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Argumentieren und Diskutieren · 2. Halbjahr

Struktur einer Argumentation

Aufbau von Argumenten nach dem Schema Behauptung, Begründung und Beispiel.

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Leitfragen

  1. Was macht ein Argument überzeugend und glaubwürdig?
  2. Warum reicht eine bloße Behauptung in einer Diskussion nicht aus?
  3. Wie findet man passende Beispiele, um die eigene Meinung zu stützen?

KMK Bildungsstandards

KMK: Sekundarstufe I - Sprechen und ZuhörenKMK: Sekundarstufe I - Schreiben
Klasse: Klasse 6
Fach: Deutsch 6: Welten entdecken und Sprache gestalten
Einheit: Argumentieren und Diskutieren
Zeitraum: 2. Halbjahr

Über dieses Thema

Die Struktur einer Argumentation vermittelt Schülerinnen und Schülern in Klasse 6, wie man überzeugende Argumente nach dem klaren Schema Behauptung, Begründung und Beispiel aufbaut. Eine bloße Behauptung wie 'Handys sollten im Unterricht verboten werden' wird durch eine Begründung ('weil sie die Konzentration stören') und ein Beispiel ('In einer Studie lenkten Handys 30 Prozent der Schüler ab') gestärkt. Dies macht Argumente glaubwürdig und diskussionsfähig. Die Lernenden beantworten damit Fragen wie: Was macht ein Argument überzeugend? Warum reicht eine Meinung allein nicht aus? Wie stützt man sie mit passenden Beispielen?

Im Rahmen der KMK-Standards für Sekundarstufe I zu Sprechen, Zuhören und Schreiben verknüpft das Thema mündliche Diskussion mit schriftlicher Formulierung. Es schult kritisches Denken, Empathie für Gegenargumente und die Fähigkeit, Meinungen logisch zu ordnen. Schüler lernen, Alltagsthemen wie Umweltschutz oder Freizeitnutzung argumentativ zu bearbeiten, was Transfer zu realen Debatten ermöglicht.

Aktives Lernen eignet sich hervorragend, weil Schüler die Struktur selbst erproben, Argumente austauschen und Feedback erhalten. So internalisieren sie das Schema durch Praxis und erkennen Schwächen in eigenen und fremden Begründungen intuitiv.

Lernziele

  • Klassifizieren Sie gegebene Aussagen nach Behauptung, Begründung und Beispiel.
  • Erklären Sie die Funktion jeder Komponente (Behauptung, Begründung, Beispiel) in einer Argumentationsstruktur.
  • Konstruieren Sie ein einfaches Argument zu einem vorgegebenen Thema unter Verwendung des Schemas Behauptung, Begründung, Beispiel.
  • Analysieren Sie kurze Texte auf die Struktur und Schlüssigkeit ihrer Argumente.

Bevor es losgeht

Meinungen äußern und begründen

Warum: Schüler müssen bereits gelernt haben, ihre eigene Meinung zu formulieren, bevor sie lernen, diese mit Struktur zu untermauern.

Einfache Textanalyse

Warum: Grundlegendes Verständnis dafür, wie Sätze und Ideen in einem Text zusammenhängen, ist notwendig, um die Struktur von Argumenten zu erkennen.

Schlüsselvokabular

BehauptungEine klare Aussage oder Meinung, die im Laufe der Argumentation verteidigt werden soll.
BegründungDer Grund oder die Erklärung, warum die Behauptung richtig oder wahr ist.
BeispielEin konkreter Fall, eine Beobachtung oder eine Information, die die Begründung und somit die Behauptung veranschaulicht und stützt.
ArgumentationsschemaDie feste Reihenfolge und Verbindung von Behauptung, Begründung und Beispiel, um eine Meinung überzeugend darzustellen.

Ideen für aktives Lernen

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Bezüge zur Lebenswelt

In einer Schuldiskussion über Hausaufgaben können Schüler lernen, ihre Meinung mit klaren Behauptungen ('Hausaufgaben sind wichtig'), Begründungen ('weil sie das Gelernte vertiefen') und Beispielen ('wie das Üben von Matheaufgaben') zu untermauern.

