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Geographie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Industrie und Dienstleistung: Strukturwandel in Städten

Aktiver Unterricht macht den Strukturwandel greifbar, weil Schülerinnen und Schüler an konkreten Beispielen erkennen, wie wirtschaftliche Veränderungen ihr direktes Umfeld prägen. Durch handlungsorientierte Methoden verstehen sie Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Stadtplanung und ihrem eigenen Leben besser als durch reine Theorie.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - RaumstrukturenKMK: Sekundarstufe I - Standortfaktoren
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Standortfaktoren erkunden

Richten Sie Stationen ein: Karte mit Verkehrsnetzen, Arbeitskräfte-Statistiken, Marktanalysen und Infrastrukturmodelle. Gruppen notieren Einflüsse pro Station, diskutieren dann gemeinsam. Abschluss: Bewertung eines fiktiven Firmenstandorts.

Erklären Sie die Standortfaktoren, die die Ansiedlung von Industrie- und Dienstleistungsunternehmen beeinflussen.

ModerationstippLassen Sie beim Stationenlernen die Schülergruppen ihre Ergebnisse direkt auf einer großen Wandkarte markieren, damit regionale Unterschiede sichtbar werden.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte einer fiktiven Stadt. Sie sollen drei Standortfaktoren benennen, die für die Ansiedlung eines neuen Dienstleistungsunternehmens wichtig wären, und begründen, warum diese Faktoren für die Stadt entscheidend sind.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Fallstudienanalyse50 Min. · Kleingruppen

Fallstudien-Gruppenarbeit: Ruhrgebiet vs. München

Teilen Sie Städtepaare aus, liefern Daten zu Sektorwandel. Gruppen erstellen Zeitstrahlen und Infografiken zu Veränderungen. Präsentation mit Diskussion der Konsequenzen.

Analysieren Sie, wie der Strukturwandel das wirtschaftliche und soziale Gefüge von Städten verändert.

ModerationstippFühren Sie beim Rollenspiel klare Rollenprofile ein (z.B. Investor, Anwohner, Politiker), damit die Diskussionen zielgerichtet bleiben.

Worauf zu achten istLehrer stellt folgende Frage in die Klasse: 'Nennt mir ein Beispiel für eine Dienstleistung, die es früher so nicht gab, aber heute wichtig für unsere Städte ist. Erklärt kurz, warum diese Dienstleistung entstanden ist.'

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Rollenspiel35 Min. · Ganze Klasse

Rollenspiel: Standortentscheidung

Schüler verkörpern Firmenleiter, Stadtplaner und Bürger. Sie debattieren Faktoren für eine neue Ansiedlung anhand gegebener Szenarien. Abstimmung und Reflexion folgen.

Beurteilen Sie die Bedeutung einer gut ausgebauten Infrastruktur für die Wirtschaftskraft einer Region.

ModerationstippNutzen Sie beim Kartenvergleich einen Leitfaden mit Symbolen, damit die Schüler die Sektorstrukturen systematisch auswerten können.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie in Kleingruppen: 'Welche Vor- und Nachteile hat der Strukturwandel für die Menschen, die in einer Stadt leben, die sich stark verändert?' Jede Gruppe präsentiert die wichtigsten Diskussionspunkte.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Fallstudienanalyse30 Min. · Partnerarbeit

Kartenvergleich: Sektorstrukturen

Verteilen Sie aktuelle und historische Stadtpläne. Individuen markieren Industrie- und Dienstleistungsstandorte, teilen dann in Paaren Beobachtungen.

Erklären Sie die Standortfaktoren, die die Ansiedlung von Industrie- und Dienstleistungsunternehmen beeinflussen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte einer fiktiven Stadt. Sie sollen drei Standortfaktoren benennen, die für die Ansiedlung eines neuen Dienstleistungsunternehmens wichtig wären, und begründen, warum diese Faktoren für die Stadt entscheidend sind.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf lokale Bezüge, um den Strukturwandel für Schüler relevant zu machen. Vermeiden Sie abstrakte Statistiken – stattdessen helfen konkrete Beispiele wie der Wandel des Ruhrgebiets von der Kohleindustrie zur Gesundheitswirtschaft. Geben Sie den Lernenden Raum, eigene Beobachtungen zu machen, statt nur Fakten zu reproduzieren. Die Kombination aus Analyse und Empathie (z.B. durch Rollenspiele) fördert ein ganzheitliches Verständnis.

Am Ende der Einheit können die Lernenden Standortfaktoren benennen, Unterschiede zwischen Industrie- und Dienstleistungsstandorten erklären und die sozialen Folgen des Strukturwandels abwägen. Sie nutzen Karten, Daten und Rollenspiele, um ihre Argumente zu untermauern und kritisch zu diskutieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens zu Standortfaktoren hören Sie vielleicht Äußerungen wie 'Industrie ist immer schmutzig und überholt, Dienstleistungen sauber und modern'.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die Station mit Fallbeispielen zu modernen Industrien wie der Automobilbranche in Wolfsburg, die hochtechnisiert und umweltfreundlich sind. Fordern Sie die Schüler auf, die Vor- und Nachteile beider Sektoren anhand der bereitgestellten Daten zu vergleichen.

  • Während des Rollenspiels zur Standortentscheidung könnte die Aussage fallen: 'Strukturwandel führt nur zu Arbeitslosigkeit'.

    Nutzen Sie die vorbereiteten Rollenkarten, die sowohl Jobverluste als auch neue Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor aufzeigen. Fordern Sie die Schüler auf, in der Diskussion konkrete Beispiele für neue Berufe zu nennen und die Qualifikationen dafür zu benennen.

  • Während des Kartenvergleichs der Sektorstrukturen könnte die Annahme entstehen: 'Standortfaktoren sind überall gleich'.

    Verweisen Sie auf die unterschiedlichen Symbole und Farben auf den Karten (z.B. Häfen, Universitäten, Autobahnen). Fordern Sie die Schüler auf, zwei Städte direkt zu vergleichen und die einzigartigen Faktoren jeder Region zu benennen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden