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Kunst · Klasse 10

Ideen für aktives Lernen

Symbolismus: Traum und Wirklichkeit

Aktive Lernformen eignen sich hier besonders, weil symbolistische Kunstwerke innere Zustände durch visuelle Mittel ausdrücken. Schüler erkennen besser, wie Farbe, Form und Motiv mit Emotionen verknüpft sind, wenn sie selbst gestalten oder vergleichen. Die Stationenrotation und Gruppenarbeit fördern das tiefere Verständnis durch praktische Auseinandersetzung mit den Motiven.

KMK BildungsstandardsBildnerische RezeptionBildnerische Produktion
20–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Fallstudienanalyse45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Symbolistische Symbole

Richten Sie vier Stationen mit Reproduktionen ein: Eine pro Künstler (z. B. Moreau, Redon, Munch, Böcklin). Gruppen notieren Symbole, assoziierte Emotionen und mögliche Bedeutungen. Rotieren Sie alle 10 Minuten, schließen Sie mit Plenumvorstellung ab.

Analysieren Sie, wie symbolistische Künstler innere Zustände und universelle Ideen darstellen.

ModerationstippStellen Sie bei der Stationenrotation sicher, dass jede Station klare Aufgabenstellungen hat, die Schüler zur aktiven Auseinandersetzung mit Symbolen anregen.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einer Karte ein Werk eines symbolistischen Künstlers zu benennen und zwei Sätze dazu zu schreiben, wie dieses Werk einen inneren Zustand oder eine universelle Idee darstellt. Nennen Sie ein spezifisches Symbol und erklären Sie seine mögliche Bedeutung im Kontext des Bildes.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Fallstudienanalyse30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Vergleich mit Impressionismus

Paare erhalten Bilderpaare (Symbolismus vs. Impressionismus). Sie listen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Symbolnutzung auf, diskutieren innere vs. äußere Darstellung. Erstellen Sie eine Tabelle als Ergebnis.

Vergleichen Sie die Verwendung von Symbolen im Symbolismus mit der in anderen Kunstrichtungen.

ModerationstippFordern Sie die Paare im Vergleich mit Impressionismus auf, konkrete Unterschiede in der Farbverwendung und Motivwahl schriftlich festzuhalten.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Inwiefern unterscheidet sich die Darstellung von 'Angst' im Symbolismus von der Darstellung in einem realistischen Gemälde oder einem impressionistischen Werk?' Leiten Sie eine Diskussion, in der Schüler konkrete Beispiele aus den besprochenen Kunstrichtungen anführen.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Fallstudienanalyse50 Min. · Kleingruppen

Gruppenproduktion: Eigene Traumwelt

Gruppen entwerfen und malen ein Bild mit persönlichen Symbolen für einen Traum oder Mythos. Wählen Sie Farben und Formen bewusst aus, präsentieren und interpretieren gegenseitig.

Erklären Sie, welche Rolle Mythologie und Traumwelten im Symbolismus spielen.

ModerationstippBeobachten Sie während der Gruppenproduktion, ob die Schüler ihre Traumwelten mit klaren Symbolen und Narrativen verbinden, die sie später erklären können.

Worauf zu achten istZeigen Sie ein Werk eines symbolistischen Künstlers (z.B. Munchs 'Der Schrei'). Bitten Sie die Schüler, drei visuelle Elemente zu identifizieren (Farbe, Form, Motiv) und kurz zu erklären, wie diese zur Vermittlung des dargestellten Gefühls beitragen.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Fallstudienanalyse20 Min. · Ganze Klasse

Ganzklasse-Diskussion: Mythos heute

Zeigen Sie ein Symbolbild vor. Die Klasse brainstormt moderne Symbole (z. B. Social Media), diskutiert Relevanz und zeichnet spontan.

Analysieren Sie, wie symbolistische Künstler innere Zustände und universelle Ideen darstellen.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einer Karte ein Werk eines symbolistischen Künstlers zu benennen und zwei Sätze dazu zu schreiben, wie dieses Werk einen inneren Zustand oder eine universelle Idee darstellt. Nennen Sie ein spezifisches Symbol und erklären Sie seine mögliche Bedeutung im Kontext des Bildes.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Lehrkräfte sollten die Schüler zunächst mit konkreten Werken vertraut machen, bevor abstrakte Konzepte wie 'innere Zustände' besprochen werden. Vermeiden Sie es, Symbole zu schnell zu deuten; lassen Sie die Schüler stattdessen selbst Assoziationen entwickeln und im Plenum diskutieren. Die Verbindung von historischen Kontexten mit persönlichen Erfahrungen stärkt das Verständnis nachhaltig.

Schülerinnen und Schüler analysieren symbolistische Werke, erkennen deren emotionale Wirkung und vergleichen die Stilmittel mit anderen Kunstrichtungen. Sie wenden ihr Wissen an, indem sie eigene symbolistische Motive entwickeln und diskutieren, wie diese universelle Ideen vermitteln. Erfolg zeigt sich in präzisen Beschreibungen, kreativen Umsetzungen und fundierten Vergleichen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation zur 'Symbolistischen Symbole' könnte der Eindruck entstehen, dass Symbolismus reine Fantasie ohne Bezug zur Realität ist.

    Nutzen Sie die Stationen, um Schüler gezielt auf reale innere Zustände und gesellschaftliche Ängste hinzuweisen. Fordern Sie sie auf, in Kleingruppen persönliche Assoziationen zu den Symbolen zu sammeln und diese mit historischen Kontexten zu verknüpfen.

  • Während der Paararbeit zum Vergleich mit Impressionismus könnte die Annahme entstehen, dass Symbole immer eine feste, universelle Bedeutung haben.

    Lassen Sie die Paare gezielt nach variablen Deutungen suchen. Fordern Sie sie auf, gleiche Symbole in unterschiedlichen Kunstrichtungen zu vergleichen und Unterschiede in der Bedeutung herauszuarbeiten.

  • Während der Gruppenproduktion einer eigenen Traumwelt könnte der Eindruck entstehen, dass Symbolismus Figuren vermeidet und keine Geschichten erzählt.

    Fordern Sie die Gruppen auf, ihre Traumwelten mit klaren Figuren und Narrativen zu gestalten. Diskutieren Sie anschließend, wie diese Figuren universelle Ideen transportieren und Geschichten erzählen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden