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Kunst · Klasse 2 · Bilderwelten: Kunst entdecken und verstehen · 2. Halbjahr

Kunst im Alltag entdecken

Die Schüler finden Kunst in ihrer Umgebung, z.B. in Gebäuden, Plakaten oder Alltagsgegenständen.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - UmweltwahrnehmungKMK: Grundschule - Kunstrezeption

Über dieses Thema

Das Thema 'Kunst im Alltag entdecken' weckt bei Schülern der Klasse 2 die Fähigkeit, Kunst in ihrer täglichen Umgebung zu erkennen. Sie suchen in Gebäuden, Plakaten, Kleidung oder Alltagsgegenständen wie Tassen und Stühlen nach gestalteten Formen und Farben. Durch Beobachtungen und Gespräche lernen sie, dass Kunst Kreativität, Absicht und Ausdruck zeigt, nicht nur Perfektion. Die Leitfragen 'Wo begegnet uns Kunst im Alltag?', 'Warum kann ein Alltagsgegenstand Kunst sein?' und 'Gestalte eine Collage' leiten sie zu eigenständigem Denken an.

Im Rahmen der KMK-Standards für Umweltwahrnehmung und Kunstrezeption verbindet das Thema sensorische Erfahrungen mit künstlerischem Verständnis. Es gehört zur Unit 'Bilderwelten: Kunst entdecken und verstehen' im 2. Halbjahr und stärkt die Wahrnehmung der Welt als kreativen Raum. Schüler entwickeln ein Gespür für Design in Architektur, Werbung und Objekten, was ihre Umwelt sensibler macht und auf eigenes Gestalten vorbereitet.

Aktives Lernen eignet sich hervorragend, weil Schüler durch Erkunden, Sammeln und Basteln abstrakte Ideen konkret erleben. Spaziergänge und Collagen machen Entdeckungen greifbar, fördern Diskussionen und bauen Selbstvertrauen auf, da sie ihre eigenen Funde als wertvoll sehen.

Leitfragen

  1. Wo begegnet uns Kunst im Alltag?
  2. Erkläre, warum ein Alltagsgegenstand auch Kunst sein kann.
  3. Gestalte eine Collage aus gefundenen Kunstwerken im Alltag.

Lernziele

  • Identifizieren Sie mindestens drei Beispiele für Kunst im öffentlichen Raum in ihrer unmittelbaren Umgebung.
  • Erklären Sie, warum ein Alltagsgegenstand (z.B. eine gemusterte Tasse, ein Stuhl mit besonderem Design) als Kunstwerk betrachtet werden kann.
  • Analysieren Sie die Gestaltungselemente (Farbe, Form, Muster) in zwei verschiedenen Alltagsgegenständen.
  • Erstellen Sie eine Collage, die gefundene 'Alltagskunstwerke' aus ihrer Umgebung zusammenbringt.

Bevor es losgeht

Grundlagen der visuellen Wahrnehmung

Warum: Schüler müssen grundlegende visuelle Elemente wie Farben und Formen erkennen und benennen können, um Kunst in ihrer Umgebung zu identifizieren.

Einführung in verschiedene Kunstformen

Warum: Ein grundlegendes Verständnis dafür, dass Kunst vielfältig ist (Malerei, Skulptur etc.), hilft den Schülern, Kunst auch außerhalb traditioneller Galerien zu erkennen.

Schlüsselvokabular

GestaltungBezeichnet die Art und Weise, wie etwas entworfen und hergestellt wurde, oft mit ästhetischem Anspruch.
MusterEine regelmäßige Wiederholung von Formen, Linien oder Farben, die zur Dekoration oder Strukturierung verwendet wird.
ArchitekturDie Kunst und Wissenschaft des Entwerfens und Errichtens von Gebäuden, die sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend sind.
DesignDer Prozess der Planung und Erstellung von Objekten oder Systemen, der Funktionalität und Aussehen berücksichtigt.
CollageEin Kunstwerk, das durch das Zusammenfügen verschiedener Materialien wie Papier, Stoff oder Fotos auf einer Fläche entsteht.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungKunst gibt es nur in Museen oder Galerien.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Viele Schüler denken so, weil sie Kunst mit formellen Orten verbinden. Aktive Spaziergänge zeigen, dass Graffiti oder Plakate ebenso Kunst sind. Durch Diskussionen in Gruppen vergleichen sie Kriterien und erweitern ihr Verständnis.

Häufige FehlvorstellungNur schöne oder perfekte Dinge sind Kunst.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Schüler urteilen oft nach Ästhetik. Bei der Analyse von Alltagsobjekten lernen sie, dass Absicht und Kreativität zählen. Hands-on-Sammeln hilft, vielfältige Beispiele zu schätzen und Vorurteile abzubauen.

Häufige FehlvorstellungKunst muss immer gemalt oder gezeichnet sein.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Kinder sehen Kunst eng als Bildkunst. Collagen aus Funden demonstrieren Skulptur, Design und Grafik. Peer-Feedback in Gruppen vertieft das und macht Unterschiede klar.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

  • Stadtplaner und Architekten gestalten öffentliche Plätze und Gebäude wie das Kölner Dom oder das Brandenburger Tor, um Funktionalität mit ästhetischer Wirkung zu verbinden und die Identität einer Stadt zu prägen.
  • Grafikdesigner entwickeln Plakate für Konzerte oder Ausstellungen, bei denen sie bewusst Farben, Formen und Schriftarten einsetzen, um Aufmerksamkeit zu erregen und Informationen zu vermitteln.
  • Möbeldesigner wie Charles und Ray Eames entwarfen ikonische Stühle, die nicht nur bequem, sondern auch ästhetisch ansprechend sind und heute als Kunstobjekte gelten.

Ideen zur Lernstandserhebung

Kurze Überprüfung

Lassen Sie die Schüler auf kleinen Kärtchen drei Dinge aufmalen, die sie auf dem Schulweg als 'Kunst' empfunden haben. Sammeln Sie die Kärtchen ein und besprechen Sie kurz im Plenum, warum diese Dinge als Kunstwerke gelten könnten.

Diskussionsfrage

Zeigen Sie ein Bild von einem kunstvoll gestalteten Alltagsgegenstand (z.B. eine bunte Parkbank, ein verzierter Gullydeckel). Fragen Sie die Kinder: 'Was macht dieses Objekt besonders? Könnte man es auch als Kunst bezeichnen? Warum oder warum nicht?'

Lernstandskontrolle

Die Schüler erhalten ein Blatt Papier. Sie sollen auf die eine Seite ein Objekt malen, das sie als Kunst im Alltag identifiziert haben, und auf die andere Seite in einem Satz erklären, warum sie es als Kunst betrachten.

Häufig gestellte Fragen

Wo finde ich Kunst im Alltag für den Unterricht?
Kunst lauert in Gebäuden mit Fassadengestaltung, Plakaten an Laternen, Möbeln in Klassenzimmern oder Verpackungen. Nutzen Sie den Schulhof für Bänke mit Schnitzereien oder Schilder. Schüler entdecken selbst durch Spaziergänge, was ihre Wahrnehmung schärft und den Unterricht lebendig macht. Das passt perfekt zu KMK-Standards.
Wie erkläre ich Schülern, warum ein Alltagsgegenstand Kunst sein kann?
Vergleichen Sie mit Kriterien: Hat der Designer Farben, Formen oder Ideen bewusst gewählt, um zu gefallen oder zu überzeugen? Ein bunter Becher zeigt Kreativität wie ein Gemälde. Lassen Sie Schüler diskutieren und begründen, das festigt das Verständnis nachhaltig.
Wie hilft aktives Lernen beim Thema Kunst im Alltag?
Aktives Lernen macht abstrakte Kunstideen erfahrbar: Spaziergänge fördern echte Entdeckungen, Collagen bauen Kreativität auf, Diskussionen klären Missverständnisse. Schüler verbinden Theorie mit Praxis, was Motivation steigert und Gedächtnis stärkt. Gruppenarbeit integriert soziale Kompetenzen, wie KMK es fordert.
Welche Materialien brauche ich für eine Alltagskunst-Collage?
Sammeln Sie Zeitschriften, Fotos von Spaziergängen, alte Verpackungen, Bastelpapier und Kleber. Schüler fügen eigene Zeichnungen hinzu. Das Material ist günstig und alltagsnah, regt Kreativität an und zeigt, wie Kunst aus dem Umfeld entsteht. Dauer: 40 Minuten in Gruppen.