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Informatik · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Präsentation und Evaluation

Aktive Lernformen wie Präsentationen und Reflexion vertiefen das Verständnis für technische Inhalte und deren gesellschaftliche Bedeutung. Durch die Verbindung von Software-Präsentationen mit Feedback und Bewertung entwickeln Schülerinnen und Schüler sowohl fachliche als auch kommunikative Kompetenzen, die für den Informatikunterricht zentral sind.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - KommunizierenKMK: Sekundarstufe I - Bewerten
20–35 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Museumsgang30 Min. · Ganze Klasse

Pecha-Kucha-Präsentationen

Jede Gruppe bereitet eine 20-Sekunden-pro-Folie-Präsentation vor und präsentiert vor der Klasse. Die Klasse notiert Stärken und Verbesserungsvorschläge. Dies trainiert knappe, klare Darstellung für Laien.

Entwickeln Sie eine Strategie, um technische Lösungen für eine nicht-technische Zielgruppe zu präsentieren.

ModerationstippBei den Pecha-Kucha-Präsentationen achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Zeit streng einteilen, um die 20-Sekunden-Regel pro Folie einzuhalten.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schülerinnen und Schüler ihre Präsentationen gegenseitig bewerten. Geben Sie ihnen eine Checkliste mit Kriterien wie: 'Wurde die Zielgruppe berücksichtigt?', 'Waren die Erklärungen verständlich?', 'Wurden Analogien genutzt?'. Die Bewertenden geben schriftliches Feedback auf einer Skala von 1-5 für jedes Kriterium.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Museumsgang20 Min. · Partnerarbeit

Peer-Feedback in Paaren

Paare evaluieren gegenseitig die Projekte anhand einer Rubrik zu Inhalt, Design und gesellschaftlichem Impact. Sie geben konstruktives Feedback und notieren Reflexionspunkte. So lernen Schüler, objektiv zu bewerten.

Reflektieren Sie, was Sie bei einem Folgeprojekt anders planen würden.

ModerationstippBeim Peer-Feedback in Paaren geben Sie den Lernenden eine klare Struktur vor, z.B. durch eine Feedback-Tabelle mit Ich-Botschaften.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Welche eine Sache würden Sie bei einem ähnlichen Projekt in Zukunft anders planen und warum?'. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler dies zuerst schriftlich notieren und dann in Kleingruppen diskutieren. Sammeln Sie die wichtigsten Erkenntnisse im Plenum.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Museumsgang25 Min. · Kleingruppen

Reflexionskreis in Kleingruppen

Gruppen diskutieren den Prozess: Was lief gut? Was ändern? Jede Gruppe fasst für die Klasse zusammen. Dies fördert gemeinsame Reflexion und Planung für Folgeprojekte.

Bewerten Sie den potenziellen Einfluss Ihrer Software auf die Nutzer und die Gesellschaft.

ModerationstippIm Reflexionskreis in Kleingruppen stellen Sie gezielte Fragen, die über 'Was war gut?' hinausgehen, z.B. 'Welche Hürden traten auf und wie wurden sie gelöst?'

Worauf zu achten istBitten Sie die Schülerinnen und Schüler am Ende der Stunde, auf einem Zettel zu notieren: 'Eine positive Auswirkung meiner Software auf die Nutzer ist...' und 'Eine potenzielle negative Auswirkung meiner Software auf die Gesellschaft ist...'. Sammeln Sie die Zettel zur schnellen Einschätzung des Verständnisses.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Rollenspiel35 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Laien-Präsentation

Schüler präsentieren ihr Projekt einer 'Laien'-Gruppe (Klassenkameraden in Rolle). Die 'Laien' stellen Fragen und geben Feedback. Dies übt die Anpassung an nicht-technische Zielgruppen.

Entwickeln Sie eine Strategie, um technische Lösungen für eine nicht-technische Zielgruppe zu präsentieren.

ModerationstippBeim Rollenspiel 'Laien-Präsentation' wechseln Sie bewusst die Rollen, um den Perspektivwechsel zu verdeutlichen.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schülerinnen und Schüler ihre Präsentationen gegenseitig bewerten. Geben Sie ihnen eine Checkliste mit Kriterien wie: 'Wurde die Zielgruppe berücksichtigt?', 'Waren die Erklärungen verständlich?', 'Wurden Analogien genutzt?'. Die Bewertenden geben schriftliches Feedback auf einer Skala von 1-5 für jedes Kriterium.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine Balance zwischen fachlicher Präzision und verständlicher Vermittlung. Sie vermeiden zu frühe Technikdetails und fördern stattdessen den Aufbau von Analogien und Visualisierungen. Wichtig ist, dass die Reflexion nicht erst am Projektende, sondern kontinuierlich in den Entwicklungsprozess eingebettet wird, um Lernfortschritte sichtbar zu machen.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler ihre Software-Projekte verständlich für Laien erklären, konstruktives Feedback geben und den Entwicklungsprozess kritisch reflektieren. Sie erkennen technische Lösungen im gesellschaftlichen Kontext und formulieren konkrete Verbesserungsvorschläge.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During der Pecha-Kucha-Präsentation wird angenommen, dass technische Details immer detailliert präsentiert werden müssen.

    Nutzen Sie die Vorbereitungszeit, um mit den Schülerinnen und Schülern zu üben, wie sie Vorteile und Analogien in den Vordergrund stellen. Ermutigen Sie sie, Technikdetails nur auf Nachfrage zu ergänzen und stattdessen auf klare Sprache und Visualisierungen zu setzen.

  • During dem Peer-Feedback in Paaren wird Evaluation als rein subjektive Meinung wahrgenommen.

    Geben Sie den Schülerinnen und Schülern eine klare Checkliste mit Kriterien wie Funktionalität, Nutzerfreundlichkeit und gesellschaftlichem Einfluss. Zeigen Sie ihnen, wie sie diese Kriterien in ihrem Feedback konkret anwenden können.

  • During dem Reflexionskreis in Kleingruppen wird die Annahme vertreten, dass bei funktionierender Software keine Reflexion nötig ist.

    Legen Sie den Fokus auf den Entwicklungsprozess: Fragen Sie nach Zeitmanagement, Teamdynamik oder unerwarteten Herausforderungen. Nutzen Sie die Reflexion als Werkzeug, um zukünftige Projekte zu verbessern, unabhängig vom Endergebnis.


In dieser Übersicht verwendete Methoden