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Aufstieg des NationalsozialismusAktivitäten & Unterrichtsstrategien

Aktives Lernen hilft Schülerinnen und Schülern, die komplexen Ursachen und Mechanismen des nationalsozialistischen Aufstiegs im wahrsten Sinne zu begreifen. Durch das Erleben historischer Prozesse statt passiver Wissensrezeption wird die Bedeutung von Propaganda, Gewalt und politischen Entscheidungen unmittelbar nachvollziehbar.

Klasse 13Brüche und Kontinuitäten: Deutschland und die Welt im 20. Jahrhundert4 Aktivitäten40 Min.60 Min.

Lernziele

  1. 1Analysieren Sie die wirtschaftlichen und politischen Faktoren, die zur Destabilisierung der Weimarer Republik beitrugen und die NSDAP begünstigten.
  2. 2Erklären Sie die Funktion von Propaganda und paramilitärischen Organisationen (SA) bei der Mobilisierung und Radikalisierung der Wählerschaft.
  3. 3Bewerten Sie die Rolle und die Motive konservativer Eliten bei der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler.
  4. 4Vergleichen Sie die Wahlkampfstrategien der NSDAP mit denen anderer Parteien in der Spätphase der Weimarer Republik.

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50 Min.·Kleingruppen

Lernen an Stationen: Ursachenfaktoren

Richten Sie fünf Stationen ein: Wirtschaftskrise (Diagramme), Versailles (Vertragsauszüge), Propaganda (Plakate), SA-Gewalt (Zeitungsberichte), Eliten (Briefe von Papen). Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Belege und diskutieren Implikationen.

Vorbereitung & Details

Analysieren Sie die Gründe für den Wahlerfolg der NSDAP in der Spätphase der Weimarer Republik.

Moderationstipp: Stellen Sie beim Stationenlernen sicher, dass jede Station klare Arbeitsaufträge und Zeitvorgaben enthält, damit die Gruppen im Fluss bleiben.

Setup: Im Raum verteilte Tische/Stationen

Materials: Stationskarten mit Arbeitsanweisungen, Unterschiedliche Materialien je Station, Timer für die Rotation

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
45 Min.·Kleingruppen

Wahlsimulation: NSDAP-Erfolge

Teilen Sie die Klasse in Parteien ein. Schüler erhalten Wahldaten 1928-1933 und simulieren Kampagnen mit Plakaten. Am Ende bewerten sie per Abstimmung, welche Faktoren den Aufstieg erklärten.

Vorbereitung & Details

Erklären Sie die Rolle der Propaganda und der SA im Aufstieg der Nationalsozialisten.

Moderationstipp: Bei der Wahlsimulation achten Sie darauf, dass die Schüler die Ergebnisse der Weimarer Wahlen exakt analysieren und nicht nur oberflächlich vergleichen.

Setup: Gruppentische mit Platz für die Fallunterlagen

Materials: Fallstudien-Paket (3-5 Seiten), Arbeitsblatt mit Analyseraster, Präsentationsvorlage

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
60 Min.·Ganze Klasse

Gerichtsprozess: Machtergreifung

Formen Sie Ankläger, Verteidiger und Zeugen. Schüler präsentieren Quellen zur Rolle von SA und Eliten. Die Jury fällt ein Urteil basierend auf Beweisen.

Vorbereitung & Details

Bewerten Sie die Verantwortung der konservativen Eliten für die Machtergreifung Hitlers.

Moderationstipp: Bereiten Sie beim Gerichtsprozess die Rollenkarten detailliert vor, damit die Schüler die historischen Akteure authentisch verkörpern können.

Setup: Gruppentische mit Platz für die Fallunterlagen

Materials: Fallstudien-Paket (3-5 Seiten), Arbeitsblatt mit Analyseraster, Präsentationsvorlage

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
40 Min.·Partnerarbeit

Debatte: Schlüsseldaten

Gruppen bauen eine interaktive Timeline mit 1930-1933-Ereignissen. Jede Gruppe verteidigt die Bedeutung eines Datums in einer Runde.

Vorbereitung & Details

Analysieren Sie die Gründe für den Wahlerfolg der NSDAP in der Spätphase der Weimarer Republik.

Moderationstipp: Bei der Timeline-Debatte geben Sie den Schülern konkrete Leitfragen, um die Diskussion auf Schlüsseldaten zu fokussieren.

