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Biologie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Resorption und Stoffwechsel

Aktive Lernformate helfen Schülern, die oft abstrakten Vorgänge von Resorption und Stoffwechsel greifbar zu machen. Durch Stationsarbeit, Experimente und Rollenspiele werden die Prozesse im Dünndarm und in der Leber für alle Sinne erlebbar und nachhaltig im Gedächtnis verankert.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - FachwissenKMK: Sekundarstufe I - System
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Dünndarm-Resorption

Richten Sie Stationen ein: 1. Modellbau mit Luftballons für Zotten. 2. Experiment mit Dialysebeutel für Nährstoffdiffusion. 3. Fettverdauung mit Seife und Öl beobachten. Gruppen rotieren und protokollieren Ergebnisse.

Erklären Sie den Prozess der Nährstoffaufnahme im Dünndarm.

ModerationstippLassen Sie die Schüler beim Stationenlernen Dünndarm-Resorption die Zotten und Mikrovilli aus Knetmasse nachbilden, um die Oberflächenvergrößerung zu visualisieren.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Grafik des Dünndarms mit Zotten. Sie sollen drei Nährstoffgruppen (Kohlenhydrate, Fette, Proteine) benennen und kurz beschreiben, wie sie jeweils resorbiert werden. Zusätzlich sollen sie die Funktion der Leber in einem Satz beschreiben.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Stoffwechselpfade

Schüler verkörpern Nährstoffe (Glukose, Aminosäure), Enzyme und Organe. Sie durchlaufen Stationen von Mund bis Leber und erklären Umwandlungen. Abschlussdiskussion klärt Rollen.

Analysieren Sie, wie der Körper Nährstoffe zur Energiegewinnung und zum Aufbau von Substanzen nutzt.

ModerationstippBeim Rollenspiel Stoffwechselpfade achten Sie darauf, dass jeder Schüler mindestens einen Stoffwechselprozess aktiv darstellt und die anderen zuordnen müssen.

Worauf zu achten istStellen Sie folgende Fragen: 1. Was ist die Hauptfunktion der Dünndarmzotten? 2. Nennen Sie ein Beispiel für einen katabolen Prozess und ein Beispiel für einen anabolen Prozess. 3. Warum ist die Leber für den Stoffwechsel so wichtig?

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Fallstudienanalyse20 Min. · Partnerarbeit

Experiment: Stärke zu Glukose

Testen Sie Speichel auf Amylase: Brot kauen, mit Jod testen. Messen Sie Glukose mit Teststreifen. Diskutieren Sie Ergebnisse in Paaren.

Beurteilen Sie die Bedeutung der Leber für den Stoffwechsel.

ModerationstippBeim Experiment Stärke zu Glukose geben Sie den Schülern klare Zeitvorgaben für die Beobachtung, damit die enzymatische Spaltung deutlich wird.

Worauf zu achten istDiskutieren Sie mit den Schülern: 'Stellen Sie sich vor, ein Teil Ihres Dünndarms würde nicht richtig funktionieren. Welche Folgen hätte das für Ihren Körper und wie könnte die Leber versuchen, diese Folgen abzumildern?'

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Fallstudienanalyse35 Min. · Kleingruppen

Leber-Modell: Glykogenspeicher

Bauen Sie aus Knete Leberzellen mit Glykogenkugeln. Simulieren Sie Speicherung und Abbau durch Bewegungen. Gruppen präsentieren Funktionen.

Erklären Sie den Prozess der Nährstoffaufnahme im Dünndarm.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Grafik des Dünndarms mit Zotten. Sie sollen drei Nährstoffgruppen (Kohlenhydrate, Fette, Proteine) benennen und kurz beschreiben, wie sie jeweils resorbiert werden. Zusätzlich sollen sie die Funktion der Leber in einem Satz beschreiben.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Vermeiden Sie reine Frontalvorlesungen zu diesem Thema, da die Komplexität der Vorgänge oft zu Passivität führt. Stattdessen kombinieren Sie interaktive Modelle mit hands-on-Experimenten, um die dynamischen Prozesse greifbar zu machen. Nutzen Sie die natürliche Neugier der Schüler, indem Sie sie selbst Hypothesen aufstellen lassen, die sie im Experiment überprüfen. Achten Sie darauf, dass sie die Begriffe Resorption, Diffusion und Stoffwechselaktivität klar trennen und anwenden können.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass Schüler die Aufnahmewege der Nährstoffe differenziert erklären, die Funktion von Zotten und Mikrovilli benennen und die Rolle der Leber im Stoffwechselnetzwerk beschreiben können. Sie nutzen Fachbegriffe korrekt und wenden ihr Wissen auf neue Kontexte an.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens Dünndarm-Resorption glauben einige Schüler, dass Nährstoffe unverändert ins Blut aufgenommen werden.

    Nutzen Sie die Station mit den Dialysebeuteln, um zu zeigen, dass nur kleine Moleküle wie Glukose, Fettsäuren und Aminosäuren passieren. Stellen Sie gezielte Fragen wie: 'Warum müssen Kohlenhydrate erst zerlegt werden?' und lassen Sie die Schüler die Ergebnisse protokollieren.

  • Während des Rollenspiels Stoffwechselpfade denken Schüler, die Leber produziere nur Galle.

    Weisen Sie die Schüler an, im Rollenspiel auch die Funktionen Speicherung, Umwandlung und Entgiftung zuzuordnen. Geben Sie ihnen Kärtchen mit diesen Begriffen und lassen Sie sie diese während des Spiels den richtigen Prozessen zuordnen.

  • Während des Experiments Stärke zu Glukose glauben Schüler, dass der Stoffwechsel nur der Energiegewinnung dient.

    Fordern Sie die Schüler auf, nach dem Experiment zu überlegen, welche Rolle die entstandenen Glukosemoleküle neben der Energiegewinnung noch spielen könnten. Nutzen Sie die Ergebnisse, um den Aufbau von Glykogen in der Leber zu thematisieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden