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Kunst · Klasse 10

Ideen für aktives Lernen

Plastisches Gestalten: Ton und Gips

Aktives Gestalten mit Ton und Gips ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, Materialeigenschaften unmittelbar zu erleben und ihre theoretischen Kenntnisse direkt in praktische Anwendung umzusetzen. Durch haptische Erfahrungen entwickeln sie ein tieferes Verständnis für die Möglichkeiten und Grenzen dieser Werkstoffe, was für nachhaltiges Lernen essentiell ist.

KMK BildungsstandardsBildnerische Produktion
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Materialexperimente

Richten Sie vier Stationen ein: Ton kneten und rollen, Gips anrühren und gießen, Formen mit Werkzeugen bearbeiten, getrocknete Objekte schleifen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen in einem Arbeitsblatt. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Analysieren Sie, wie die Materialwahl die Formgebung und Ausdruckskraft einer Plastik beeinflusst.

ModerationstippLassen Sie die Materialien bei der Stationenrotation in kleinen, beschrifteten Schälchen präsentieren und fordern Sie die Schüler auf, ihre Beobachtungen direkt auf einem vorbereiteten Protokollbogen festzuhalten.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler ihre fertigen Plastiken nebeneinander aufstellen. Geben Sie ihnen eine Checkliste mit Fragen wie: 'Hat der Gestalter die Materialeigenschaften (Ton/Gips) gut genutzt?', 'Ist die Form klar erkennbar?', 'Gibt es technische Probleme (z.B. Risse)?'. Schüler geben sich gegenseitig schriftliches Feedback auf einem vorbereiteten Blatt.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen50 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Hybride Plastik

Paare wählen ein Thema wie 'Bewegung' und kombinieren Tonbasis mit Gipsüberzug. Sie planen skizzieren, modellieren gemeinsam und reflektieren Herausforderungen. Die fertigen Werke werden fotografiert und besprochen.

Erklären Sie die technischen Herausforderungen bei der Arbeit mit Ton und Gips.

ModerationstippGeben Sie der Paararbeit klare Zeitvorgaben für die Planung und Umsetzung der hybriden Plastik und legen Sie fest, dass beide Partner abwechselnd die Materialien bearbeiten.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält eine Karte. Darauf notiert er: 1) Ein Materialmerkmal von Ton oder Gips, das er bewusst eingesetzt hat. 2) Eine technische Herausforderung, die er bei seiner Arbeit gemeistert hat. 3) Eine Frage, die er noch zur plastischen Gestaltung hat.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen60 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Gestaltung: Figurenserie

Jeder Schüler entwirft eine kleine Figurenserie aus Ton oder Gips zu einer Formaufgabe. Sie dokumentieren Schritte mit Fotos und erklären Materialwahl in einer kurzen Präsentation.

Gestalten Sie eine Plastik, die eine bestimmte Form oder Figur darstellt.

ModerationstippStellen Sie bei der individuellen Figurenserie sicher, dass jeder Schüler mindestens zwei verschiedene Materialien ausprobiert und dokumentiert, wie sich die Gestaltungsmöglichkeiten unterscheiden.

Worauf zu achten istStellen Sie während des Arbeitsprozesses gezielte Fragen an einzelne Schüler: 'Warum hast du dich für diese Form entschieden, und wie hilft dir der Gips dabei?', 'Was machst du, um zu verhindern, dass der Ton reißt?', 'Wie würdest du diese Figur mit Ton anders gestalten als mit Gips?'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Ganze Klasse

Ganzer-Klasse-Review: Materialkritik

Die Klasse stellt Plastiken aus und führt eine Rundtour durch. Jeder kommentiert eine Arbeit bezüglich Form und Materialwirkung. Gemeinsam notieren sie Tipps für Verbesserungen.

Analysieren Sie, wie die Materialwahl die Formgebung und Ausdruckskraft einer Plastik beeinflusst.

ModerationstippFühren Sie die Materialkritik als moderierten Austausch durch, bei dem jede Gruppe ihre Plastik vorstellt und die Klasse konkrete Rückmeldungen zu Materialnutzung und Ausdruckskraft gibt.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler ihre fertigen Plastiken nebeneinander aufstellen. Geben Sie ihnen eine Checkliste mit Fragen wie: 'Hat der Gestalter die Materialeigenschaften (Ton/Gips) gut genutzt?', 'Ist die Form klar erkennbar?', 'Gibt es technische Probleme (z.B. Risse)?'. Schüler geben sich gegenseitig schriftliches Feedback auf einem vorbereiteten Blatt.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine Balance zwischen freiem Experimentieren und strukturierten Aufgaben, um sowohl Kreativität als auch technisches Verständnis zu fördern. Wichtig ist, den Schülerinnen und Schülern Raum für Fehler zu geben, da diese oft zu neuen Erkenntnissen führen. Gleichzeitig sollte der Fokus auf der Reflexion der Materialeigenschaften liegen, um das Gestalten bewusst zu steuern. Vermeiden Sie zu frühe Vorgaben, da diese den kreativen Prozess einschränken können. Forschung zeigt, dass Schüler durch multisensorische Erfahrungen nachhaltiger lernen, daher ist die Kombination aus Sehen, Fühlen und Gestalten besonders wirksam.

Am Ende dieser Einheit erkennen Schülerinnen und Schüler die charakteristischen Eigenschaften von Ton und Gips und wenden diese gezielt in ihrer Gestaltung an. Sie können technische Herausforderungen benennen, bewältigen und reflektieren, wie Materialwahl die Ausdrucksform beeinflusst. Die Arbeiten zeigen eine bewusste Auseinandersetzung mit den Materialien und deren spezifischen Gestaltungsmöglichkeiten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation beobachten viele Schüler, dass Ton beim Trocknen hart wird und spröde bricht. Lenken Sie ihre Aufmerksamkeit darauf, wie sich die Konsistenz verändert und wie dies die Gestaltungsmöglichkeiten beeinflusst.

    Fordern Sie die Schüler auf, Proben in verschiedenen Trocknungsstadien zu vergleichen und in der Gruppe zu diskutieren, wie sich die Bearbeitungstechniken (z.B. Kneten, Schnitzen) anpassen lassen.

  • Während der Stationenrotation wird oft angenommen, dass Gips sofort hart und stabil ist. Achten Sie darauf, dass Schüler die Aushärtungszeit erleben.

    Lassen Sie die Schüler Gipsproben in regelmäßigen Abständen auf ihre Stabilität testen und notieren, wie sich die Belastbarkeit mit der Zeit verändert.

  • Während der Paararbeit mit hybriden Plastiken wird häufig übersehen, dass Materialwahl den Ausdruck prägt. Beobachten Sie die Diskussionen der Paare und greifen Sie gezielt ein.

    Fordern Sie die Paare auf, ihre Ergebnisse zu vergleichen und zu beschreiben, wie sich Ton und Gips in ihrer Plastik unterscheiden, z.B. in Hinblick auf Formbarkeit oder Oberflächenstruktur.


In dieser Übersicht verwendete Methoden