Regel- und Handlungsutilitarismus
Differenzierung zwischen der Bewertung einzelner Handlungen und allgemeinen Regeln im Utilitarismus.
Leitfragen
- Differentiieren Sie zwischen Handlungs- und Regelutilitarismus anhand konkreter Beispiele.
- Analysieren Sie, welche Form des Utilitarismus in bestimmten Situationen zu unterschiedlichen moralischen Urteilen führt.
- Beurteilen Sie, welche Variante des Utilitarismus konsistenter und praktikabler für die moralische Entscheidungsfindung ist.
KMK Bildungsstandards
Über dieses Thema
Lobbyismus und die Arbeit von Interessenverbänden sind integrale, wenn auch oft kritisierte Bestandteile der parlamentarischen Demokratie. In der 11. Klasse setzen sich die Schüler mit der Frage auseinander, wie organisierte Interessen Einfluss auf den Gesetzgebungsprozess nehmen. Dabei geht es um die Funktionen von Verbänden als Expertenlieferanten für die Politik, aber auch um die Gefahr einer ungleichen Machtverteilung, wenn finanzstarke Akteure einen privilegierten Zugang zu Entscheidungsträgern haben.
Die KMK-Standards fordern hier eine kritische Macht- und Herrschaftskritik sowie die Stärkung der Urteilskompetenz. Die Schüler lernen, zwischen legitimer Interessenvertretung und illegitimer Einflussnahme zu unterscheiden. Das Thema eignet sich hervorragend für investigative Ansätze, bei denen Schüler die Wege des Geldes und der Informationen nachverfolgen. Durch die Arbeit mit dem Lobbyregister oder die Simulation von Anhörungen im Bundestag wird die oft unsichtbare Einflussnahme für die Lernenden transparent und bewertbar.
Ideen für aktives Lernen
Planspiel: Expertenanhörung im Ausschuss
Schüler nehmen die Rollen von Verbandsvertretern (z.B. Umweltschutz vs. Industrie) und Abgeordneten ein. In einer Ausschusssitzung müssen die Verbände ihre Positionen zu einem Gesetzentwurf vertreten, während die Abgeordneten versuchen, die Fakten von den Interessen zu trennen.
Forschungskreis: Das Lobbyregister
In Kleingruppen nutzen Schüler das offizielle Lobbyregister des Bundestages, um herauszufinden, welche Organisationen zu einem bestimmten Thema (z.B. Mobilitätswende) registriert sind und wie viel Geld sie für ihre Arbeit ausgeben. Die Ergebnisse werden verglichen.
Debatte: Deckelung für Parteispenden?
Die Schüler debattieren über die Einführung strengerer Grenzwerte für Spenden von Unternehmen und Verbänden an Parteien. Sie wägen dabei das Recht auf politische Unterstützung gegen die Gefahr der Käuflichkeit von Politik ab.
Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen
Häufige FehlvorstellungLobbyismus ist grundsätzlich illegal oder korrupt.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Lobbyismus ist eine legitime Form der demokratischen Teilhabe und liefert Fachwissen an die Politik. Durch die Analyse von Gesetzgebungsprozessen verstehen Schüler, dass das Problem nicht der Lobbyismus an sich, sondern die mangelnde Transparenz und Ungleichheit des Zugangs ist.
Häufige FehlvorstellungNur große Firmen betreiben Lobbyismus.
Was Sie stattdessen lehren sollten
Auch NGOs, Gewerkschaften und Kirchen sind mächtige Interessenvertreter. In einer Rechercheaufgabe entdecken Schüler die Vielfalt der Akteure und erkennen, dass auch ihre eigenen Interessen oft durch Verbände vertreten werden.
Vorgeschlagene Methoden
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Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Lobbyismus und Korruption?
Wie können Schüler Lobbyismus-Strategien durchschauen?
Warum brauchen Politiker überhaupt Lobbyisten?
Was bewirkt das Lobbyregister?
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