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Chemie · Klasse 11

Ideen für aktives Lernen

Die Nernst-Gleichung und Konzentrationszellen

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil die Nernst-Gleichung theoretische Abhängigkeiten sichtbar macht, die Schülerinnen und Schüler sonst nur schwer nachvollziehen können. Durch Experimente, Berechnungen und Simulationen erleben sie direkt, wie Konzentration, Temperatur und Zelldesign das Potenzial beeinflussen.

KMK BildungsstandardsKMK: STD.52KMK: STD.56
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Problemorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Experiment: Konzentrationszelle aufbauen

Schüler bereiten zwei CuSO4-Lösungen mit unterschiedlichen Konzentrationen (0,1 M und 1 M) vor, verbinden sie mit einer Salzbrücke aus KCl-Agar und messen die Zellspannung mit einem Multimeter. Sie berechnen das theoretische Potenzial mit der Nernst-Gleichung und vergleichen Werte. Variationen mit anderen Konzentrationen testen die Abhängigkeit.

Erklären Sie, wie sich die Spannung einer Batterie während der Entladung verändert.

ModerationstippLassen Sie Schüler die Konzentrationszelle mit zwei Silberhalbzellen und unterschiedlichen Silberionenkonzentrationen selbst aufbauen, damit sie den Zusammenhang zwischen Konzentrationsgradient und Spannung direkt erleben.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülerinnen und Schülern eine Aufgabe, bei der sie das Potenzial einer einfachen Konzentrationszelle (z.B. Silber-Silbernitrat-Zelle mit unterschiedlichen Konzentrationen) mithilfe der Nernst-Gleichung berechnen müssen. Überprüfen Sie die korrekte Anwendung der Formel und die Einheiten.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Problemorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Berechnungsstationen: Nernst-Gleichung anwenden

Richten Sie Stationen mit Karten zu Elektroden, Konzentrationen und Temperaturen ein. Paare lösen Aufgaben, berechnen Potenziale und plotten Diagramme. Nach 10 Minuten rotieren sie und diskutieren Ergebnisse.

Analysieren Sie die Funktionsweise und das Potenzial einer Konzentrationszelle.

ModerationstippGeben Sie an den Berechnungsstationen konkrete Beispiele mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, damit alle den Umgang mit der Nernst-Gleichung üben können.

Worauf zu achten istBeginnen Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Warum wird die Spannung einer handelsüblichen Batterie (z.B. AA-Batterie) mit der Zeit geringer?' Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler ihre Antworten mit Bezug auf die Nernst-Gleichung und die veränderten Konzentrationen während der Entladung formulieren.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Planspiel35 Min. · Kleingruppen

Planspiel: Batterieentladung modellieren

Verwenden Sie eine App oder Excel, um Konzentrationsänderungen während der Entladung zu simulieren. Schüler starten mit Standardwerten, variieren Parameter und beobachten Spannungsabfall. Gruppen präsentiieren Vorhersagen.

Berechnen Sie das Elektrodenpotenzial unter Nicht-Standardbedingungen mithilfe der Nernst-Gleichung.

ModerationstippNutzen Sie die Simulation zur Batterieentladung, um die dynamische Veränderung der Spannung über die Zeit zu visualisieren und mit der Theorie abzugleichen.

Worauf zu achten istGeben Sie jeder Schülerin und jedem Schüler eine Karte mit einer Skizze einer Konzentrationszelle. Bitten Sie sie, die Richtung des Elektronenflusses und die Polarität der Elektroden zu bestimmen und eine kurze Begründung zu geben, warum ein Potenzial entsteht.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Problemorientiertes Lernen40 Min. · Partnerarbeit

Messreihe: Temperaturabhängigkeit

Schüler messen Potenziale einer Zelle bei verschiedenen Temperaturen (20°C, 40°C), notieren Daten und berechnen mit angepasster Nernst-Gleichung. Sie diskutieren Einflüsse in der Klasse.

Erklären Sie, wie sich die Spannung einer Batterie während der Entladung verändert.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülerinnen und Schülern eine Aufgabe, bei der sie das Potenzial einer einfachen Konzentrationszelle (z.B. Silber-Silbernitrat-Zelle mit unterschiedlichen Konzentrationen) mithilfe der Nernst-Gleichung berechnen müssen. Überprüfen Sie die korrekte Anwendung der Formel und die Einheiten.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrungsgemäß gelingt die Einführung am besten, wenn Sie die Gleichung schrittweise mit Beispielen aus Alltagsbatterien verknüpfen. Vermeiden Sie abstrakte Herleitungen ohne Bezug zur Praxis. Die Kombination aus Experiment, Berechnung und Modellierung fördert nachhaltiges Verständnis und korrigiert typische Fehlvorstellungen durch direkte Anschauung.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schülerinnen und Schüler die Nernst-Gleichung sicher anwenden, Konzentrationszellen erklären und die Spannungsabnahme in Batterien begründen können. Sie nutzen Messdaten und Berechnungen, um ihre Hypothesen zu überprüfen und Missverständnisse zu korrigieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Experiments 'Konzentrationszelle aufbauen' beobachten viele, dass das Potenzial nur von den Elektroden abhängt.

    Nutzen Sie die gemessenen Spannungen aus dem Experiment, um direkt zu zeigen, dass unterschiedliche Konzentrationen zu messbaren Potenzialunterschieden führen. Lassen Sie die Schüler die Ergebnisse mit der Nernst-Gleichung abgleichen.

  • Während der Berechnungsstationen 'Nernst-Gleichung anwenden' gehen einige Schüler davon aus, dass in Konzentrationszellen immer eine Redoxreaktion abläuft.

    Besprechen Sie nach den Berechnungen die Prozessschritte in der Zelle. Die Schüler erkennen durch die Berechnung ohne netto Reaktion, dass der Konzentrationsgradient selbst das Potenzial treibt.

  • Während der Messreihe 'Temperaturabhängigkeit' nehmen einige an, die Nernst-Gleichung gelte nur bei 25°C.

    Verwenden Sie die Messdaten aus der Temperaturreihe, um zu zeigen, dass die Gleichung die Temperatur explizit einbezieht. Lassen Sie die Schüler die theoretischen Werte mit den gemessenen vergleichen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden