressionisten oft im Freien malten.

ModerationstippBei Plein-Air-Skizzen sollte jedes Kind ein einfaches Motiv (z.B. einen Baum oder eine Bank) wählen, um Überforderung zu vermeiden und Erfolgserlebnisse zu schaffen.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie malen ein Bild von einem sonnigen Nachmittag im Park. Welche Farben würden Sie wählen, um das Gefühl von Wärme und Helligkeit zu vermitteln, und wie würden Sie das Licht malen, das durch die Blätter fällt?' Leiten Sie eine Klassendiskussion über die Wahl von Farben und Pinselstrichen.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Museumsgang35 Min. · Kleingruppen

Pinselstrich-Experimente: Techniken testen

Verteilen Sie Acrylfarben und Pinsel in verschiedenen Größen. Schüler üben kurze, lange und gezackte Striche auf Papier, um Bewegungen und Licht zu simulieren. Sie vergleichen Ergebnisse und wählen beste für ein Gruppenbild.

Beurteilen Sie die Wirkung von unscharfen Konturen und schnellen Pinselstrichen in impressionistischen Werken.

ModerationstippLegen Sie bei den Pinselstrich-Experimenten nur drei Techniken (z.B. Punktieren, Ziehen, Tupfen) vor, damit Schüler gezielt vergleichen und nicht durch zu viele Optionen blockiert werden.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Schülern zwei kurze Videoclips: einen, der eine moderne Stadt bei Nacht zeigt, und einen, der eine Landschaft bei Sonnenuntergang zeigt. Bitten Sie die Schüler, mit den Fingern auf eine Skala von 1 bis 5 zu zeigen, wie 'impressionistisch' sie die Licht- und Farbwirkung in jedem Clip finden, und begründen Sie kurz ihre Wahl.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Museumsgang40 Min. · Partnerarbeit

Werkvergleich: Vorher-Nachher

Zeigen Sie akademische und impressionistische Bilder nebeneinander. Schüler markieren in Paaren Unterschiede in Konturen und Farben, malen dann eine eigene Version um. Diskutieren Sie die Wirkung.

Analysieren Sie, wie impressionistische Maler Licht und Farbe nutzten, um Stimmungen einzufangen.

ModerationstippBeim Werkvergleich bitten Sie die Schüler, ihre Beobachtungen in einer Tabelle mit den Spalten 'Licht', 'Farben' und 'Stimmung' zu notieren, um Struktur in die Analyse zu bringen.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler ein kleines Bild eines impressionistischen Gemäldes betrachten. Bitten Sie sie, auf einer Karteikarte zwei Sätze zu schreiben: einen, der erklärt, wie Licht und Farbe verwendet werden, um eine Stimmung zu erzeugen, und einen, der die Technik der Plein-Air-Malerei erklärt.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Fangen Sie mit einfachen Alltagsbeobachtungen an: Lassen Sie die Schüler z.B. einen Gegenstand bei Kerzenlicht und Tageslicht betrachten und die Farbverschiebungen beschreiben. Vermeiden Sie zu frühe Theoriefülle – die Schüler sollen selbst die Regeln der impressionistischen Malerei 'entdecken'. Nutzen Sie lokale Motive (Schulhof, Klasse), um die Plein-Air-Malerei greifbar zu machen. Wiederholte kurze Reflexionsrunden nach jedem Schritt vertiefen das Verständnis.

Erfolg zeigt sich, wenn Schüler Lichtphänomene in eigenen Arbeiten gezielt einsetzen, Pinselstriche bewusst wählen und Werke anderer Künstler mit Fachbegriffen wie 'Plein-Air' oder 'Sekundärfarben' beschreiben können. Ihre Diskussionen und Skizzen sollten die Verbindung von Technik und Emotion widerspiegeln.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation beobachten Schüler oft, dass impressionistische Werke unscharf wirken. Korrigieren Sie dies, indem Sie betonen, dass die Unschärfe gezielt Lichteffekte (wie Nebel oder flirrende Hitze) darstellt. Lassen Sie sie mit den bereitgestellten Taschenlampen selbst Lichtflecken an der Wand erzeugen und beschreiben, wie diese 'unscharf' wirken, obwohl sie präzise geplant sind.

    Während der Stationenrotation achten Sie darauf, dass Schüler die bereitgestellten Karten mit Beispielen für Licht-Reflexionen (z.B. auf Wasser, Metall) nutzen, um zu erkennen, dass 'Flecken' tatsächlich strukturierte Lichtphänomene sind.

  • Während der Plein-Air-Skizzen malen einige Schüler Figuren nur als grobe Umrisse ohne Licht-Schatten-Effekte. Zeigen Sie ihnen, wie Renoir oder Cassatt Figuren mit pastellfarbenen Strichen und gezielten Hell-Dunkel-Kontrasten malten.

    Während der Plein-Air-Skizzen legen Sie vorab einfache Figuren-Silhouetten aus Papier bereit, die die Schüler mit Lichtquellen (z.B. Taschenlampen) anstrahlen können, um Schattenwürfe direkt zu studieren und in ihre Skizzen zu übertragen.

  • Während der Pinselstrich-Experimente interpretieren Schüler schnelle, lockere Striche als 'schlampig'. Lassen Sie sie mit einem Blatt Papier und einer begrenzten Farbpalette (z.B. Blau, Gelb, Weiß) experimentieren und die Wirkung von kurzen, schnellen Strichen mit langen, fließenden vergleichen.

    Während der Pinselstrich-Experimente fragen Sie die Schüler, welche Strichart besser Bewegung (z.B. Wasser) oder Weichheit (z.B. Wolken) einfängt, und lassen Sie sie ihre Wahl begründen, um die Präzision hinter der Lockerheit zu erkennen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden