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Informatik · Klasse 10

Ideen für aktives Lernen

Berufsbilder der Informatik

Informatik-Berufe sind für Lernende oft abstrakt, weil sie die Vielfalt der Tätigkeiten nicht selbst erleben. Aktive Methoden wie Rollenspiele oder Gastgespräche machen die Berufe greifbar, indem sie direkte Einblicke in Arbeitsabläufe und Anforderungen ermöglichen. So wird die Verbindung zwischen Theorie und Praxis sichtbar und motivierend für die Berufsorientierung.

KMK BildungsstandardsKMK: STD.09KMK: STD.12
40–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Themen-Speed-Dating45 Min. · Ganze Klasse

Gastgespräch: Ein Tag als Informatiker

Laden Sie einen Praktiker ein, z. B. einen Data Scientist. Schüler bereiten im Voraus Fragen vor, führen das Gespräch und erstellen anschließend ein Protokoll mit Schlüsselpunkten. Abschließende Plenumdiskussion verbindet Inhalte mit eigenen Ideen.

Was macht ein Data Scientist den ganzen Tag?

ModerationstippLaden Sie für das Gastgespräch gezielt Informatiker ein, die verschiedene Berufsfelder abdecken, damit die Lernenden ein breites Spektrum kennenlernen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Berufsbild (z.B. Data Scientist). Sie sollen auf der Rückseite drei Kernaufgaben, zwei benötigte Hard Skills und einen wichtigen Soft Skill notieren.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Berufsalltag nachstellen

Teilen Sie Rollen wie Entwickler, Projektleiter und Kunde aus. Gruppen simulieren ein 15-minütiges Meeting zu einem App-Projekt, inklusive Problemlösung und Präsentation. Reflexion: Welche Skills waren entscheidend?

Warum ist Informatik heute ein interdisziplinäres Feld?

ModerationstippStellen Sie beim Rollenspiel sicher, dass die Rollenkarten konkrete Szenarien aus dem Berufsalltag enthalten, z.B. eine Kundensituation oder ein Teammeeting.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum ist es heute für Informatiker wichtiger denn je, über den Tellerrand ihres Fachs hinauszuschauen und mit Experten aus anderen Bereichen zusammenzuarbeiten?' Sammeln Sie Antworten und diskutieren Sie die Bedeutung der Interdisziplinarität.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Themen-Speed-Dating60 Min. · Kleingruppen

Recherche-Stationen: Berufsfelder erkunden

Richten Sie Stationen zu fünf Berufen ein mit Videos, Jobbeschreibungen und Kompetenzkarten. Gruppen rotieren, sammeln Infos und erstellen ein Plakat. Gemeinsame Präsentation fasst Vielfalt zusammen.

Welche Soft Skills sind für Informatiker genauso wichtig wie das Coden?

ModerationstippBereiten Sie für die Recherche-Stationen klare Arbeitsaufträge vor, die die Lernenden anleiten, welche Informationen sie zu den Berufsfeldern sammeln sollen.

Worauf zu achten istGeben Sie den Lernenden eine Liste von zehn Kompetenzen (fünf Hard Skills, fünf Soft Skills). Bitten Sie sie, für zwei vorgegebene Berufsbilder (z.B. KI-Entwickler, IT-Administrator) jeweils drei der wichtigsten Kompetenzen auszuwählen und kurz zu begründen, warum diese relevant sind.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Themen-Speed-Dating40 Min. · Partnerarbeit

Soft-Skills-Workshops: Kompetenzen trainieren

Stationen zu Teamarbeit, Präsentation und Problemlösung. Schüler üben in Pairs, z. B. ein Coding-Problem kollaborativ lösen, und bewerten sich gegenseitig. Verbindung zu realen Jobs diskutieren.

Was macht ein Data Scientist den ganzen Tag?

ModerationstippNutzen Sie die Soft-Skills-Workshops, um gezielt Feedbackrunden einzubauen, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen reflektieren und gegenseitig wertschätzen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Berufsbild (z.B. Data Scientist). Sie sollen auf der Rückseite drei Kernaufgaben, zwei benötigte Hard Skills und einen wichtigen Soft Skill notieren.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Bei diesem Thema ist es wichtig, die Lernenden von Anfang an aktiv einzubinden und ihnen Raum zu geben, ihre eigenen Fragen zu den Berufsfeldern zu entwickeln. Vermeiden Sie Frontalunterricht, der nur Listen von Berufen vermittelt. Stattdessen sollten Sie durch gezielte Impulse, wie z.B. kurze Videoclips oder Erfahrungsberichte, Neugier wecken. Studien zeigen, dass Schülerinnen und Schüler besonders dann nachhaltig lernen, wenn sie die Inhalte mit persönlichen Erfahrungen verknüpfen können.

Am Ende der Einheit sollen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Berufsbilder benennen können, sondern deren tägliche Herausforderungen, benötigte Kompetenzen und gesellschaftliche Relevanz erklären. Erfolg zeigt sich darin, wenn sie in Diskussionen und Rollenspielen gezielt auf die Unterschiede zwischen den Berufen eingehen und ihre eigenen Stärken für diese Felder reflektieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Gastgesprächs 'Ein Tag als Informatiker' hören einige Lernende nur die technischen Aspekte und denken, Informatikberufe drehen sich nur um Programmieren.

    Nutzen Sie das Gastgespräch, um gezielt nach den täglichen Aufgaben zu fragen, die nicht direkt mit Programmieren zu tun haben, z.B. Kommunikation mit Kunden oder Dokumentation. Halten Sie diese Antworten an der Tafel fest und vergleichen Sie sie mit den Vorerfahrungen der Lernenden.

  • Während des Rollenspiels 'Berufsalltag nachstellen' denken einige Lernende, Informatiker arbeiten isoliert am Computer.

    Beobachten Sie während des Rollenspiels, wie oft die Schülerinnen und Schüler miteinander interagieren müssen, z.B. in Teammeetings oder bei Kundenanfragen. Nutzen Sie die Reflexionsphase, um diese Beobachtungen bewusst zu machen und zu betonen, wie zentral Teamarbeit ist.

  • Während der Recherche-Stationen 'Berufsfelder erkunden' glauben einige Lernende, nur Mathe-Profis werden erfolgreich Informatiker.

    Fordern Sie die Lernenden auf, in ihren Recherche-Ergebnissen nach Berufen zu suchen, die besonders kreative oder kommunikative Fähigkeiten erfordern, z.B. UX-Designer oder IT-Berater. Diskutieren Sie im Plenum, warum diese Fähigkeiten genauso wichtig sind wie technische Kompetenzen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden