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Kunst · Klasse 2

Ideen für aktives Lernen

Geräusche und Musik zur Bildgestaltung

Aktives Ausprobieren hilft Kindern, abstrakte Zusammenhänge zwischen Klängen und Bildern konkret zu erleben. Durch das eigene Erzeugen und Zuordnen von Geräuschen verbinden die Schülerinnen und Schüler auditives und visuelles Lernen direkt miteinander und erkennen so die Wirkung von Musik und Geräuschen auf ihre emotionale Wahrnehmung.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - MedienkunstKMK: Grundschule - Kommunikation
25–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Pärchenarbeit: Geräusche zu Bildern

Jedes Paar malt ein Bild zu einer Geschichte, z. B. Sturm oder Waldspaziergang. Dann erzeugen sie passende Geräusche mit Materialien wie Folie oder Löffeln und präsentieren die Kombination. Abschließend besprechen sie die Wirkung.

Wie können Geräusche eine Geschichte spannender machen?

ModerationstippSorgen Sie während der Pärchenarbeit dafür, dass jedes Kind mindestens einmal ein Bild mit Geräuschen untermalt und umgekehrt ein anderes Kind die Geräusche zuordnet.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Bild und zwei kurze Musikclips (einen schnellen, einen langsamen). Sie schreiben auf ein Kärtchen: 'Clip 1 (schnell) passt zu diesem Bild, weil...' und 'Clip 2 (langsam) passt zu diesem Bild, weil...'. Sie geben an, welcher Clip besser passt und warum.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Musikwirkungen

Richten Sie drei Stationen ein: schnelle Musik zu Action-Bildern, langsame zu ruhigen Motiven, Stille zu neutralen Szenen. Gruppen rotieren, zeichnen Reaktionen und vergleichen Notizen. Gemeinsame Reflexion schließt ab.

Vergleiche die Wirkung von schneller und langsamer Musik auf ein Bild.

ModerationstippStellen Sie beim Stationenlernen sicher, dass die Schülerinnen und Schüler die Musikclips mehrmals hören, bevor sie ihre Zuordnungen treffen.

Worauf zu achten istZeigen Sie ein einfaches Bild (z.B. ein einsamer Baum im Sturm). Fragen Sie die Klasse: 'Welche Geräusche würdet ihr hören, wenn ihr in diesem Bild wärt? Nennt mindestens drei Geräusche und erklärt, wie sie das Bild verändern.'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen50 Min. · Ganze Klasse

Klassenprojekt: Geräuschkulisse gestalten

Die Klasse malt kollektiv eine große Szene, z. B. ein Abenteuer. Jeder Schüler trägt ein Geräusch bei, das aufgezeichnet wird. Zusammen mischen sie eine Kulisse und performen sie.

Gestalte eine Geräuschkulisse für ein selbstgemaltes Bild.

ModerationstippFühren Sie beim Klassenprojekt die Geräuschkulisse live vor, damit die Kinder die direkte Verbindung zwischen Klang und Bild erleben.

Worauf zu achten istDie Schüler malen ein einfaches Bild (z.B. ein Tier im Wald). Anschließend sollen sie mit Alltagsgegenständen (z.B. Kastanie, Papier) ein oder zwei Geräusche erzeugen, die zu ihrem Bild passen. Der Lehrer geht herum und fragt: 'Welches Geräusch hast du gemacht und warum passt es zu deinem Bild?'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen25 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Aufgabe: Eigene Szene untermalen

Jeder Schüler malt ein Bild und plant Geräusche dazu. Mit einem einfachen Aufnahmegerät wie Smartphone zeichnen sie Klänge auf und hören die fertige Kombination.

Wie können Geräusche eine Geschichte spannender machen?

ModerationstippGeben Sie bei der individuellen Aufgabe konkrete Vorgaben, z.B. ein Thema wie 'Wald' oder 'Sturm', um die Kreativität gezielt zu lenken.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Bild und zwei kurze Musikclips (einen schnellen, einen langsamen). Sie schreiben auf ein Kärtchen: 'Clip 1 (schnell) passt zu diesem Bild, weil...' und 'Clip 2 (langsam) passt zu diesem Bild, weil...'. Sie geben an, welcher Clip besser passt und warum.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beobachten Sie, wie Kinder Klänge und Bilder verbinden. Viele Kinder denken zunächst, dass Bilder allein wirken, doch durch praktische Experimente erkennen sie, wie Geräusche und Musik die Stimmung verstärken. Vermeiden Sie es, die Wirkung von Klängen zu erklären, bevor die Kinder sie selbst erlebt haben. Die Forschung zeigt, dass aktive Gestaltungsprozesse nachhaltiger sind als theoretische Erklärungen.

Die Schülerinnen und Schüler können gezielt Geräusche und Musik auswählen, um Bilder und Szenen stimmungsvoll zu untermalen. Sie begründen ihre Wahl mit klaren Argumenten und erkennen, dass nicht nur Lautstärke, sondern auch Tempo und Rhythmus die Wirkung beeinflussen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Pärchenarbeit 'Geräusche zu Bildern' beobachten Sie, dass einige Kinder die Wirkung von Geräuschen auf Bilder nicht erkennen.

    Fordern Sie die Kinder auf, ihre Zuordnungen zu begründen, z.B. 'Erzählt euch gegenseitig, warum ihr diesen Klang zu diesem Bild gewählt habt.' So wird der Effekt der Geräusche auf die Stimmung direkt besprochen.

  • Während des Stationenlernens 'Musikwirkungen' hören Sie, dass Kinder lautere Musik automatisch als spannender empfinden.

    Lassen Sie die Kinder die Musikclips mehrfach hören und vergleichen, z.B. 'Hört genau hin: Welche Musik macht das Bild ruhiger oder aufregender? Beschreibt den Unterschied.'

  • Während des Klassenprojekts 'Geräuschkulisse gestalten' nehmen einige Kinder an, dass Musik nur zu Filmen passt.

    Zeigen Sie den Kindern, wie die Musik und die Bilder zusammenwirken, z.B. 'Hört genau hin: Wie verändert die Musik das Bild in eurer Vorstellung? Beschreibt es mit euren Worten.'


In dieser Übersicht verwendete Methoden