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Physik · Klasse 11

Ideen für aktives Lernen

Massenspektrometer und Zyklotron

Aktive Experimente mit geladenen Teilchen in Magnetfeldern machen abstrakte Konzepte wie die Lorentzkraft und das Masse-Ladungs-Verhältnis greifbar. Schülerinnen und Schüler begreifen Bewegungsabläufe besser, wenn sie Bahnen simulieren oder selbst Apparaturen bauen und direkt beobachten können, wie Felder wirken.

KMK BildungsstandardsKMK: STD.43KMK: STD.44
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel30 Min. · Partnerarbeit

Planspiel: Bahnen im Massenspektrometer

Schüler starten eine PhET-Simulation oder GeoGebra-App, justieren Magnetfeldstärke und Teilchenmassen. Sie messen Bahnradien und berechnen m/q-Verhältnisse. In Paaren vergleichen sie Ergebnisse mit realen Isotopen.

Erklären Sie, wie Isotope anhand ihrer Masse in einem Massenspektrometer getrennt werden können.

ModerationstippLassen Sie die Schüler während der Simulation Bahnen mit variierender Geschwindigkeit und Masse gezielt einstellen und beobachten, wie sich der Bahnradius ändert.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern ein Diagramm eines Massenspektrometers zur Verfügung. Bitten Sie sie, die Flugbahn eines leichteren und eines schwereren Isotops einzuzeichnen und zu erklären, warum sie unterschiedliche Radien aufweisen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Fallstudienanalyse45 Min. · Kleingruppen

Modellbau: Mini-Wien-Filter

Gruppen konstruieren einen Wien-Filter mit Batterien, Magneten und Folie als Detektor. Sie testen verschiedene Spannungen und beobachten, welche Perlen oder Ladungen durchkommen. Protokoll mit Skizzen der Selektion.

Analysieren Sie die Funktionsweise der Geschwindigkeitsselektion im Wien-Filter.

ModerationstippBauen Sie den Mini-Wien-Filter mit einfachen Materialien wie Permanentmagneten und Folien, damit die Schüler die Überlagerung von E- und B-Feld selbst nachvollziehen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer der Kernfragen. Die Schüler sollen in ein bis zwei Sätzen erklären, wie die Lorentzkraft in diesem Kontext angewendet wird, und ein Beispiel für eine Anwendung nennen.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Fallstudienanalyse50 Min. · Kleingruppen

Berechnungsstationen: Zyklotron-Design

Vier Stationen mit Aufgaben: Radius berechnen, Feldstärke skalieren, Energieerhöhung simulieren. Gruppen rotieren, lösen Gleichungen und diskutieren Skalierungsprobleme. Abschlusspräsentation.

Begründen Sie, warum Teilchenbeschleuniger extrem starke Magnetfelder benötigen.

ModerationstippGeben Sie bei den Berechnungsstationen konkrete Zielvorgaben für Radius oder Frequenz vor, damit die Gruppen ihre Ergebnisse direkt prüfen können.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion darüber, warum Teilchenbeschleuniger für die Erforschung des Universums und die Entwicklung neuer Materialien unerlässlich sind. Fragen Sie: 'Welche Rolle spielen starke Magnetfelder dabei, die Grenzen der Energie zu verschieben?'

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Fallstudienanalyse35 Min. · Partnerarbeit

Video-Analyse: CERN-Beschleuniger

Klasse schaut CERN-Video, pausiert bei Schlüsselmomenten. Jede Pair notiert Feldanforderungen und diskutiert im Plenum, warum Synchrotrons Zyklotronen übertreffen.

Erklären Sie, wie Isotope anhand ihrer Masse in einem Massenspektrometer getrennt werden können.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern ein Diagramm eines Massenspektrometers zur Verfügung. Bitten Sie sie, die Flugbahn eines leichteren und eines schwereren Isotops einzuzeichnen und zu erklären, warum sie unterschiedliche Radien aufweisen.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Starten Sie mit einfachen Visualisierungen wie Eisenfeilspänen auf Papier über Magneten, um das Prinzip der Lorentzkraft zu veranschaulichen. Vermeiden Sie zu frühe Formeln: Lassen Sie die Schüler zunächst qualitative Zusammenhänge erkennen. Nutzen Sie Alltagsbeispiele wie die Ablenkung in alten Fernsehröhren, um die Relevanz zu zeigen. Wiederholen Sie regelmäßig die Vektoraddition, da hier die meisten Fehler entstehen.

Am Ende können die Lernenden die Bahn geladener Teilchen in Magnetfeldern vorhersagen, die Funktion von Wien-Filter und Zyklotron erklären und Berechnungen zum Radius oder zur Geschwindigkeit durchführen. Sie verbinden Theorie mit praktischen Anwendungen aus Wissenschaft und Technik.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Simulation Bahnen im Massenspektrometer beobachten Schüler, die annehmen, die Lorentzkraft wirke immer senkrecht zur Bewegungsrichtung, unabhängig vom Magnetfeld.

    Lassen Sie die Gruppen gezielt Magnetfeldrichtungen ändern und beobachten, wie sich die Bahnkrümmung anpasst. Diskutieren Sie im Plenum, dass nur die Komponente senkrecht zu B eine Kraft erzeugt und parallele Anteile unbeeinflusst bleiben.

  • Während des Modellbaus des Mini-Wien-Filters vertreten Schüler die Ansicht, schwerere Teilchen würden stärker abgelenkt.

    Geben Sie den Gruppen Perlen mit unterschiedlichen Massen und lassen Sie sie auf einer Magnetbahn rollen. Die Beobachtung, dass schwerere Teilchen bei gleicher Geschwindigkeit größere Radien beschreiben, widerlegt die Fehlvorstellung direkt.

  • Während des Video-Analyse des CERN-Beschleunigers deuten Schüler den Wien-Filter als Massenselektor.

    Zeigen Sie im Video, wie der Filter Teilchen mit variablen Geschwindigkeiten aussortiert, und lassen Sie die Schüler im Experiment mit unterschiedlichen Spannungen testen, welche Teilchen durchkommen. Betonen Sie, dass nur v = E/B selektiert wird.


In dieser Übersicht verwendete Methoden