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Geographie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Ernährungssicherung und Welthunger

Aktives Lernen eignet sich besonders für dieses Thema, weil Hunger ein vielschichtiges Problem ist. Schülerinnen und Schüler müssen komplexe Zusammenhänge selbst erkennen, um Vorurteile abzubauen und Handlungsoptionen zu entwickeln. Durch praktische Methoden wird abstraktes Wissen konkret erfahrbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - ErnährungssicherheitKMK: Sekundarstufe I - Entwicklungspolitik
35–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Ursachen analysieren

Richten Sie Stationen zu natürlichen (Dürre-Modelle mit Sand und Wasser), sozioökonomischen (Armut durch Rollenspiele) und Verteilungsfaktoren (globale Karten) ein. Gruppen notieren Beobachtungen und präsentieren. Abschließende Plenumdiskussion verbindet Stationen.

Analysieren Sie die komplexen Ursachen des Welthungers, einschließlich natürlicher und sozioökonomischer Faktoren.

ModerationstippGeben Sie den Stationen Materialien an die Hand, die natürliche und sozioökonomische Faktoren klar trennen, damit die Schüler die Unterschiede direkt erkennen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Welche Rolle spielt der Klimawandel bei der Entstehung von Hunger in bestimmten Regionen der Welt?' Lassen Sie die Schüler in Kleingruppen diskutieren und anschließend die wichtigsten Diskussionspunkte im Plenum vorstellen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Debatte50 Min. · Kleingruppen

Debatte: Lösungsansätze bewerten

Teilen Sie die Klasse in Pro- und Kontra-Gruppen für Ansätze wie GVO oder faire Handel ein. Jede Gruppe bereitet Argumente vor, debattiert 10 Minuten pro Paar. Bewertung durch Abstimmung und Reflexion.

Erklären Sie die Herausforderungen bei der globalen Ernährungssicherung.

ModerationstippLegen Sie in der Debattenrunde klare Rollen fest, damit alle Schüler aktiv teilnehmen und ihre Argumente strukturiert einbringen können.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einer Karteikarte zwei Hauptursachen für Welthunger zu notieren und für jede Ursache einen konkreten Lösungsansatz zu beschreiben, der in der Unterrichtseinheit besprochen wurde.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Projektbasiertes Lernen60 Min. · Kleingruppen

Projektbasiertes Lernen: Nachhaltiges Ernährungskonzept

Gruppen entwerfen ein Konzept für eine Region mit Hunger, inklusive Landwirtschaft, Verteilung und Bildung. Sie recherchieren, zeichnen Karten und präsentieren. Peer-Feedback rundet ab.

Bewerten Sie verschiedene Lösungsansätze zur Bekämpfung des Hungers und zur Förderung nachhaltiger Ernährungssysteme.

ModerationstippSorgen Sie beim Projekt für eine klare Zeitplanung, damit die Schüler ihre Konzepte konkret und umsetzbar entwickeln.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von verschiedenen landwirtschaftlichen Praktiken (z.B. Monokultur, Agroforstwirtschaft, vertikale Farmen). Fragen Sie die Schüler, welche dieser Praktiken am ehesten zur globalen Ernährungssicherung beitragen und warum.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

World Café35 Min. · Partnerarbeit

Datenworkshop: Hungerindizes

Verteilen Sie FAO-Daten zu Hungerregionen. Individuen plotten Diagramme, teilen in Paaren Interpretationen und diskutieren globale Trends im Plenum.

Analysieren Sie die komplexen Ursachen des Welthungers, einschließlich natürlicher und sozioökonomischer Faktoren.

ModerationstippNutzen Sie im Datenworkshop konkrete Beispiele aus dem Welthungerindex, damit die Schüler die Daten direkt auf Regionen beziehen können.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Welche Rolle spielt der Klimawandel bei der Entstehung von Hunger in bestimmten Regionen der Welt?' Lassen Sie die Schüler in Kleingruppen diskutieren und anschließend die wichtigsten Diskussionspunkte im Plenum vorstellen.

VerstehenAnwendenAnalysierenSozialbewusstseinBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte arbeiten mit realen Daten und Beispielen, weil diese das abstrakte Thema greifbar machen. Vermeiden Sie vereinfachende Darstellungen, wie etwa die Reduktion von Hunger auf natürliche Katastrophen. Stattdessen zeigen Sie gezielt auf, wie politische und wirtschaftliche Entscheidungen den Zugang zu Nahrung beeinflussen. Forschungsergebnisse zeigen, dass Schüler durch eigene Recherche und Diskussion nachhaltiger lernen als durch reine Informationsvermittlung.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schülerinnen und Schüler die Ursachen und Lösungsansätze für Welthunger differenziert erklären können. Sie sollen globale Zusammenhänge benennen und eigene Schlussfolgerungen für nachhaltige Ernährung ziehen. Die Debatten und Projekte sollen fundiert und lösungsorientiert sein.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens 'Ursachen analysieren' könnte die Aussage fallen: 'Welthunger entsteht nur durch natürliche Katastrophen.'

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die Station mit den sozioökonomischen Faktoren. Fordern Sie die Schüler auf, die dort gelisteten Ursachen wie Armut und Konflikte mit den natürlichen Faktoren zu vergleichen und zu gewichten.

  • In der Debattenrunde 'Lösungsansätze bewerten' könnte geäußert werden: 'Es gibt nicht genug Nahrung auf der Erde.'

    Nutzen Sie die Debattenkarten mit den Produktions- und Verteilungsdaten. Fordern Sie die Schüler auf, diese Daten zu interpretieren und in Beziehung zu den genannten Lösungsansätzen zu setzen.

  • Beim Projekt 'Nachhaltiges Ernährungskonzept' könnte die Idee entstehen: 'Hilfsprogramme lösen Hunger allein.'

    Verweisen Sie auf die Projektunterlagen mit den Beispielen für langfristige Ansätze. Fordern Sie die Schüler auf, ihre Konzepte an lokalen Strukturen auszurichten und nicht nur auf kurzfristige Hilfe zu setzen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden