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Naturwissenschaften · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Masse und Dichte bestimmen

Aktive Messübungen machen Masse und Dichte greifbar, da Schülerinnen und Schüler durch eigenes Handeln die abstrakten Begriffe verstehen. Die Kombination aus Wiegen, Verdrängen und Berechnen fördert ein nachhaltiges Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Materie, Raum und physikalischen Kräften.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - ErkenntnisgewinnungKMK: Sekundarstufe I - Fachwissen
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Masse und Volumen messen

Richten Sie drei Stationen ein: Waagen für Massen, Wasserschalen für Volumenverdrängung, Rechner für Dichte. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, protokollieren Daten in Tabellen und diskutieren Abweichungen. Abschliessend präsentieren sie ein Dichteprofil.

Differentiieren Sie zwischen Masse und Gewicht.

ModerationstippStellen Sie sicher, dass die Waagen vor dem Stationenlernen kalibriert sind und die Messzylinder für die Verdrängungsmethode sauber und trocken sind.

Worauf zu achten istLegen Sie für jeden Schüler eine kleine Karte mit einem Objekt (z.B. kleiner Stein, Korken, Metallstück) bereit. Die Schüler schreiben auf die Karte: 1. Die gemessene Masse des Objekts. 2. Eine Vermutung, ob das Objekt schwimmen oder sinken wird und warum.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Lernen an Stationen35 Min. · Partnerarbeit

Schwimm-Challenge: Dichte testen

Schülerinnen und Schüler sortieren Objekte nach Masse, testen Schwimmfähigkeit in Wasser und berechnen Dichten. Sie konstruieren schwimmfähige Boote aus Ton und optimieren durch Formänderung. Ergebnisse in einer Klassentabelle zusammenfassen.

Erklären Sie, wie die Dichte eines Materials seine Schwimmfähigkeit beeinflusst.

ModerationstippBei der Schwimm-Challenge geben Sie den Gruppen vorab Materialien mit unterschiedlichen Dichten vor und lassen sie Hypothesen in einem Protokoll festhalten.

Worauf zu achten istStellen Sie eine Waage und einen Messzylinder mit Wasser bereit. Bitten Sie zufällig ausgewählte Schülerpaare, die Masse eines vorgegebenen Objekts zu bestimmen und das Volumen mittels Wasserverdrängung zu ermitteln. Beobachten Sie den Prozess und stellen Sie gezielte Fragen zur Vorgehensweise.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Lernen an Stationen40 Min. · Partnerarbeit

Unbekannter Festkörper: Verfahren entwickeln

In Paaren planen Schülerinnen und Schüler ein Messverfahren für einen unbekannten Würfel: Wiegen, Volumen messen, Dichte rechnen. Sie testen und verfeinern das Verfahren an mehreren Objekten, notieren Schritte und Fehlerquellen.

Konstruieren Sie ein Verfahren zur Bestimmung der Dichte eines unbekannten Festkörpers.

ModerationstippFordern Sie die Schülerinnen und Schüler beim unbekannten Festkörper auf, ihr Verfahren schriftlich zu skizzieren, bevor sie messen, um systematisches Vorgehen zu fördern.

Worauf zu achten istZeigen Sie ein Bild von einem Eisberg und einem Stück Holz im Wasser. Fragen Sie die Klasse: 'Warum schwimmt der Eisberg, obwohl er aus gefrorenem Wasser besteht, während ein kleiner Holzklotz ebenfalls schwimmt? Erklären Sie dies unter Verwendung der Begriffe Masse, Volumen und Dichte.'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen an Stationen30 Min. · Ganze Klasse

Dichte-Parade: Whole-Class-Demo

Die Klasse beobachtet eine Demonstration mit farbigen Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte, die sich schichten. Jede Schülerin und jeder Schüler fügt ein Objekt hinzu und prognostiziert Position basierend auf Dichte. Gemeinsam analysieren sie die Schichtung.

Differentiieren Sie zwischen Masse und Gewicht.

ModerationstippBei der Dichte-Parade achten Sie darauf, dass die Demonstration langsam und mit klaren Zwischenschritten erfolgt, damit alle den Rechenweg nachvollziehen können.

Worauf zu achten istLegen Sie für jeden Schüler eine kleine Karte mit einem Objekt (z.B. kleiner Stein, Korken, Metallstück) bereit. Die Schüler schreiben auf die Karte: 1. Die gemessene Masse des Objekts. 2. Eine Vermutung, ob das Objekt schwimmen oder sinken wird und warum.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Führen Sie das Thema mit konkreten Alltagsbeispielen ein, wie etwa dem Vergleich einer Feder und eines Steins. Vermeiden Sie abstrakte Definitionen zu Beginn und lassen Sie die Lernenden stattdessen selbst messen und beobachten. Nutzen Sie gezielte Fragen, um das Vorwissen zu aktivieren und Fehlvorstellungen direkt im Unterrichtsgeschehen zu korrigieren.

Am Ende der Einheit können die Lernenden Masse und Volumen präzise messen, Dichten berechnen und die Schwimmfähigkeit von Stoffen anhand ihrer Dichte vorhersagen. Zudem unterscheiden sie klar zwischen Masse und Gewicht und begründen ihre Aussagen mit Messdaten.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens beobachten Sie, ob Schülerinnen und Schüler Masse und Gewicht synonym verwenden.

    Lassen Sie die Lernenden auf verschiedenen Waagentypen (Federwaage, Balkenwaage) messen und fragen Sie gezielt: 'Was bleibt gleich, wenn ihr das Objekt woanders wiegt? Was ändert sich, wenn ihr es auf den Mond bringt?' Vergleichen Sie die Messergebnisse in der Klasse.

  • Bei der Schwimm-Challenge achten Sie darauf, ob größere Objekte automatisch als dichter eingeschätzt werden.

    Geben Sie den Gruppen zwei Objekte mit gleichem Volumen, aber unterschiedlicher Masse (z.B. Styropor und Metall) und lassen Sie sie zunächst vermuten, welches sinkt. Die Messung zeigt dann, dass Volumen allein nicht ausreicht – fragen Sie: 'Was fehlt noch in eurer Vermutung?'

  • Während des Bootsbaus in der Schwimm-Challenge sehen Sie nach, ob alle schwimmenden Objekte als gleich dicht angenommen werden.

    Fordern Sie die Gruppen auf, die Dichte ihrer Boote zu berechnen und zu vergleichen. Zeigen Sie dann, dass zwei Boote mit gleicher Dichte trotzdem unterschiedlich viel tragen können – diskutieren Sie den Einfluss der Form und des Luftanteils.


In dieser Übersicht verwendete Methoden