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Informatik · Klasse 10

Ideen für aktives Lernen

Datenschutzrecht (DSGVO)

Aktives Lernen funktioniert besonders gut bei diesem Thema, weil die DSGVO oft als abstrakt und komplex wahrgenommen wird. Durch konkrete Rollenspiele, Fallanalysen und Debatten erkennen Schülerinnen und Schüler, dass Datenschutz direkt ihren Alltag betrifft und sie selbst Verantwortung tragen.

KMK BildungsstandardsKMK: STD.11KMK: STD.12
45–60 Min.Kleingruppen3 Aktivitäten

Aktivität 01

Fallstudienanalyse60 Min. · Kleingruppen

Fallstudienanalyse: Datenleck bei Social Media

Die Klasse analysiert eine fiktive oder reale Fallstudie zu einem Datenleck. Sie identifizieren die betroffenen Daten, die möglichen Verstöße gegen die DSGVO und diskutieren die Konsequenzen für das Unternehmen und die Nutzer. Anschließend erarbeiten sie Vorschläge zur Prävention.

Welche Rechte haben Bürger gegenüber Unternehmen, die ihre Daten speichern?

ModerationstippBeim Rollenspiel 'Datenschutzanfrage' legen Sie klare Rollenprofile fest, damit die Schüler die Perspektiven von Antragsteller, Unternehmen und Betroffenen klar unterscheiden.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Datenschutzbeauftragter im Unternehmen

Schülerinnen und Schüler übernehmen die Rollen von Geschäftsführung, IT-Abteilung und Datenschutzbeauftragtem. Sie simulieren eine Besprechung zur Einführung einer neuen App und müssen datenschutzrechtliche Aspekte diskutieren und Entscheidungen treffen.

Was bedeutet Datensparsamkeit in der Softwareentwicklung?

ModerationstippBei der Fallstudie 'Cambridge Analytica' betonen Sie die Verbindung zwischen technischer Sammlung und psychologischer Manipulation, um die ethische Dimension zu verdeutlichen.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Simulierte Gerichtsverhandlung45 Min. · Kleingruppen

Erstellung einer Datenschutzerklärung

In Kleingruppen entwerfen die Schülerinnen und Schüler eine einfache Datenschutzerklärung für eine fiktive Website oder App, basierend auf den Prinzipien der DSGVO. Sie achten dabei auf klare und verständliche Sprache.

Wie beeinflusst die DSGVO die Arbeit von Informatikern in Europa?

ModerationstippFür die Datenschutz-Checkliste erstellen Sie eine Vorlage mit konkreten Fragen, die die Schüler direkt auf ihre eigenen Datenprojekte anwenden können.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen bei diesem Thema auf eine Mischung aus rechtlicher Grundlagenvermittlung und angewandter Ethik. Sie vermeiden reine Gesetzestext-Analysen, da diese oft zu trocken wirken. Stattdessen nutzen sie Alltagsbeispiele wie Social Media oder Schul-Apps, um die Relevanz zu verdeutlichen. Wichtig ist, dass die Schüler selbst erleben, wie schwer es ist, datensparsam zu handeln, ohne die Nutzerfreundlichkeit zu beeinträchtigen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler die Rechte der Betroffenen sicher benennen und in realen Situationen anwenden können. Sie sollen Prinzipien wie Datensparsamkeit und Zweckbindung nicht nur auswendig lernen, sondern in Diskussionen und Checklisten begründet bewerten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Rollenspiel 'Datenschutzanfrage', hören Sie Sätze wie 'Die DSGVO gilt nur für große Unternehmen.'

    Lenken Sie die Diskussion auf die Rollenkarten: Jede Gruppe vertritt ein Startup, einen Verein oder eine Arztpraxis. Fordern Sie die Schüler auf, konkrete Beispiele zu nennen, wo auch kleine Einrichtungen Daten verarbeiten, und lassen Sie sie die Ausnahmen (z.B. Hausarzt) diskutieren.

  • During Fallstudie 'Cambridge Analytica', argumentieren Schüler 'Anonymisierte Daten unterliegen nicht der DSGVO.'

    Zeigen Sie die originalen Datensätze aus dem Fall und lassen Sie die Schüler prüfen, ob Nutzer trotz Pseudonymisierung wieder identifizierbar waren. Nutzen Sie die Tabelle mit Re-Identifikationsrisiken als Beleg, warum Pseudonymisierung allein nicht ausreicht.

  • During Datenschutz-Checkliste bauen, meinen Schüler 'Datensparsamkeit bedeutet, keine Daten zu speichern.'

    Geben Sie ihnen eine Beispiel-Checkliste mit zwei Spalten: 'erforderlich' und 'optional'. Lassen Sie sie überlegen, welche Daten wirklich für den Zweck nötig sind, und diskutieren Sie, warum z.B. das Speichern von Geburtsdaten für ein Bestellformular unnötig ist.


In dieser Übersicht verwendete Methoden