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Chemie · Klasse 9

Ideen für aktives Lernen

Titration zur Konzentrationsbestimmung

Titration ist ein präzises Verfahren, das exaktes Arbeiten und Verständnis für stöchiometrische Zusammenhänge erfordert. Durch aktive Experimente mit Materialien wie Pipetten, Kolben und Indikatoren verinnerlichen Schülerinnen und Schüler die Bedeutung jeder einzelnen Handlung und erkennen, wie Theorie und Praxis zusammenhängen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen: Chemische ReaktionKMK: Sekundarstufe I - Erkenntnisgewinnung: Experiment
20–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Forschungskreis45 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Essig-Titration

Paare pipettieren 10 ml Essigessig in einen Kolben, tropfen Phenolphthalein hinzu und titrieren mit 0,1 M NaOH. Sie notieren das Titriervolumen beim Farbwechsel und berechnen die Säurekonzentration. Abschließend vergleichen sie Ergebnisse mit Partner.

Erklären Sie das Prinzip der Titration zur Konzentrationsbestimmung.

ModerationstippAchten Sie bei der Essig-Titration darauf, dass Paare ihre Pipettiergenauigkeit gegenseitig kontrollieren und protokollieren.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Titrationsschritt (z.B. Pipettieren des Analyt, Zugabe des Indikators, Titrieren bis Farbänderung). Die Schüler schreiben auf die Rückseite eine kurze Erklärung, warum dieser Schritt wichtig ist und welche Fehlerquelle hier auftreten könnte.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Forschungskreis50 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Indikatorvergleich

Richten Sie Stationen mit verschiedenen Indikatoren (Phenolphthalein, Methylorange, BTB) ein. Gruppen titrieren HCl mit NaOH an jeder Station, protokollieren Umschlagpunkte und diskutieren Unterschiede. Rotation alle 10 Minuten.

Analysieren Sie die Bedeutung des Äquivalenzpunktes bei einer Titration.

ModerationstippStellen Sie bei der Stationenrotation sicher, dass jeder Indikator mit der gleichen Titrantlösung verglichen wird, um faire Ergebnisse zu erhalten.

Worauf zu achten istStellen Sie folgende Frage an die Tafel: 'Sie haben 10 ml Essig (Dichte ca. 1 g/ml) mit einer Natronlauge (0,1 mol/l) titriert und 80 ml verbraucht. Berechnen Sie die Stoffmengenkonzentration der Essigsäure.' Schüler zeigen ihre Rechenwege auf kleinen Whiteboards.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Forschungskreis40 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Fehleranalyse

Die Klasse titriert gemeinsam eine Standardlösung, variiert bewusst Parameter wie Tropfgeschwindigkeit oder Indikator Menge. Jeder notiert Beobachtungen, dann gemeinsame Auswertung und Diskussion von Abweichungen.

Entwickeln Sie eine Titrationsmethode zur Bestimmung der Säurekonzentration in Essig.

ModerationstippBeobachten Sie während der Fehleranalyse, ob Schülerinnen und Schüler systematische Fehler von zufälligen unterscheiden und gezielt verbessern können.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Warum ist der Äquivalenzpunkt wichtig, aber der Indikator zeigt uns den Endpunkt an? Können diese beiden Punkte immer identisch sein? Erklären Sie Ihre Gedanken.' Ermutigen Sie die Schüler, ihre Antworten mit Beispielen zu untermauern.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Forschungskreis20 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Rechenaufgabe

Schüler erhalten fiktive Titrierdaten und berechnen Konzentrationen unter Variation von Volumina. Sie erstellen eine Tabelle und begründen Abweichungen vom Sollwert.

Erklären Sie das Prinzip der Titration zur Konzentrationsbestimmung.

ModerationstippGeben Sie bei der Rechenaufgabe klare Hinweise zur Einheitenumrechnung und stöchiometrischen Verhältnissen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Titrationsschritt (z.B. Pipettieren des Analyt, Zugabe des Indikators, Titrieren bis Farbänderung). Die Schüler schreiben auf die Rückseite eine kurze Erklärung, warum dieser Schritt wichtig ist und welche Fehlerquelle hier auftreten könnte.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Titrationen erfordern Geduld und Genauigkeit. Erfahrene Lehrkräfte betonen die Bedeutung des sorgfältigen Pipettierens und Rührens, um präzise Ergebnisse zu erzielen. Vermeiden Sie es, die Durchführung zu schnell abzuarbeiten. Nutzen Sie Alltagsbeispiele wie Haushaltsessig, um die Relevanz zu verdeutlichen. Forschung zeigt, dass wiederholtes Üben in kleinen Gruppen das Verständnis für stöchiometrische Berechnungen festigt.

Am Ende der Einheit können Schülerinnen und Schüler eine Titration selbstständig durchführen, den Äquivalenzpunkt erkennen und die unbekannte Konzentration korrekt berechnen. Sie verstehen den Unterschied zwischen Äquivalenzpunkt und Endpunkt und können Fehlerquellen benennen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation Indikatorvergleich beobachten Schüler oft, dass Schüler Äquivalenzpunkt und Endpunkt als identisch ansehen.

    Nutzen Sie die Stationen, um gezielt zu fragen: Warum ändert sich die Farbe erst nach dem stöchiometrischen Umsatz? Lassen Sie Schüler ihre Beobachtungen in einer Tabelle festhalten und vergleichen.

  • Während der Paararbeit Essig-Titration meinen Schüler, dass ein höherer Titrantverbrauch immer eine höhere Konzentration des Analyten bedeutet.

    Fordern Sie die Paare auf, ihre Protokolle zu vergleichen und zu diskutieren, warum die Konzentration aus dem stöchiometrischen Verhältnis berechnet wird, nicht aus dem Volumen allein.

  • Während der Stationenrotation Indikatorvergleich vermuten Schüler, dass Indikatoren die Konzentration des Analyten beeinflussen.

    Lassen Sie Schüler eine Titration ohne Indikator durchführen und vergleichen Sie die Ergebnisse. Diskutieren Sie gemeinsam, warum Indikatoren in Spuren verwendet werden und welche Rolle sie tatsächlich spielen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden