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Biologie · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Befruchtung und Einnistung

Aktive Lernformen eignen sich hier, weil die Prozesse von Befruchtung und Einnistung räumlich und zeitlich schwer vorstellbar sind. Durch Bewegung, Modellbau und Rollenspiele werden abstrakte Abläufe greifbar und das Verständnis nachhaltiger verankert.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - FachwissenKMK: Sekundarstufe I - Entwicklung
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel35 Min. · Kleingruppen

Modellbau: Befruchtungssimulation

Schülerinnen und Schüler bauen mit Perlen (Spermien), einer Styroporkugel (Eizelle) und einem Schlauch (Eileiter) den Befruchtungsprozess nach. Sie rollen Perlen durch den Schlauch zur Kugel und markieren die Verschmelzung mit Farbe. Abschließend besprechen sie den Weg gemeinsam.

Erklären Sie den Weg der Spermien zur Eizelle und den Prozess der Befruchtung.

ModerationstippModellbau: Befruchtungssimulation: Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler mit Knetmasse oder Playmobilfiguren die Befruchtung nachbauen, um die räumliche Dynamik zu veranschaulichen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild oder einer kurzen Beschreibung eines Schrittes im Prozess von der Befruchtung bis zur Einnistung. Sie schreiben eine kurze Erklärung, was auf dem Bild/in der Beschreibung passiert und warum dieser Schritt wichtig ist.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Zeitstrahl-Challenge30 Min. · Partnerarbeit

Zeitstrahl-Challenge: Von Eizelle zur Einnistung

In Paaren zeichnen die Lernenden eine Zeitachse mit Schritten: Eisprung, Befruchtung, Teilung, Einnistung. Sie kleben Bilder oder Symbole an und notieren Dauer jedes Schritts. Die Paare präsentieren ihre Timelines der Klasse.

Analysieren Sie die Bedeutung der Einnistung für den Beginn einer Schwangerschaft.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum ist das Zeitfenster um den Eisprung herum am wichtigsten für eine mögliche Schwangerschaft?' Die Schülerinnen und Schüler notieren ihre Antwort auf einem Zettel. Sammeln Sie die Zettel, um das Verständnis zu überprüfen und häufige Missverständnisse zu identifizieren.

ErinnernVerstehenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Weg der Spermien

Vier Stationen: Anatomiemodell (Weg markieren), Videoanalyse (Spermienbewegung), Quiz (Wahrscheinlichkeiten), Diskussion (Zyklusfaktoren). Gruppen rotieren alle 7 Minuten und protokollieren Erkenntnisse.

Beurteilen Sie die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung im Kontext des Menstruationszyklus.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie erklären einem jüngeren Geschwisterkind, wie eine Schwangerschaft beginnt. Welche zwei Hauptschritte (Befruchtung und Einnistung) würden Sie erklären und wie würden Sie sie vereinfachen?'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Rollenspiel25 Min. · Ganze Klasse

Rollenspiel: Zyklus und Befruchtung

Die Klasse simuliert den Zyklus mit Karten (Hormone, Eizelle, Spermien). Individuen ziehen Karten und ordnen Ereignisse. Gemeinsam diskutieren sie, wann Befruchtung wahrscheinlich ist.

Erklären Sie den Weg der Spermien zur Eizelle und den Prozess der Befruchtung.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild oder einer kurzen Beschreibung eines Schrittes im Prozess von der Befruchtung bis zur Einnistung. Sie schreiben eine kurze Erklärung, was auf dem Bild/in der Beschreibung passiert und warum dieser Schritt wichtig ist.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Biologie-Aktivitäten passen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Unterrichten Sie dieses Thema handlungsorientiert und vermeiden Sie reine Frontalbeschulung. Nutzen Sie analoge Methoden wie Modellbau und Stationenarbeit, um komplexe biologische Prozesse zu veranschaulichen. Biologische Vorgänge sollten immer mit realen Bedingungen verknüpft werden, etwa durch den Bezug zum Menstruationszyklus und seinen Hormonen.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler den Weg der Spermien sowie die Vorgänge von Befruchtung und Einnistung lückenlos erklären. Sie erkennen die Bedeutung des Menstruationszyklus und können Faktoren für eine erfolgreiche Einnistung benennen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Modellbau: Befruchtungssimulation beobachten Sie, wie Schülerinnen und Schüler die Spermienbewegung beschreiben: 'Spermien finden die Eizelle wie von Zauberhand'.

    Fordern Sie sie auf, die chemischen Lockstoffe mit Duftstoffen (z.B. Vanilleextrakt) zu simulieren: Ein Tropfen Vanilleextrakt auf einem Wattebausch zeigt, wie Spermien durch chemische Signale zur Eizelle geleitet werden. Besprechen Sie dann gemeinsam, warum Bewegung und Strömung im Eileiter eine Rolle spielen.

  • Während der Timeline: Von Eizelle zur Einnistung äußern Schülerinnen und Schüler: 'Befruchtung bedeutet sofort ein Baby'.

    Nutzen Sie die gelegte Timeline als visuelle Grundlage: Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Tage zwischen Befruchtung und Einnistung markieren und erklären, warum erst die Einnistung die Schwangerschaft startet. Fragen Sie gezielt nach dem Unterschied zwischen Zygote, Blastozyste und Embryo.

  • Während der Stationen: Weg der Spermien vermuten Schülerinnen und Schüler: 'Einnistung passiert immer automatisch'.

    Verwenden Sie die Quizfragen an den Stationen: Stellen Sie konkrete Fragen wie 'Welche Hormone müssen im richtigen Verhältnis vorliegen, damit die Gebärmutterschleimhaut aufnahmefähig ist?' und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler ihre Antworten mit den Materialien an den Stationen überprüfen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden