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Farbrausch: Die Magie der Pigmente · 1. Halbjahr

Der Farbkreis nach Itten

Erarbeitung der Primär- und Sekundärfarben sowie deren Mischverhältnisse.

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Leitfragen

  1. Erklären Sie, warum drei Grundfarben ausreichen, um eine ganze Welt zu malen.
  2. Analysieren Sie, wie Komplementärkontraste die Leuchtkraft einer Farbe verändern.
  3. Beurteilen Sie die Bildwirkung, wenn Farben extrem aufgehellt oder getrübt werden.

KMK Bildungsstandards

KMK-BS-BK-V-2.1KMK-BS-BK-F-2.1
Klasse: Klasse 5
Fach: Welt der Bilder: Entdecken, Gestalten und Verstehen
Einheit: Farbrausch: Die Magie der Pigmente
Zeitraum: 1. Halbjahr

Über dieses Thema

Der Farbkreis nach Johannes Itten ist ein Eckpfeiler der Kunstpädagogik in der Orientierungsstufe. Die Kinder lernen die logische Ordnung der Farben kennen, beginnend bei den Primärfarben Gelb, Rot und Blau. Darauf aufbauend entdecken sie, wie durch Mischung die Sekundär- und Tertiärfarben entstehen. Gemäß den KMK-Vorgaben erwerben die Schülerinnen und Schüler hierbei nicht nur theoretisches Wissen über Farbsysteme, sondern entwickeln praktische Kompetenzen im Umgang mit Pigmenten und Bindemitteln.

Dieses Thema ist weit mehr als nur ein technisches Diagramm; es ist die Grundlage für das Verständnis von Harmonien und Kontrasten. Die Kinder erfahren, wie Farben zueinander in Beziehung stehen und wie sie die Bildwirkung steuern können. Ein schülerzentrierter Ansatz ist hier essenziell: Statt den Farbkreis nur abzumalen, sollten die Kinder durch systematisches Mischen selbst herausfinden, welche Mengenanteile zu welchem Ergebnis führen. Das Begreifen der Farblogik gelingt am besten durch das eigene Tun und das gemeinsame Reflektieren über die entstandenen Nuancen.

Lernziele

  • Klassifizieren Sie Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben anhand ihrer Entstehung im Farbkreis.
  • Berechnen Sie die Mischungsverhältnisse von Primärfarben zur Erzeugung von Sekundärfarben.
  • Analysieren Sie die Wirkung von Komplementärkontrasten auf die Leuchtkraft von Farben in einem Bild.
  • Bewerten Sie die ästhetische Wirkung von Farbmischungen, die durch Aufhellen oder Trüben erzielt wurden.

Bevor es losgeht

Grundlagen der Malerei und des Zeichnens

Warum: Schüler sollten bereits grundlegende Techniken im Umgang mit Stiften und Farben kennen, um sich auf die Farbtheorie konzentrieren zu können.

Visuelle Wahrnehmung und Gestaltungselemente

Warum: Ein grundlegendes Verständnis dafür, wie Bilder wirken und welche Elemente zur Gestaltung beitragen, ist hilfreich für die Analyse von Farbkontrasten.

Schlüsselvokabular

PrimärfarbenDie Grundfarben (Rot, Gelb, Blau), aus denen alle anderen Farben gemischt werden können. Sie selbst sind nicht durch Mischung anderer Farben erzeugbar.
SekundärfarbenFarben (Orange, Grün, Violett), die durch die Mischung von jeweils zwei Primärfarben entstehen. Sie liegen im Farbkreis zwischen den entsprechenden Primärfarben.
TertiärfarbenFarben, die durch die Mischung einer Primärfarbe mit einer benachbarten Sekundärfarbe entstehen. Sie werden oft mit Bindestrichen bezeichnet, z.B. Gelb-Orange.
KomplementärfarbenFarben, die sich im Farbkreis genau gegenüberliegen. Ihre Mischung ergibt Grau oder Schwarz, nebeneinander gesetzt steigern sie sich gegenseitig in ihrer Leuchtkraft.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

Grafikdesigner nutzen den Farbkreis, um Farbharmonien für Logos und Werbematerialien zu entwickeln. Sie wählen gezielt Komplementärkontraste, um bestimmte Elemente hervorzuheben, wie es beispielsweise bei der Gestaltung von Plakaten für Festivals der Fall ist.

