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Naturwissenschaften · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Suchtprävention und gesunder Lebensstil

Aktive Methoden wie Rollenspiele oder Diskussionskarussells binden Schülerinnen und Schüler direkt ein und machen abstrakte Risiken greifbar. Gerade bei Suchtprävention und gesundem Lebensstil ist es wichtig, dass Jugendliche nicht nur Fakten lernen, sondern eigene Handlungsmöglichkeiten erproben und reflektieren.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - BewertungKMK: Sekundarstufe I - Kommunikation
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Debatte45 Min. · Kleingruppen

Diskussionskarussell: Auswirkungen von Suchtmitteln

Teilen Sie die Klasse in Gruppen auf, jede erhält ein Suchtmittel. Gruppen notieren kurz- und langfristige Effekte auf Flipcharts. Dann rotieren sie zu anderen Stationen, ergänzen und diskutieren Unterschiede. Abschließend teilt die ganze Klasse Erkenntnisse.

Analysieren Sie die kurz- und langfristigen Auswirkungen von Suchtmitteln auf den Körper.

ModerationstippLegen Sie beim Diskussionskarussell klare Zeitlimits fest, damit alle Stimmen gehört werden und die Diskussionen fokussiert bleiben.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einer der folgenden Fragen: 'Nennen Sie zwei kurzfristige und zwei langfristige Auswirkungen von Alkohol auf den Körper.' oder 'Beschreiben Sie zwei Faktoren, die dazu führen können, dass jemand mit dem Rauchen beginnt.' Sie schreiben ihre Antworten auf die Karte.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Debatte30 Min. · Partnerarbeit

Strategie-Workshop: Gesunder Lebensstil

In Paaren listen Schüler persönliche Risikofaktoren auf und entwickeln drei Strategien, z. B. Sportpläne oder Gesprächsregeln. Paare präsentieren und erhalten Feedback von anderen. Sammeln Sie die besten Ideen in einem Klassenposter.

Erklären Sie, welche Faktoren zu Suchtverhalten führen können.

ModerationstippIm Strategie-Workshop sollten Sie Beispiele aus dem Schulalltag einbauen, etwa wie man in der Mittagspause gesunde Snacks wählt.

Worauf zu achten istStellen Sie folgende Frage zur Diskussion: 'Stellen Sie sich vor, ein Freund/eine Freundin wird von anderen unter Druck gesetzt, etwas Neues auszuprobieren, das riskant ist. Welche Strategien können Sie anwenden, um sich selbst oder Ihren Freund/Ihre Freundin zu schützen?' Beobachten Sie die Qualität der Argumente und die Anwendung von Präventionsstrategien.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Rollenspiel50 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Suchtsituationen meistern

Gruppen bereiten Szenarien vor, wie Partys mit Druck oder Werbung. Sie spielen aus und probieren Präventionsstrategien. Die Klasse bewertet Wirksamkeit und passt Szenarien an. Debriefing rundet mit Reflexion ab.

Entwickeln Sie persönliche Strategien zur Förderung eines gesunden Lebensstils und zur Suchtprävention.

ModerationstippBeobachten Sie beim Rollenspiel genau, ob die Schülerinnen und Schüler die vorgegebenen Rollen ernst nehmen und alternative Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Worauf zu achten istErstellen Sie eine Liste mit verschiedenen Lebensstilentscheidungen (z.B. 'regelmäßig Sport treiben', 'viel zuckerhaltige Getränke trinken', 'Freunde treffen', 'alleine zu Hause bleiben'). Bitten Sie die Schüler, jede Entscheidung als 'förderlich für einen gesunden Lebensstil' oder 'riskant' zu klassifizieren und kurz zu begründen, warum.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Debatte35 Min. · Einzelarbeit

Lebensrad-Design: Persönliche Ziele

Individuell zeichnen Schüler ein Rad mit Lebensbereichen und markieren gesunde Gewohnheiten. Im Plenum teilen sie ein Ziel und motivieren sich gegenseitig. Erstellen Sie ein Klassenarchiv für Nachverfolgung.

Analysieren Sie die kurz- und langfristigen Auswirkungen von Suchtmitteln auf den Körper.

ModerationstippBeim Lebensrad-Design achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler realistische Ziele setzen und nicht nur vage Wünsche formulieren.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einer der folgenden Fragen: 'Nennen Sie zwei kurzfristige und zwei langfristige Auswirkungen von Alkohol auf den Körper.' oder 'Beschreiben Sie zwei Faktoren, die dazu führen können, dass jemand mit dem Rauchen beginnt.' Sie schreiben ihre Antworten auf die Karte.

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrungsgemäß funktioniert ein Mix aus Faktenvermittlung und Selbsterfahrung am besten. Vermeiden Sie moralische Appelle, da diese bei Jugendlichen oft Abwehrreaktionen auslösen. Stattdessen sollten Sie auf Dialog setzen und Raum für eigene Fragen lassen. Studien zeigen, dass Jugendliche Suchtprävention dann ernst nehmen, wenn sie sich selbst wiederfinden und nicht belehrt werden.

Erfolgreich ist die Einheit, wenn Schülerinnen und Schüler zwischen kurz- und langfristigen Folgen von Suchtmitteln unterscheiden können und konkrete Strategien für einen gesunden Alltag benennen. Sie sollten zudem in der Lage sein, soziale Drucksituationen zu erkennen und selbstbewusst zu reagieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During Diskussionskarussell, watch for Schülerinnen und Schüler, die behaupten, Sucht betreffe nur Erwachsene oder Schwache.

    Lenken Sie die Diskussion auf konkrete Beispiele aus dem Schüleralltag und fragen Sie nach, wer schon einmal Gruppendruck erlebt hat. Nutzen Sie die Gelegenheit, um zu betonen, dass Neugier und soziale Dynamiken in jedem Alter wirken.

  • During Strategie-Workshop, watch for Aussagen wie 'Man kann Sucht jederzeit stoppen, wenn man will'.

    Führen Sie die Schülerinnen und Schüler zu persönlichen Erfahrungen mit Gewohnheiten zurück und fragen Sie, wie schwer es war, etwas zu ändern. Nutzen Sie dies, um die körperlichen und psychischen Hürden einer Sucht zu thematisieren.

  • During Strategie-Workshop, watch for Aussagen wie 'Suchtmittel machen immer glücklich und schaden nicht sofort'.

    Zeigen Sie kurze Videos oder Simulationen, die die schnellen körperlichen Reaktionen auf Suchtmittel darstellen. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Unterschiede zwischen kurzfristigem Kick und langfristigen Schäden in einer Tabelle festhalten.


In dieser Übersicht verwendete Methoden