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Kunst · Klasse 10

Ideen für aktives Lernen

Performance Art: Körper und Aktion

Körper und Aktion als Medium fordern Schüler heraus, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern erlebbar zu machen. Aktives Handeln schult die Fähigkeit, ephemere Prozesse zu verstehen und eigene kreative Entscheidungen zu treffen. Diese Herangehensweise verbindet Theorie mit praktischer Erfahrung und macht abstrakte Konzepte greifbar.

KMK BildungsstandardsBildnerische RezeptionBildnerische Produktion
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Analyse bekannter Performances

Richten Sie Stationen mit Videos und Fotos von Abramovićs 'Rhythm 0' und Beuys' Aktionen ein. Schüler notieren in 10 Minuten pro Station Herausforderungen an traditionelle Kunst und Publikumsrolle. Abschließende Plenumdiskussion.

Erklären Sie, wie Performance Art traditionelle Kunstformen herausfordert.

ModerationstippBeim Stationenlernen die Analyseschritte klar strukturieren und für jede Station konkrete Fragestellungen bereitstellen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen einer Performance-Künstlerin oder eines Künstlers (z.B. Marina Abramović). Sie sollen eine Aktion oder ein Werk dieser Person beschreiben und erklären, wie es traditionelle Kunstformen herausfordert. Zusätzlich sollen sie eine Frage formulieren, die die Rolle des Publikums in dieser spezifischen Performance thematisiert.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Partnerarbeit

Konzeption in Paaren: Eigene Performance-Idee

Paare wählen ein Thema wie Klimawandel und skizzieren eine 5-minütige Aktion mit Körper und Requisiten. Sie präsentieren Konzepte und erhalten Feedback von der Klasse.

Analysieren Sie die Rolle des Publikums in einer Performance.

ModerationstippBei der Konzeption in Paaren auf klare Zeitvorgaben achten und Zwischenpräsentationen einplanen, um Fortschritte sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Inwiefern ist eine Performance, die nur einmal stattfindet, wertvoller oder weniger wertvoll als ein Gemälde, das über Jahrhunderte erhalten bleibt?' Leiten Sie eine Diskussion, in der Schüler Argumente für die Bedeutung von Ephemerität und für die Dauerhaftigkeit in der Kunst austauschen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel40 Min. · Ganze Klasse

Rollenspiel: Publikumsinteraktion

Die Klasse teilt sich in Performer und Publikum. Performer führen einfache Aktionen durch, Publikum reagiert spontan. Reflexion: Wie verändert Interaktion das Werk?

Entwickeln Sie ein Konzept für eine Performance, die eine bestimmte Botschaft vermittelt.

ModerationstippBeim Rollenspiel die Dynamik zwischen Künstler und Publikum durch gezielte Beobachtungsaufträge lenken.

Worauf zu achten istZeigen Sie ein kurzes Video oder eine Bildsequenz einer Performance. Bitten Sie die Schüler, auf einem Arbeitsblatt drei Schlüsselwörter zu notieren, die die Aktion beschreiben, und eine kurze Erklärung abzugeben, welche Botschaft der Künstler vermitteln könnte. Vergleichen Sie die Antworten im Plenum.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Outdoor-Action: Öffentlicher Raum testen

Gruppen planen und führen eine kurze Performance im Schulhof durch. Dokumentation per Video, anschließende Analyse der Passantenreaktionen.

Erklären Sie, wie Performance Art traditionelle Kunstformen herausfordert.

ModerationstippBei der Outdoor-Action das Umfeld vorab erkunden und klare Sicherheitsregeln sowie rechtliche Rahmenbedingungen mit den Schülern besprechen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit dem Namen einer Performance-Künstlerin oder eines Künstlers (z.B. Marina Abramović). Sie sollen eine Aktion oder ein Werk dieser Person beschreiben und erklären, wie es traditionelle Kunstformen herausfordert. Zusätzlich sollen sie eine Frage formulieren, die die Rolle des Publikums in dieser spezifischen Performance thematisiert.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Führen Sie die Schüler schrittweise an die Komplexität von Performance Art heran, indem Sie erst theoretische Grundlagen klären und dann praktische Erfahrungen sammeln lassen. Vermeiden Sie vorschnelle Bewertungen von Performances als „chaotisch“ oder „unverständlich“, sondern fördern Sie eine reflektierte Auseinandersetzung mit Absichten und Wirkungen. Nutzen Sie die Ephemerität als Chance, um über Vergänglichkeit in der Kunst nachzudenken und den Fokus auf den Prozess statt auf das Endergebnis zu lenken.

Erfolg zeigt sich darin, dass Schüler Performances nicht nur beschreiben, sondern in ihrer Planung und Wirkung analysieren können. Sie erkennen die Bedeutung von Struktur, Interaktion und Vergänglichkeit und übertragen diese Erkenntnisse auf eigene künstlerische Ideen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens zur Analyse bekannter Performances hören manche Schüler, Performance Art sei nur spontanes Chaos ohne Plan.

    Nutzen Sie die Stationen zu Künstlern wie Joseph Beuys gezielt, um zu zeigen, wie präzise Skripte und konzeptionelle Vorbereitung hinter scheinbar spontanen Aktionen stehen, indem Sie die Schüler konkrete Planungsdokumente oder Anleitungen analysieren lassen.

  • Während des Rollenspiels zur Publikumsinteraktion glauben einige, der Künstler habe in Performance Art volle Kontrolle.

    Beobachten Sie die Rollenspiele genau und lassen Sie die Schüler nach jeder Aktion reflektieren, wie das Publikum den Ablauf beeinflusst hat. Dokumentieren Sie diese Beobachtungen, um die Dynamik zwischen Künstler und Publikum sichtbar zu machen.

  • Während der Konzeption in Paaren zur eigenen Performance-Idee wird oft gesagt, Performance Art brauche keine Vorbereitung.

    Fordern Sie die Paare auf, ihre Ideen in einem detaillierten Konzeptpapier festzuhalten und dieses im Plenum vorzustellen. Die Notwendigkeit von Planung wird so durch die Struktur der Aufgabe und das Feedback der Mitschüler erlebbar.


In dieser Übersicht verwendete Methoden