Textildesigner verwenden das Wissen über Farbkontraste und Mischverhältnisse, um Stoffmuster zu entwerfen. Die Auswahl der Farben beeinflusst maßgeblich die Wahrnehmung eines Kleidungsstücks, von sportlich-dynamisch bis elegant-zurückhaltend.

Restauratoren historischer Malerei analysieren die verwendeten Pigmente und Mischtechniken anhand von Farbtheorien, um die ursprüngliche Wirkung von Kunstwerken zu verstehen und authentisch zu erhalten.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungViel Schwarz macht jede Farbe schöner dunkel.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Schwarz 'tötet' oft die Leuchtkraft. In praktischen Mischübungen lernen Kinder, dass man Farben auch durch die Komplementärfarbe oder dunklere Bunttöne (wie Dunkelblau für Grün) abdunkeln kann, um die Farbigkeit zu erhalten.

Häufige FehlvorstellungRot, Gelb und Blau sind die einzigen Grundfarben.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Während Itten für die Malerei wichtig ist, nutzen Drucker CMYK und Bildschirme RGB. Ein kurzer Vergleich mit dem Tintendrucker zeigt den Kindern, dass Farbsysteme je nach Anwendung variieren können.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Die Schüler erhalten ein Blatt mit drei Kreisen. Sie sollen die Primärfarben eintragen und dann die Sekundärfarben mischen und eintragen. Zusätzlich sollen sie eine Sekundärfarbe und ihre Komplementärfarbe benennen.

Kurze Überprüfung

Lehrer fragt gezielt Schüler: 'Welche Primärfarben ergeben Grün?' oder 'Welche Farben sind Komplementärfarben zueinander?'. Die Schüler antworten mündlich oder zeigen auf eine Farbkarte.

Diskussionsfrage

Zeigen Sie zwei Bilder: eines mit harmonischen Farbkontrasten, eines mit starken Komplementärkontrasten. Fragen Sie die Schüler: 'Welche Wirkung erzielen die Farben in Bild A im Vergleich zu Bild B? Nennt Beispiele für die Anwendung dieser Kontraste.'

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Häufig gestellte Fragen

Warum ist der Farbkreis nach Itten heute noch relevant?
Ittens System ist didaktisch hervorragend aufgebaut, um Kindern die Grundlagen der Farbmischung und die wichtigsten Kontraste anschaulich zu vermitteln. Es bietet eine klare Struktur, die Schülern hilft, die unendliche Welt der Farben zu ordnen und gezielt für ihre eigenen Bilder zu nutzen.
Wie vermeide ich, dass beim Mischen nur 'Matschbraun' entsteht?
Das Geheimnis liegt im sauberen Pinsel und dem schrittweisen Vorgehen. Bringen Sie den Kindern bei, immer mit der helleren Farbe zu beginnen und die dunklere nur in winzigen Mengen hinzuzufügen. Regelmäßiges Wasserwechseln ist dabei Pflicht.
Welche Vorteile bietet aktives Experimentieren gegenüber dem Ausmalen einer Vorlage?
Beim freien Mischen erleben Kinder die physikalischen Grenzen und Möglichkeiten der Pigmente. Sie entwickeln ein Gefühl für Mengenverhältnisse und Nuancen, das beim bloßen Ausfüllen vorgegebener Felder verloren geht. Aktives Lernen fördert hier die Problemlösungskompetenz: 'Wie kriege ich dieses Grün noch etwas kühler?'
Was sind Tertiärfarben?
Tertiärfarben entstehen, wenn man eine Primärfarbe (z.B. Blau) mit einer benachbarten Sekundärfarbe (z.B. Grün) mischt. Das Ergebnis sind Nuancen wie Blau-Grün oder Gelb-Orange, die den Farbkreis vervollständigen und für feinere Abstufungen in der Malerei sorgen.