Journalisten nutzen diese Struktur, um Nachrichtenartikel zu schreiben, in denen sie eine zentrale These aufstellen, diese mit Fakten und Expertenmeinungen begründen und durch konkrete Fallbeispiele veranschaulichen.

Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

Häufige FehlvorstellungEine bloße Behauptung ist schon ein vollständiges Argument.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Viele Schüler halten Meinungen für ausreichend, ohne Begründung oder Beispiel. Aktive Paardiskussionen zeigen schnell, warum Gegenargumente sie entkräften. Durch gegenseitiges Testen lernen sie, Lücken zu schließen und Glaubwürdigkeit zu steigern.

Häufige FehlvorstellungBeispiele müssen immer persönliche Erlebnisse sein.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Schüler greifen oft nur auf Eigenes zurück und ignorieren Fakten oder Allgemeines. Gruppen-Sortieraufgaben mit verschiedenen Beispielen erweitern den Horizont. Peer-Feedback hilft, passende und überzeugende Beispiele zu wählen.

Häufige FehlvorstellungJe länger die Begründung, desto besser das Argument.

Was Sie stattdessen lehren sollten

Lange Texte wirken oft unstrukturiert. Rollenspiele mit Timer zwingen zur Präzision. Schüler erkennen, dass klare, knappe Begründungen mit starkem Beispiel wirksamer sind.

Ideen zur Lernstandserhebung

Lernstandskontrolle

Geben Sie den Schülern drei Sätze vor, von denen einer eine Behauptung, einer eine Begründung und einer ein Beispiel ist. Die Schüler sollen die Sätze korrekt zuordnen und benennen, welche Rolle sie im Argument spielen.

Kurze Überprüfung

Stellen Sie eine einfache Behauptung auf, z.B. 'Schokolade ist das beste Pausenessen'. Bitten Sie die Schüler, eine passende Begründung und ein konkretes Beispiel dafür zu schreiben. Überprüfen Sie die Antworten auf logische Verknüpfung.

Gegenseitige Bewertung

Die Schüler schreiben ein kurzes Argument zu einem Thema (z.B. 'Warum Haustiere gut für Kinder sind'). Sie tauschen ihre Argumente mit einem Partner aus und prüfen anhand einer Checkliste: Ist eine Behauptung vorhanden? Gibt es eine klare Begründung? Ist das Beispiel passend und stützt es die Begründung? Geben Sie Feedback.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist die Struktur einer Argumentation nach KMK?
Die Struktur folgt dem Schema Behauptung (klare Position), Begründung (logischer Grund) und Beispiel (konkretes Stützendes). Dies entspricht den KMK-Standards für Sprechen und Schreiben in Sek I. Schüler üben, Argumente mündlich und schriftlich zu formen, um Diskussionen fair und überzeugend zu gestalten. Praxis mit Alltagsthemen festigt die Kompetenz.
Wie finde ich passende Beispiele für Argumente?
Gute Beispiele sind konkret, relevant und stützen die Begründung direkt, z. B. Statistiken, Alltagsbeobachtungen oder Vergleiche. Lassen Sie Schüler themenspezifische Karten sammeln und in Gruppen bewerten. Das trainiert Auswahl und Integration, macht Argumente greifbar und überzeugend.
Wie fördert aktives Lernen das Verständnis der Argumentationsstruktur?
Aktives Lernen aktiviert durch Paar- und Gruppenarbeit das Schema: Schüler bauen Argumente selbst, testen sie in Debatten und erhalten sofortiges Feedback. Das schafft Ownership und zeigt Schwächen praxisnah. Im Vergleich zu Frontalunterricht bleibt die Struktur länger im Gedächtnis, da emotionale Beteiligung und Peer-Interaktion das Lernen vertiefen.
Warum reicht eine bloße Behauptung in Diskussionen nicht aus?
Eine Behauptung ohne Begründung und Beispiel wirkt subjektiv und angreifbar. Gegner können sie leicht widerlegen. Das Schema schafft Objektivität und Tiefe, was Diskussionen konstruktiv macht. Übungen wie Pro-Contra-Rollenspiele demonstrieren das: Starke Argumente gewinnen durch Logik und Evidenz.