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Psychologie · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Moralische Entwicklung nach Kohlberg

Lawrence Kohlbergs Theorie der Moralentwicklung untersucht, wie sich das moralische Urteilsvermögen von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter wandelt. In der 12. Klasse lernen die Schüler die drei Ebenen (präkonventionell, konventionell, postkonventionell) und deren sechs Stufen kennen. Dabei geht es nicht darum, *was* jemand entscheidet, sondern *wie* er seine Entscheidung begründet. Dies ist ein zentrales Thema für das Verständnis von Recht, Ethik und gesellschaftlichen Werten.

KMK BildungsstandardsEPA Psychologie 3.3: MoralentwicklungKLP NRW Psychologie: Werte und Moral
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Debatte45 Min. · Ganze Klasse

Debatte: Das Heinz-Dilemma

Die Klasse diskutiert das klassische Dilemma (Medikamentenklau zur Rettung der Ehefrau). Die Schüler werden in Gruppen eingeteilt, die Argumente auf verschiedenen Stufen der Moralentwicklung formulieren müssen, unabhängig von ihrer eigenen Meinung.

Wie entwickeln Menschen moralische Prinzipien?
AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Museumsgang40 Min. · Kleingruppen

Museumsgang: Moral in den Nachrichten

An Stationen hängen aktuelle Zeitungsartikel zu ethischen Streitfragen (z.B. Klimaproteste, Sterbehilfe). Die Schüler ordnen die dort geäußerten Argumente den Stufen Kohlbergs zu und begründen ihre Einschätzung.

Welche Stufen der Moralentwicklung gibt es?
VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Just Community

Schüler überlegen, wie eine Schule nach Kohlbergs Konzept der 'Just Community' (gerechte Gemeinschaft) organisiert sein müsste. Sie vergleichen ihre Ideen mit der aktuellen Schulstruktur und diskutieren die Umsetzbarkeit.

Handeln Menschen immer gemäß ihrem moralischen Urteil?
VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Eine höhere Stufe bedeutet, dass man ein 'besserer' Mensch ist.

    Kohlberg misst die kognitive Komplexität der Begründung, nicht die moralische Güte einer Person. Ein Mensch auf Stufe 5 kann die gleiche Entscheidung treffen wie einer auf Stufe 2, nur die Gründe unterscheiden sich. Diskussionen über Handlungsabsichten klären diesen Punkt.

  • Moralisches Urteilen führt automatisch zu moralischem Handeln.

    Es gibt eine Lücke zwischen Urteil und Handeln (Urteils-Handlungs-Diskrepanz). Faktoren wie Mut, Situation und Emotionen spielen eine große Rolle. Fallstudien zu Zivilcourage helfen, diesen Unterschied zu verstehen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden