Skip to content
Biologie · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Verhalten von Tieren

Aktives Lernen eignet sich besonders für dieses Thema, weil Schülerinnen und Schüler tierisches Verhalten nicht nur theoretisch verstehen, sondern durch Beobachtung, Nachahmung und Experimente selbst entdecken können. Die Kombination aus praktischen Stationen und kreativen Methoden fördert nachhaltiges Verständnis für komplexe Zusammenhänge zwischen angeborenem und erlerntem Verhalten.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - SystemKMK: Sekundarstufe I - Erkenntnisgewinnung
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel45 Min. · Kleingruppen

Beobachtungsstationen: Tierverhalten

Richten Sie Stationen mit Videos oder Modellen ein: Balz bei Vögeln, Brutpflege bei Fischen, Jagd bei Spinnen. Gruppen beobachten 5 Minuten pro Station, notieren Verhaltensweisen und diskutieren angeboren oder erlernt. Abschließende Präsentation.

Erklären Sie den Unterschied zwischen angeborenem und erlerntem Verhalten.

ModerationstippLegen Sie für die Beobachtungsstationen klare Beobachtungsaufträge fest, die zwischen angeborenem und erlerntem Verhalten unterscheiden – so bleiben die Schülerinnen und Schüler fokussiert.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Tierbild (z.B. Biber, Adler, Wolf). Sie schreiben auf die Rückseite: 1) Nennen Sie eine typische Verhaltensweise dieses Tieres. 2) Ordnen Sie diese Verhaltensweise als angeboren oder erlernt ein und begründen Sie kurz.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Sozialverhalten

Teilen Sie Rollen zu: Rudeltiere bei der Jagd oder Vogelschar. Schülerinnen und Schüler proben Kommunikationssignale, wie Laute oder Gesten, und reflektieren in der Gruppe den Zweck für das Überleben.

Analysieren Sie die Bedeutung von Kommunikation und Sozialverhalten bei Tieren.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, ein Tier lebt plötzlich in einer Umgebung, in der seine angeborenen Verhaltensweisen nicht mehr zum Erfolg führen. Welche Rolle spielt dann erlerntes Verhalten für sein Überleben?' Leiten Sie eine Klassendiskussion, bei der verschiedene Szenarien und Anpassungsstrategien besprochen werden.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Planspiel50 Min. · Partnerarbeit

Experiment: Lernen bei Insekten

Bauen Sie Labyrinthe für Kakerlaken oder Ameisen. Gruppen messen, wie Tiere Wege lernen, und vergleichen mit ersten Versuchen. Diskutieren Sie Instinkt vs. Lernen anhand der Daten.

Beurteilen Sie die Rolle von Instinkten und Lernprozessen für das Überleben von Tieren.

Worauf zu achten istZeigen Sie kurze Videoclips von verschiedenen Tierverhalten (z.B. Vogel singt, Katze putzt sich, Ameisen tragen Nahrung). Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler auf einem Arbeitsblatt die Nummer des Videos und das beobachtete Verhalten notieren. Anschließend klassifizieren sie es als angeboren oder erlernt.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Planspiel35 Min. · Ganze Klasse

Datenanalyse: Wildtiervideos

Zeigen Sie Clips von Tieren in der Natur. Individuen notieren Verhaltensmuster, teilen in der Klasse und klassifizieren als angeboren oder erlernt. Erstellen Sie eine gemeinsame Tabelle.

Erklären Sie den Unterschied zwischen angeborenem und erlerntem Verhalten.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Tierbild (z.B. Biber, Adler, Wolf). Sie schreiben auf die Rückseite: 1) Nennen Sie eine typische Verhaltensweise dieses Tieres. 2) Ordnen Sie diese Verhaltensweise als angeboren oder erlernt ein und begründen Sie kurz.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Biologie-Aktivitäten passen

Nutzen, bearbeiten, drucken oder teilen.

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen auf eine klare Trennung zwischen Beobachtung und Interpretation. Vermeiden Sie es, vorab alle Antworten vorzugeben. Stattdessen lenken Sie die Aufmerksamkeit auf Details in Videos oder Tierhandlungen und lassen die Schülerinnen und Schüler selbst Schlüsse ziehen. Nutzen Sie Alltagsbezüge wie Haustierverhalten, um abstrakte Konzepte greifbar zu machen.

Am Ende des Themas können Schülerinnen und Schüler angeborene und erlernte Verhaltensweisen unterscheiden, typische tierische Verhaltensmuster benennen und deren Bedeutung für das Überleben der Tiere erklären. Sie nutzen Beobachtungen und Daten, um ihre Erkenntnisse zu begründen und zu diskutieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Alle Tierverhalten sind rein angeboren.

    Während des Rollenspiels Sozialverhalten achten Sie darauf, dass Schülerinnen und Schüler typische Verhaltensmuster wie Nachahmung oder Rollenverteilung bewusst einsetzen, um zu erkennen, dass auch erlerntes Verhalten eine zentrale Rolle spielt.

  • Tiere kommunizieren nicht bewusst.

    Bei der Datenanalyse von Wildtiervideos fordern Sie die Klasse auf, gezielt nach Kommunikationssignalen in den Videos zu suchen und diese in einer Tabelle zu klassifizieren, um bewusste Signalgebung zu identifizieren.

  • Instinkte machen Lernen überflüssig.

    Beim Experiment Lernen bei Insekten lenken Sie die Aufmerksamkeit auf Verhaltensänderungen nach mehrmaliger Wiederholung, um zu zeigen, dass auch instinktgesteuerte Tiere durch Erfahrung ihr Verhalten anpassen können.


In dieser Übersicht verwendete Methoden