Skip to content
Physik · Klasse 12

Ideen für aktives Lernen

Rutherfordscher Streuversuch

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil Rutherfords Streuversuch komplexe räumliche Vorstellungen erfordert. Durch eigene Experimente und Simulationen erleben Schüler die Streuung direkt und verstehen atomare Strukturen leichter als durch reine Theorie. Die Kombination aus Modellbau und Datenanalyse macht abstrakte Konzepte greifbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe II - Fachwissen: MaterieKMK: Sekundarstufe II - Erkenntnisgewinnung: Experiment
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel45 Min. · Kleingruppen

Simulationsexperiment: Murmel-Streuung

Bauen Sie eine Goldfolie-Attrappe mit einem zentralen harten Kern aus Schaumstoff und werfen Sie Murmeln (Alpha-Teilchen) darauf. Gruppendiskussion: Warum durchdringen die meisten ungehindert? Messen Sie Ablenkungswinkel und vergleichen Sie mit Rutherford-Daten.

Warum wurden die meisten Alpha-Teilchen nicht abgelenkt?

ModerationstippHalten Sie bei der Murmel-Streuung eine ruhige Atmosphäre für präzises Beobachten, damit Schüler die unterschiedlichen Flugbahnen genau notieren können.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern ein Diagramm des Rutherford-Streuversuchs zur Verfügung. Bitten Sie sie, drei verschiedene Flugbahnen für Alpha-Teilchen zu zeichnen und zu beschriften: eine, die ungehindert durchgeht, eine, die leicht abgelenkt wird, und eine, die stark zurückprallt. Sie sollen kurz begründen, warum diese Ablenkungen auftreten.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Planspiel30 Min. · Partnerarbeit

Computer-Simulation: PhET Rutherford

Nutzen Sie die PhET-Simulation zum Streuversuch. Schüler justieren Energie und Folienstärke, protokollieren Streuverhältnisse und leiten Kernradius ab. Abschließende Präsentation der Ergebnisse.

Wie groß ist der Atomkern im Vergleich zur gesamten Atomhülle?

ModerationstippFordern Sie bei der PhET-Simulation die Schüler auf, systematisch die Variablen zu ändern und ihre Beobachtungen zu protokollieren.

Worauf zu achten istTeilen Sie die Klasse in Kleingruppen auf. Geben Sie jeder Gruppe die Aufgabe, die Grenzen des Rosinenkuchenmodells basierend auf Rutherfords Ergebnissen zu diskutieren. Jede Gruppe soll drei Punkte nennen, die das Rosinenkuchenmodell nicht erklären kann und die Rutherfords Experimente aufzeigten.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Planspiel40 Min. · Kleingruppen

Modellvergleich: Rosinenkuchen vs. Rutherford

Gruppen bauen Modelle beider Atomvorstellungen mit Knete und Stäbchen. Testen Sie mit Perlen als Alpha-Teilchen und diskutieren Sie Übereinstimmungen mit realen Daten.

Welche physikalischen Kräfte halten das Atom laut Rutherford zusammen?

ModerationstippVergleichen Sie beim Modellvergleich Rosinenkuchen und Rutherford direkt nebeneinander an der Tafel, um Unterschiede sichtbar zu machen.

Worauf zu achten istJeder Schüler erhält eine Karte mit der Frage: 'Welche Beobachtung im Rutherford-Streuversuch war am überraschendsten und warum?' Die Schüler schreiben eine kurze Antwort (2-3 Sätze) und geben die Karte am Ende der Stunde ab.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Planspiel35 Min. · Partnerarbeit

Berechnungsstation: Kernradius schätzen

Reichen Sie Formeln für Streuwinkel aus. Schüler berechnen Kernanteil aus Versuchsdaten, plotten Diagramme und vergleichen mit modernen Werten.

Warum wurden die meisten Alpha-Teilchen nicht abgelenkt?

ModerationstippLassen Sie bei der Berechnungsstation Schüler in Partnerarbeit den Kernradius schätzen und ihre Rechenwege gegenseitig erklären.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern ein Diagramm des Rutherford-Streuversuchs zur Verfügung. Bitten Sie sie, drei verschiedene Flugbahnen für Alpha-Teilchen zu zeichnen und zu beschriften: eine, die ungehindert durchgeht, eine, die leicht abgelenkt wird, und eine, die stark zurückprallt. Sie sollen kurz begründen, warum diese Ablenkungen auftreten.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Physik-Aktivitäten passen

Nutzen, bearbeiten, drucken oder teilen.

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einem lebendigen physischen Modell wie der Murmel-Streuung, um Neugier zu wecken. Sie vermeiden zu frühe Theorievermittlung und setzen stattdessen auf entdeckendes Lernen. Wichtig ist, dass Schüler selbst Hypothesen aufstellen und überprüfen, statt nur vorgefertigte Ergebnisse zu hören.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schüler Rutherfords Ergebnisse erklären können: warum die meisten Teilchen ungehindert passieren, wenige abgelenkt werden und wenige zurückprallen. Sie sollen Modelle vergleichen, Kernradius berechnen und die Grenzen des Rosinenkuchenmodells erkennen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Simulationsexperiment Murmel-Streuung beobachten manche Schüler, dass alle Murmeln gleichmäßig abgelenkt werden.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die unregelmäßige Verteilung der Ablenkungen und fragen Sie: 'Warum trifft nicht jede Murmel einen 'Kern'? Zeigen Sie, dass gleichmäßige Ladung in der Folie zu anderen Ergebnissen führen würde.'

  • Während der Computer-Simulation PhET Rutherford argumentieren einige, dass alle Alpha-Teilchen abgelenkt werden müssten, da Atome Masse haben.

    Nutzen Sie die Simulation, um Volumenverhältnisse zu vergleichen: 'Vergleicht die Größe des Kerns mit dem Atomdurchmesser. Warum verfehlen die meisten Teilchen den Kern?'

  • Während des Modellvergleichs Rosinenkuchen vs. Rutherford denken Schüler, der Kern werde durch Gravitation zusammengehalten.

    Zeigen Sie im Modellvergleich, wie geladene Teilchen in der Simulation auf Coulomb-Kräfte reagieren und fragen Sie: 'Welche Kraft wirkt hier – Anziehung oder Abstoßung?'


In dieser Übersicht verwendete Methoden