Aktivität 01
Gruppenbau: Mini-Installation
Schüler planen in Gruppen eine begehbare Installation mit Alltagsmaterialien wie Tüchern, Lichtern und Klangquellen. Sie bauen den Raum auf, testen die Einbindung anderer und reflektieren in einer Runde die sensorischen Effekte. Abschluss: Fotodokumentation.
Wie verändert die physische Präsenz im Werk die Wahrnehmung des Betrachters?
ModerationstippFordern Sie die Gruppen beim Mini-Installationsbau auf, mindestens einen Materialeinsatz vorzusehen, der nicht nur optisch, sondern auch haptisch oder akustisch wirkt.
Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einer Karteikarte eine begehbare Installation beschreiben, die sie kennen oder sich vorstellen. Sie sollen dabei mindestens zwei Sinne nennen, die über das Sehen hinaus angesprochen werden, und kurz erklären, wie sie das Werk dokumentieren würden.
AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02
Sensorische Stationen: Erkundung
Richten Sie vier Stationen ein: visuelle Immersion, taktile Elemente, akustische Räume, olfaktorische Zonen. Gruppen rotieren, notieren Wahrnehmungen und diskutieren, wie Sinne die Interpretation verändern. Erweiterung: Eigene Station entwerfen.
Welche Sinne außer dem Sehen werden in modernen Installationen angesprochen?
ModerationstippLegen Sie bei den sensorischen Stationen bewusst Materialien bereit, die ungewöhnliche Sinneseindrücke auslösen, um die Erwartungen der Schüler gezielt zu brechen.
Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Welche Verantwortung hat ein Künstler für die Wahrnehmung des Betrachters in einer begehbaren Installation?' Leiten Sie eine Diskussion, in der die Schüler Beispiele nennen und die Rolle des Raumes, der Sinne und der Interaktion erörtern.
AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03
Dokumentationskreis: Temporäre Werke
Schüler erstellen eine temporäre Installation, dokumentieren sie per Video, Fotos und Skizzen aus verschiedenen Perspektiven. In einem Kreis teilen sie Strategien und bewerten die Wirksamkeit der Dokumentation.
Wie dokumentiert man ein Kunstwerk, das nur für eine begrenzte Zeit existiert?
ModerationstippErinnern Sie die Schüler im Dokumentationskreis daran, dass auch Stimmungen oder Geräusche Teil der Dokumentation sein können, nicht nur Fotos.
Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder oder kurze Videos von verschiedenen Installationen. Bitten Sie die Schüler, auf einem Arbeitsblatt zu notieren, ob es sich um eine begehbare Installation handelt, welche Sinne angesprochen werden könnten und ob das Werk ephemer erscheint. Besprechen Sie die Antworten kurz im Plenum.
AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04
Paarreflexion: Wahrnehmungswechsel
In Paaren begehen Partner nacheinander eine vorbereitete Installation, beschreiben verbal ihre Erfahrungen und vergleichen Notizen. Fokus auf Veränderung durch physische Präsenz.
Wie verändert die physische Präsenz im Werk die Wahrnehmung des Betrachters?
ModerationstippBitten Sie während der Paarreflexion die Schüler, konkrete Bewegungsabläufe oder Körperhaltungen zu beschreiben, die ihre Wahrnehmung verändert haben.
Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einer Karteikarte eine begehbare Installation beschreiben, die sie kennen oder sich vorstellen. Sie sollen dabei mindestens zwei Sinne nennen, die über das Sehen hinaus angesprochen werden, und kurz erklären, wie sie das Werk dokumentieren würden.
AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen→Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit
Begehbare Installationen lassen sich nicht allein im Klassenzimmer vermitteln. Beginnen Sie mit einer kurzen Einführung zu den Künstlern, aber setzen Sie die Schüler schnell in Bewegung. Vermeiden Sie es, die Räume der Installationen zu sehr vorzugeben – lassen Sie die Schüler selbst erkunden, wie sie den Raum nutzen. Nutzen Sie die aktive Auseinandersetzung, um Missverständnisse direkt zu korrigieren, z.B. indem Sie Schüler, die nur die visuelle Ebene betonen, auffordern, die Installation tatsächlich zu durchschreiten.
Die Schüler erkennen, dass Kunst nicht nur sichtbar, sondern spürbar ist. Sie können erklären, wie Bewegung, Raum und Materialien die Wahrnehmung verändern. Zudem dokumentieren sie temporäre Werke mit passenden Methoden und reflektieren ihre eigene Rolle als Teil des Kunstwerks.
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Während der Gruppenbau: Mini-Installation beobachten Sie, dass Schüler Materialien nur nach optischen Kriterien auswählen.
Führen Sie eine kurze Reflexionsrunde ein, in der jede Gruppe erklärt, wie das gewählte Material nicht nur aussieht, sondern sich anfühlt oder klingt. Fragen Sie konkret: 'Welche Sinne sprechen Sie damit an?'
Während der Sensorische Stationen: Erkundung stellen Sie fest, dass Schüler die Stationen nur oberflächlich erkunden.
Fordern Sie die Schüler auf, jede Station mindestens eine Minute lang zu erkunden und ihre Beobachtungen in Stichpunkten zu notieren. Fragen Sie gezielt: 'Was nehmen Sie wahr, das Sie nicht erwartet haben?'
Während des Dokumentationskreises: Temporäre Werke vermuten Schüler, dass Dokumentation nur durch Fotos möglich ist.
Zeigen Sie Beispiele für alternative Dokumentationsformen wie Tonaufnahmen, Skizzen oder Beschreibungen von Gerüchen. Lassen Sie die Schüler in Kleingruppen überlegen, welche Methode für ihre Installation am geeignetsten wäre.
Während der Paarreflexion: Wahrnehmungswechsel nehmen Schüler an, dass ihre Wahrnehmung allein durch das Sehen geprägt ist.
Fordern Sie die Schüler auf, konkrete körperliche Erfahrungen zu beschreiben, z.B.: 'Wo haben Sie Ihren Körper anders positioniert? Welche Haltung nahm Ihre Wahrnehmung ein?'
In dieser Übersicht verwendete Methoden