Setup: Zwei sich gegenüberstehende Teams, Sitzplätze für das Publikum

Materials: Thesenkarte für die Debatte, Recherche-Dossier für jede Seite, Bewertungsbogen für das Publikum, Stoppuhr

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit

Dieses Thema unterrichten

Für diesen Themenbereich bewährt sich ein multiperspektivischer Ansatz, der ideologische Faktoren mit strukturellen und persönlichen Motiven verbindet. Vermeiden Sie eine vereinfachte Darstellung des Nationalsozialismus als 'unvermeidbaren' Prozess. Stattdessen sollten die Entscheidungsräume und Alternativen der historischen Akteure im Mittelpunkt stehen. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass die Kombination aus Stationenlernen, Rollenspielen und Quellenarbeit besonders nachhaltiges Geschichtsbewusstsein fördert.

Was Sie erwartet

Am Ende der Einheit können die Lernenden erklären, wie strukturelle Krisen und strategische Entscheidungen zusammenwirkten. Sie analysieren Quellen kritisch, erkennen Machtmechanismen und beurteilen Handlungsalternativen in historischen Situationen.

Diese Aktivitäten sind ein Ausgangspunkt. Die vollständige Mission ist das Erlebnis.

  • Vollständiges Moderationsskript mit Lehrkraft-Dialogen
  • Druckfertige Schülermaterialien, bereit für den Unterricht
  • Differenzierungsstrategien für jeden Lerntyp
Mission erstellen

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungWährend der Wahlsimulation: 'Die NSDAP hatte eine absolute Mehrheit der Stimmen.' achten Sie darauf, dass die Schüler die tatsächlichen Wahlergebnisse exakt aus den Diagrammen ablesen und Koalitionsmöglichkeiten kritisch prüfen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Nach dem Stationenlernen zu Ursachenfaktoren verweisen Sie die Schüler auf die Wahldiagramme und lassen sie gemeinsam berechnen, wie die NSDAP trotz Minderheitenanteil an die Macht gelangte.

Häufige FehlvorstellungWährend der Quellenanalyse in Stationen: 'Nur Hitlers Charisma führte zum Erfolg.' greifen Sie ein, um die Bedeutung systematischer Propaganda zu betonen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Nach dem Stationenlernen lassen Sie die Schüler die Propaganda-Materialien analysieren und in einer Peer-Diskussion die Frage stellen: 'Welche Strategien außer Charisma prägten den Erfolg?'

Häufige FehlvorstellungWährend des Rollenspiels als konservative Eliten: 'Diese waren machtlos.' unterbrechen Sie die Diskussion, um die tatsächlichen Entscheidungsprozesse zu hinterfragen.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Nach dem Gerichtsprozess zur Machtergreifung lassen Sie die Schüler in einer Reflexionsrunde bewerten, welche Alternativen die Eliten hatten und warum sie sich für Hitler entschieden.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Nach der Wahlsimulation lassen Sie die Schüler auf einer Karteikarte drei Hauptgründe für den NSDAP-Erfolg notieren und einen Satz dazu schreiben, wie die SA zur Machtübernahme beitrug.

Diskussionsfrage

Nach dem Gerichtsprozess stellen Sie die Frage: 'Inwieweit waren die konservativen Eliten für die Ernennung Hitlers verantwortlich, und welche Alternativen hatten sie?' und leiten eine strukturierte Diskussion.

Kurze Überprüfung

Während des Stationenlernens bitten Sie die Schüler, die Definition von 'Gleichschaltung' in eigenen Worten zu formulieren und ein Beispiel zu nennen, wie sie sich auf das tägliche Leben auswirkte.

Erweiterungen & Unterstützung

  • Fordern Sie schnelle Gruppen auf, eine fiktive Rede Hitlers aus der Perspektive eines konservativen Elitenmitglieds zu verfassen.
  • Für unsichere Schüler bereiten Sie ein Begriffsglossar mit zentralen Begriffen wie 'Gleichschaltung' oder 'SA' vor.
  • Für vertiefende Arbeit können die Schüler ein Plakat zur Machtübernahme erstellen, das lokale Beispiele aus ihrer Region einbezieht.

Schlüsselvokabular

MachtergreifungDer Prozess, durch den die NSDAP am 30. Januar 1933 die politische Macht in Deutschland übernahm und die parlamentarische Demokratie beendete.
VolksgemeinschaftEin zentrales Propagandakonzept der Nationalsozialisten, das eine rassisch homogene, sozial geeinte und autoritär geführte Gesellschaft beschwor.
GleichschaltungDie systematische Unterordnung aller staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen unter die Kontrolle der NSDAP nach 1933.
NotverordnungenGesetzgebungsverfahren, die es dem Reichspräsidenten erlaubten, ohne Zustimmung des Reichstags zu regieren, was die parlamentarische Demokratie untergrub.
AntisemitismusEine Ideologie, die Juden als minderwertig oder als Bedrohung darstellt und zu Hass und Verfolgung aufruft; ein Kernbestandteil der nationalsozialistischen Ideologie.

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