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Geographie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Landwirtschaft im Wandel: Konventionell vs. Ökologisch

Aktive Lernformen passen besonders gut zu diesem Thema, weil Schülerinnen und Schüler durch eigenes Handeln komplexe Zusammenhänge zwischen Umwelt, Wirtschaft und Landwirtschaft begreifen. Das direkte Vergleichen von Methoden und Daten fördert kritisches Denken und macht abstrakte Begriffe wie Bodenfruchtbarkeit oder Biodiversität greifbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Mensch-Umwelt-BeziehungKMK: Sekundarstufe I - Wirtschaftsräume
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Vergleich der Methoden

Richten Sie vier Stationen ein: Düngung (Bodenproben mit/nicht Dünger), Schädlingsbekämpfung (Modelle mit Insektenfallen), Ernteertrag (Waagen mit simulierten Ernten) und Biodiversität (Bilder von Feldern). Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Unterschiede.

Analysieren Sie die Faktoren, die die Standortwahl und Anbauentscheidungen in der Landwirtschaft beeinflussen.

ModerationstippLassen Sie beim Stationenlernen klare Zeitvorgaben und eine selbstständige Dokumentation der Ergebnisse in Tabellenform zu, um die Vergleichbarkeit zu sichern.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in zwei Gruppen: eine vertritt die konventionelle, die andere die ökologische Landwirtschaft. Geben Sie jeder Gruppe spezifische Daten zu Erträgen, Kosten und Umweltauswirkungen. Lassen Sie sie Argumente für ihre jeweilige Methode sammeln und in einer moderierten Debatte präsentieren, wobei sie sich auf die Kernfragen des Themas beziehen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Debatte30 Min. · Partnerarbeit

Debatte: Pro und Contra

Teilen Sie die Klasse in Paare auf, die für konventionell oder ökologisch argumentieren. Jede Seite bereitet drei Punkte vor, präsentiert und widerlegt den Gegner. Abschließende Klassenabstimmung.

Vergleichen Sie die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft.

ModerationstippBegrenzen Sie die PaardeBATTE auf 10 Minuten Pro- und Contra-Argumente pro Seite, um eine ausgewogene Diskussion zu gewährleisten.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält eine Karte mit einer der Kernfragen. Sie sollen eine kurze Antwort (2-3 Sätze) formulieren, die eine spezifische Auswirkung der konventionellen oder ökologischen Landwirtschaft auf die Umwelt oder die Wirtschaft in Deutschland beschreibt.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Fallstudienanalyse40 Min. · Kleingruppen

Regionen-Kartenarbeit: Standortfaktoren

Schüler markieren auf einer Deutschlandkarte Landwirtschaftsregionen und notieren Klima, Boden und Anbaumethoden. In Kleingruppen vergleichen sie Auswirkungen und präsentieren Funde.

Beurteilen Sie die Rolle nachhaltiger Landwirtschaft für die Ernährungssicherheit und den Umweltschutz.

ModerationstippFordern Sie bei der Kartenarbeit gezielt auf, Klimadaten wie Niederschlag und Temperatur in die Standortanalyse einzubeziehen, um lokale Unterschiede sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istErstellen Sie eine Tabelle mit zwei Spalten: 'Konventionell' und 'Ökologisch'. Geben Sie den Schülern eine Liste von Merkmalen (z.B. 'Einsatz von Kunstdünger', 'Förderung von Bestäubern', 'Hohe Erträge pro Hektar'). Die Schüler ordnen jedes Merkmal der passenden Landwirtschaftsform zu und begründen kurz eine Zuordnung.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Fallstudienanalyse35 Min. · Einzelarbeit

Infografik-Workshop: Nachhaltigkeit

Individuell entwerfen Schüler Infografiken zu Vor- und Nachteilen beider Systeme. Gemeinsam besprechen und abstimmen über beste Lösungen für die Zukunft.

Analysieren Sie die Faktoren, die die Standortwahl und Anbauentscheidungen in der Landwirtschaft beeinflussen.

ModerationstippIm Infografik-Workshop sollten Schülerinnen und Schüler zunächst Rohdaten in Gruppen auswerten, bevor sie diese visuell aufbereiten.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in zwei Gruppen: eine vertritt die konventionelle, die andere die ökologische Landwirtschaft. Geben Sie jeder Gruppe spezifische Daten zu Erträgen, Kosten und Umweltauswirkungen. Lassen Sie sie Argumente für ihre jeweilige Methode sammeln und in einer moderierten Debatte präsentieren, wobei sie sich auf die Kernfragen des Themas beziehen.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen bei diesem Thema auf eine Balance zwischen Faktenvermittlung und eigenem Erleben. Sie vermeiden es, eine Landwirtschaftsform als eindeutig besser darzustellen, sondern lenken den Blick auf Zielkonflikte wie Ertrag vs. Nachhaltigkeit. Wichtig ist, dass Schülerinnen und Schüler selbst Daten interpretieren und regionale Besonderheiten erkunden, statt vorgefertigte Meinungen zu übernehmen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich daran, dass Schülerinnen und Schüler sachlich über konventionelle und ökologische Landwirtschaft diskutieren können und dabei Daten, regionale Unterschiede sowie langfristige Auswirkungen berücksichtigen. Sie erkennen Nuancen und vermeiden pauschale Urteile.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens 'Vergleich der Methoden' hören Sie vielleicht Schüleräußerungen wie: 'Ökologische Landwirtschaft liefert immer weniger Ertrag als die konventionelle.'

    Nutzen Sie die Station mit realen Ertragsdaten aus Norddeutschland und Bayern. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die Daten zu vergleichen und zu beschreiben, unter welchen Bedingungen ökologische Landwirtschaft stabilere Erträge liefern kann.

  • Während der PaardeBATTE 'Pro und Contra' könnte eine Gruppe behaupten: 'Konventionelle Landwirtschaft schadet der Umwelt mehr, ohne Vorteile.'

    Fordern Sie die Gruppe auf, ihre Behauptung mit konkreten Beispielen aus der Debatte zu belegen. Stellen Sie gezielt Fragen, wie: 'Welche Vorteile sehen Sie für die Ernährungssicherheit?' und lenken Sie die Diskussion auf Mischformen.

  • Bei der Regionen-Kartenarbeit 'Standortfaktoren' könnte ein Schüler sagen: 'Die Standortwahl hängt nur vom Boden ab.'

    Nutzen Sie die physischen Karten und Klimadaten. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, auch Wasserverfügbarkeit und Marktnähe in ihre Analyse einzubeziehen und zu begründen, warum diese Faktoren entscheidend sind.


In dieser Übersicht verwendete Methoden