Skip to content
Deutsch · Klasse 11

Ideen für aktives Lernen

Medienkonvergenz und Crossmedia

Medienkonvergenz und Crossmedia sind abstrakte Konzepte, die Schülerinnen und Schüler am besten durch aktive Auseinandersetzung begreifen. Indem sie Kanäle selbst vergleichen und Kampagnen praktisch zerlegen, wird die Theorie greifbar und der Transfer in den Alltag möglich.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - MedienformateKMK: Sekundarstufe II - Digitale Medien
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Medienkanäle erkunden

Richten Sie Stationen für TV, Social Media, Print und Apps ein. Gruppen testen Inhalte auf jedem Kanal, notieren Unterschiede in Präsentation und Interaktion. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Wie verändert Medienkonvergenz die Art und Weise, wie wir Informationen konsumieren?

ModerationstippLassen Sie die Schülerinnen und Schüler beim Stationenlernen in Kleingruppen nicht nur Materialien sammeln, sondern auch direkt notieren, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten sie zwischen den Kanälen erkennen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine fiktive Kampagne (z.B. für ein neues Smartphone). Sie sollen auf einem Zettel zwei Medienkanäle nennen, die für eine Crossmedia-Strategie genutzt werden könnten, und kurz begründen, warum diese Kanäle synergetisch wirken.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Projektbasiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Crossmedia-Analyse: Kampagne zerlegen

Wählen Sie eine reale Kampagne wie eine Werbeserie. Paare zerlegen sie in Komponenten, bewerten Synergien und diskutieren Auswirkungen auf Nutzer. Präsentieren Sie Ergebnisse mit Beispielen.

Analysieren Sie die Vorteile von Crossmedia-Strategien für Medienunternehmen.

ModerationstippFordern Sie bei der Crossmedia-Analyse gezielt auf, nicht nur Kanäle zu benennen, sondern auch die Nutzerführung und Botschaften zu vergleichen, um die synergetischen Effekte zu verstehen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Welche Vorteile bietet Medienkonvergenz für die Nutzer, und welche Nachteile können sich daraus ergeben?' Die Schülerinnen und Schüler diskutieren in Kleingruppen und sammeln Argumente, die anschließend im Plenum vorgestellt werden.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Projektbasiertes Lernen60 Min. · Kleingruppen

Konzeptentwicklung: Eigenes Crossmedia-Projekt

Gruppen wählen ein Thema wie Klimawandel und entwerfen ein Konzept mit drei Kanälen. Skizzieren Sie Inhalte, Zielgruppen und Verknüpfungen. Testen Sie es durch Peer-Feedback.

Entwickeln Sie ein Crossmedia-Konzept für ein aktuelles Thema.

ModerationstippBeobachten Sie beim Rollenspiel, ob die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Kampagnen präsentieren, sondern auch auf Rückfragen des Publikums eingehen und ihre Strategie verteidigen können.

Worauf zu achten istZeigen Sie einen kurzen Ausschnitt einer Crossmedia-Kampagne (z.B. einen TV-Spot mit Verweis auf eine App). Die Schülerinnen und Schüler schreiben auf einen Zettel, welche anderen Medienformate (digital oder analog) sie sich im Umfeld dieser Kampagne vorstellen könnten und warum.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeitEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Rollenspiel40 Min. · Ganze Klasse

Rollenspiel: Medienunternehmen pitcht

Ein Team als Agentur pitcht ein Crossmedia-Konzept an ein fiktives Unternehmen. Andere bewerten Vorteile und Schwächen. Rotieren Sie Rollen für alle.

Wie verändert Medienkonvergenz die Art und Weise, wie wir Informationen konsumieren?

ModerationstippGeben Sie beim Konzeptentwicklung keine fertigen Vorgaben, sondern lassen Sie die Schülerinnen und Schüler zunächst frei Ideen sammeln, bevor Sie gezielt auf Zielgruppen und Kanäle eingehen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine fiktive Kampagne (z.B. für ein neues Smartphone). Sie sollen auf einem Zettel zwei Medienkanäle nennen, die für eine Crossmedia-Strategie genutzt werden könnten, und kurz begründen, warum diese Kanäle synergetisch wirken.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Deutsch-Aktivitäten passen

Nutzen, bearbeiten, drucken oder teilen.

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrungsgemäß gelingt das Thema am besten, wenn die Lehrkraft als Moderator agiert und Schülerinnen und Schüler durch gezielte Impulsfragen zum Nachdenken anregt. Vermeiden Sie Frontalunterricht zu theoretischen Modellen – stattdessen stehen praktische Beispiele und eigene Analysen im Mittelpunkt. Forschung zeigt, dass Lernende komplexe Medienphänomene besser verstehen, wenn sie sie selbst anwenden und diskutieren dürfen.

Am Ende des Stationenlernens und der Analyse können Schülerinnen und Schüler erklären, wie Medienkanäle verschmelzen und welche Auswirkungen dies auf Nutzer und Unternehmen hat. Ihre eigenen Projekte zeigen, dass sie Strategien gezielt einsetzen und Vor- und Nachteile abwägen können.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens zur Medienkanälen erkennen viele Schülerinnen und Schüler nur oberflächliche Verbindungen zwischen TV und Internet.

    Nutzen Sie die Stationen, um gezielt nach Beispielen für multidirektionale Verknüpfungen zu fragen, etwa wenn Social-Media-Posts auf TV-Sendungen verweisen oder umgekehrt. Die Schülerinnen und Schüler sollen an jeder Station mindestens eine konkrete Verknüpfung notieren und präsentieren.

  • Während der Diskussion zur Crossmedia-Analyse wird oft behauptet, Überflutung sei der einzige Nachteil für Nutzer.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, während der Kampagnenanalyse gezielt nach personalisierten Inhalten oder nutzerfreundlichen Elementen zu suchen. Die Ergebnisse werden in einer Tabelle gegenübergestellt, um die positiven Effekte sichtbar zu machen.

  • Während des Rollenspiels zum Medienunternehmen wird häufig angenommen, Konvergenz bringe keine wirtschaftlichen Vorteile.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler im Pitch ihre Kampagnen mit konkreten Daten (z.B. Reichweite, Nutzerinteraktion) untermauern. Nutzen Sie im Anschluss die Fallstudien aus dem Stationenlernen, um die wirtschaftlichen Synergien empirisch zu belegen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden