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Naturwissenschaften · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Experimente planen und durchführen

Aktives Experimentieren fördert genau die Denk- und Arbeitsweisen, die im naturwissenschaftlichen Unterricht zentral sind. Durch das selbstständige Planen und Durchführen von Versuchen entwickeln Schülerinnen und Schüler ein tiefes Verständnis für den wissenschaftlichen Prozess. Das direkte Erleben von Ursache-Wirkung-Zusammenhängen festigt dabei nachhaltiger als theoretische Erklärungen allein.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - ErkenntnisgewinnungKMK: Sekundarstufe I - Kommunikation
35–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Problemorientiertes Lernen50 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Pflanzenwachstum testen

Paare formulieren eine Hypothese zum Einfluss von Licht auf Bohnensamen. Sie pflanzen zwei Töpfe, einen hell, einen dunkel, und messen wöchentlich die Höhe. Nach zwei Wochen vergleichen sie Ergebnisse mit der Kontrollgruppe und ziehen Schlüsse.

Erklären Sie die Bedeutung von Kontrollgruppen in einem Experiment.

ModerationstippFordern Sie die Paare während der Pflanzenwachstums-Tests auf, ihre Hypothesen schriftlich zu begründen, bevor sie mit dem Gießen beginnen.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülerinnen und Schülern eine kurze Beschreibung eines Experiments, z. B. 'Wir testen, ob Pflanzen schneller wachsen, wenn sie mehr Licht bekommen'. Bitten Sie sie, die unabhängige Variable, die abhängige Variable und eine kontrollierte Variable auf einem Arbeitsblatt zu notieren.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Problemorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Kleingruppen: Löslichkeit von Salz

Gruppen planen ein Experiment zur Löslichkeit von Salz in heißem und kaltem Wasser. Sie identifizieren Variablen, wiegen Salzportionen und messen gelöste Mengen. Jede Gruppe präsentiert ihre Tabelle und diskutiert Abweichungen.

Designen Sie ein Experiment zur Überprüfung einer einfachen Hypothese.

ModerationstippZeigen Sie den Gruppen bei der Salzlöslichkeit bewusst Materialien vor, die ungeeignet sind, um die Diskussion über die Wahl passender Stoffe anzuregen.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schülerinnen und Schüler auf einem Zettel notieren: 'Was ist der wichtigste Grund, warum wir in einem Experiment eine Kontrollgruppe brauchen?' und 'Nennen Sie ein Beispiel für eine kontrollierte Variable, die Sie in einem Experiment mit Pflanzenwachstum konstant halten würden'.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Problemorientiertes Lernen40 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Magnettest

Die Klasse entwirft gemeinsam ein Experiment, ob Magnete durch Papier wirken. Schüler testen Materialien wie Metall, Holz und Plastik, notieren Ergebnisse in einer Tabelle und justifizieren Materialwahl in Plenum.

Justifizieren Sie die Auswahl der Materialien für ein geplantes Experiment.

ModerationstippStellen Sie beim Magnettest sicher, dass jede Gruppe ihre Kontrollgruppe dokumentiert, bevor sie die verschiedenen Magnete testet.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie möchten testen, ob ein neues Medikament gegen Kopfschmerzen wirkt. Welche Schritte würden Sie unternehmen, um ein Experiment zu planen? Welche Materialien würden Sie benötigen und warum?' Leiten Sie die Diskussion zu den Begriffen Hypothese, Variablen und Kontrollgruppe.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Problemorientiertes Lernen35 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Hefeteig-Gasbildung

Jeder Schüler plant ein Mini-Experiment zur Gasbildung mit Hefe, Zucker und Wasser. Er variiert Zuckeranteile, misst Ballonaufblasen und protokolliert. Im Austausch korrigieren sie gegenseitig Variablen.

Erklären Sie die Bedeutung von Kontrollgruppen in einem Experiment.

ModerationstippBitten Sie die Lernenden beim Hefeteig-Experiment, ihre Beobachtungen alle zwei Minuten zu notieren, um die Gasbildung nachvollziehbar zu machen.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülerinnen und Schülern eine kurze Beschreibung eines Experiments, z. B. 'Wir testen, ob Pflanzen schneller wachsen, wenn sie mehr Licht bekommen'. Bitten Sie sie, die unabhängige Variable, die abhängige Variable und eine kontrollierte Variable auf einem Arbeitsblatt zu notieren.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Geben Sie den Schülerinnen und Schülern klare Strukturen, aber lassen Sie ihnen Raum für eigene Ideen. Beginnen Sie mit stark angeleiteten Versuchen und reduzieren Sie die Führung schrittweise, damit die Lernenden Selbstständigkeit entwickeln. Nutzen Sie peer-learning, um Fehlvorstellungen direkt zu korrigieren, und achten Sie darauf, dass alle Schritte des Experiments – von der Hypothese bis zur Auswertung – sichtbar und besprechbar sind. Vermeiden Sie es, zu schnell Ergebnisse vorwegzunehmen oder zu viele Antworten selbst zu geben.

Am Ende der Einheit können die Lernenden Hypothesen formulieren, Versuche systematisch planen und durchführen sowie ihre Beobachtungen strukturiert dokumentieren. Sie erkennen die Bedeutung von Variablenkontrolle und können zwischen unabhängigen, abhängigen und kontrollierten Variablen unterscheiden. Die Dokumentation erfolgt präzise und nachvollziehbar.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paararbeit zum Pflanzenwachstumstest beobachten Sie, dass Schülerinnen und Schüler mehrere Bedingungen gleichzeitig ändern.

    Fordern Sie die Paare auf, ihre Hypothese schriftlich festzuhalten und zu begründen, welche Variable sie tatsächlich ändern wollen. Fordern Sie sie auf, die anderen Bedingungen wie Topfgröße, Erdeart und Wassermenge in einer Liste festzuhalten und als konstant zu markieren. Die Vergleichbarkeit der Ergebnisse wird so direkt sichtbar.

  • Während der Kleingruppenarbeit zur Löslichkeit von Salz nehmen Schülerinnen und Schüler an, dass eine Hypothese immer bestätigt werden muss.

    Nutzen Sie die Reflexionsphase nach dem Experiment, um gemeinsam zu besprechen, dass auch nicht zutreffende Hypothesen wertvolle Erkenntnisse liefern. Fragen Sie gezielt nach: 'Was sagt uns das Ergebnis, wenn Salz in warmem Wasser schneller löst als in kaltem?' und lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung des Versuchsausgangs für die Weiterentwicklung der Hypothese.

  • Während der Planung des Hefeteig-Experiments wählen Schülerinnen und Schüler ungeeignete Materialien aus, weil sie denken, dass jede Schüssel oder jeder Löffel gleich gut geeignet ist.

    Führen Sie eine Planrunde ein, in der jede Gruppe ihre Materialwahl begründen muss. Zeigen Sie gemeinsam ungeeignete Alternativen wie Plastikbecher ohne Deckel oder Metalllöffel und diskutieren Sie, warum Glasgefäße und Holzlöffel besser geeignet sind. Die Gruppe mit der besten Begründung darf ihr Experiment als erste durchführen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden