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Physik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Eigenschaften von Dauermagneten

Aktives Handeln verankert die abstrakten Kräfte und Pole von Dauermagneten im konkreten Erleben. Wenn Schülerinnen und Schüler selbst mit Magneten experimentieren, prägen sich die Unterschiede zwischen Anziehung und Abstoßung sowie die Eigenschaften ferromagnetischer Stoffe nachhaltig ein. Die Stationen und Experimente machen das Unsichtbare sichtbar und fördern ein tiefes Verständnis durch eigene Beobachtungen.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - ErkenntnisgewinnungKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen
20–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Magnetpolen testen

Richten Sie vier Stationen ein: Anziehung/Abstoßung mit Stabmagneten, Polbestimmung mit Kompass, Zerbrechen-Simulation mit Modellmagneten, Materialtest mit Eisenkugeln. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Ergebnisse in einer Tabelle. Abschließende Plenumdiskussion.

Warum ziehen Magnete nur bestimmte Metalle an und andere nicht?

ModerationstippWährend des Stationenlernens 'Magnetpolen testen' die Schülerinnen und Schüler an jeder Station auffordern, ihre Beobachtungen direkt in eine vorbereitete Tabelle einzutragen, um Fluktuationen zwischen den Stationen zu vermeiden.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einer Karteikarte drei Materialien auflisten: eines, das von einem Magneten angezogen wird, eines, das abgestoßen wird (falls möglich, z.B. ein anderer Magnet), und eines, das keine Reaktion zeigt. Bitten Sie sie, kurz zu begründen, warum das erste Material angezogen wird.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Forschungskreis30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Kräfte messen

Paare hängen Magnete an Fäden auf und messen Abstandsabhängigkeit der Abstoßung mit Lineal. Sie variieren Pole und Distanzen, zeichnen Diagramme. Erklären Sie Ergebnisse gegenseitig.

Was passiert, wenn man einen Stabmagneten in der Mitte zerbricht?

ModerationstippBei der Paararbeit 'Kräfte messen' die Schülerinnen und Schüler anleiten, ihre Messergebnisse auf einer gemeinsamen Tafel festzuhalten, damit alle Gruppen die Werte vergleichen und diskutieren können.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Schülern zwei Magnetpole (z.B. Nordpol eines Stabmagneten und Südpol eines Hufeisenmagneten). Fragen Sie: 'Was wird zwischen diesen beiden Polen passieren und warum?' Sammeln Sie Antworten auf Zuruf oder durch Handzeichen.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Forschungskreis50 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Magnetweg bauen

Die Klasse konstruiert einen Parcours mit Magneten, Schienen und Kugeln. Testen Sie Anziehungspfade und Abstoßungshürden. Fotografieren Sie und diskutieren Sie Prinzipien.

Erklären Sie die Anziehung und Abstoßung von Magnetpolen.

ModerationstippBeim Bau des 'Magnetwegs' die Schülerinnen und Schüler darauf hinweisen, dass der Weg stabil und ohne direkte Berührung der Magnete funktionieren muss, um die Kraftwirkung zu verdeutlichen.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf und geben Sie jeder Gruppe einen zerbrochenen Stabmagneten. Stellen Sie die Frage: 'Was ist das Besondere an den beiden neuen Teilen im Vergleich zum ursprünglichen Magneten?' Fordern Sie die Gruppen auf, ihre Beobachtungen zu notieren und eine gemeinsame Erklärung zu formulieren.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Forschungskreis20 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Pol-Tagebuch

Jeder Schüler testet Haushaltsmagnete auf Pole mit einem Referenzmagneten. Zeichnen Sie Skizzen und listen Sie angezogene Materialien. Teilen Sie im Plenum.

Warum ziehen Magnete nur bestimmte Metalle an und andere nicht?

ModerationstippBeim Erstellen des 'Pol-Tagebuchs' die Schülerinnen und Schüler ermutigen, Skizzen und kurze Notizen direkt nach dem Experiment zu ergänzen, bevor die Details in Vergessenheit geraten.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler auf einer Karteikarte drei Materialien auflisten: eines, das von einem Magneten angezogen wird, eines, das abgestoßen wird (falls möglich, z.B. ein anderer Magnet), und eines, das keine Reaktion zeigt. Bitten Sie sie, kurz zu begründen, warum das erste Material angezogen wird.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Dieses Thema eignet sich besonders für handlungsorientierten Unterricht, da die Eigenschaften von Magneten durch Experimentieren und Beobachten erschlossen werden. Vermeiden Sie lange Frontalphasen, da die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge selbst entdecken sollen. Nutzen Sie Alltagsbeispiele wie Kühlschrankmagnete oder Kompasse, um die Relevanz zu verdeutlichen. Forschung zeigt, dass Schülerinnen und Schüler magnetische Kräfte besser verstehen, wenn sie zwischen Anziehung und Abstoßung unterscheiden und die Pole als unveränderliche Eigenschaften begreifen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler ferromagnetische Stoffe sicher identifizieren, die Wirkung von Nord- und Südpolen erklären und die Untrennbarkeit der Pole begründen können. Sie nutzen Fachbegriffe wie 'Anziehung', 'Abstoßung' und 'Ferromagnetika' korrekt und übertragen ihr Wissen auf neue Situationen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens 'Magnetpolen testen' beobachten, wie viele Schülerinnen und Schüler Kupfer oder Zink fälschlicherweise als magnetisch einstufen.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, ihre Vermutungen direkt am Sortierkasten zu überprüfen und die Ergebnisse in der Tabelle zu dokumentieren. Diskutieren Sie anschließend gemeinsam, warum nur Eisen, Nickel und Kobalt reagieren.

  • Während der Paararbeit 'Kräfte messen' nehmen Schülerinnen und Schüler an, dass ein zerbrochener Magnet nur noch einen Pol besitzt.

    Bitten Sie die Schülerinnen und Schüler, einen Stabmagneten vorsichtig zu zerbrechen und die neuen Pole mit farbigen Markierungen zu versehen. Lassen Sie sie beobachten, dass jeder Teil wieder zwei Pole hat und die Pole untrennbar sind.

  • Während des Stationenlernens 'Magnetpolen testen' unterschätzen Schülerinnen und Schüler die Stärke der Abstoßungskraft.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler gleiche Pole zweier Magnete mit einem Lineal schwebend halten und die Entfernung messen, bei der die Abstoßung beginnt. Vergleichen Sie diese mit den Anziehungskräften und diskutieren Sie die Ergebnisse in der Gruppe.


In dieser Übersicht verwendete Methoden