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Naturwissenschaften · Klasse 3

Ideen für aktives Lernen

Materialien in unserem Alltag

Aktive Methoden helfen den Kindern, abstrakte Konzepte wie Materialherkunft und -eigenschaften greifbar zu machen. Durch eigenes Handeln und Experimentieren im Unterricht merken sie sich die Unterschiede zwischen natürlichen und verarbeiteten Stoffen nachhaltiger als durch bloße Erklärung.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Stoffe und ihre UmwandlungKMK: Grundschule - Technik und Arbeitswelt
30–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Kugellager45 Min. · Kleingruppen

Stationsarbeit: Materialien sortieren

Richten Sie fünf Stationen ein, eine pro Material. Schüler sortieren vorgelegte Gegenstände in Kisten und notieren Beispiele. Nach 7 Minuten Rotation besprechen Gruppen ihre Funde gemeinsam.

Welche verschiedenen Materialien nutzen wir im Alltag? Nenne Beispiele.

ModerationstippLegen Sie bei der Stationsarbeit klare Arbeitsanweisungen und Materialien bereit, damit die Schüler selbstständig vergleichen und sortieren können.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Gegenstand (z.B. ein Kochtopf, ein T-Shirt, ein Fenster). Sie schreiben auf die Rückseite, aus welchem Hauptmaterial der Gegenstand besteht und nennen einen Grund, warum dieses Material dafür geeignet ist.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 02

Kugellager30 Min. · Partnerarbeit

Schatzsuche: Materialien im Raum

Geben Sie Karten mit Materialien aus, Schüler suchen passende Gegenstände im Klassenzimmer oder Schulhof. Jede Gruppe fotografiert oder skizziert fünf Funde und präsentiert Herkunftsideen.

Woher kommen Holz und Glas?

ModerationstippBei der Schatzsuche im Raum achten Sie darauf, dass die Gegenstände nicht zu leicht zu finden sind, um die Beobachtungsgabe zu schärfen.

Worauf zu achten istDer Lehrer hält verschiedene kleine Gegenstände aus unterschiedlichen Materialien hoch (z.B. ein Holzbaustein, ein Metallschlüssel, ein Glasmurmel, ein Plastikdeckel, ein Stofffetzen). Die Schülerinnen und Schüler zeigen mit den Fingern oder einer vorbereiteten Karte an, um welches Material es sich handelt.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 03

Kugellager35 Min. · Partnerarbeit

Eigenschaftstest: Ziehen und Biegen

Teilen Sie Materialproben aus, Schüler testen Festigkeit, Glanz oder Biegsamkeit in Paaren und vergleichen Ergebnisse in einer Tabelle. Schließen Sie mit Diskussion ab, warum Eigenschaften für Nutzung entscheidend sind.

Warum werden für verschiedene Gegenstände unterschiedliche Materialien verwendet?

ModerationstippBereiten Sie beim Eigenschaftstest verschiedene Materialproben vor, damit die Schüler unterschiedliche Belastungen (Ziehen, Biegen, Drücken) ausprobieren können.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellt euch vor, ihr müsstet einen Hammer herstellen. Welches Material würdet ihr für den Kopf und welches für den Griff wählen? Begründet eure Wahl für beide Teile des Hammers und nennt jeweils eine Eigenschaft des Materials, die dafür wichtig ist.'

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Aktivität 04

Kugellager40 Min. · Kleingruppen

Herkunftsketten: Malen und Verbinden

Schüler malen Rohstoffe und fertige Produkte, verbinden sie mit Pfeilen zu Ketten. Im Plenum hängen Gruppen ihre Ketten auf und ergänzen fehlende Schritte.

Welche verschiedenen Materialien nutzen wir im Alltag? Nenne Beispiele.

ModerationstippBei der Herkunftsketten-Malerei geben Sie den Schülern konkrete Beispiele wie ‚Holz aus dem Schwarzwald‘ oder ‚Glas aus der Nähe von Köln‘, um regionale Bezüge herzustellen.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Gegenstand (z.B. ein Kochtopf, ein T-Shirt, ein Fenster). Sie schreiben auf die Rückseite, aus welchem Hauptmaterial der Gegenstand besteht und nennen einen Grund, warum dieses Material dafür geeignet ist.

ErinnernVerstehenAnwendenBeziehungsfähigkeitSelbststeuerung
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit alltagsnahen Gegenständen, die die Kinder kennen, und lassen sie zunächst frei Materialien vermuten. Wichtig ist, dass die Schüler die Materialien nicht nur benennen, sondern auch ihre Eigenschaften aktiv erproben. Vermeiden Sie lange Erklärungen vorab – die Kinder sollen durch eigenes Tun zu den Erkenntnissen kommen. Nutzen Sie die Neugierde der Schüler für regionale Unterschiede, etwa bei der Herkunft von Holz oder Glas, um globale Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Am Ende der Einheit können die Schülerinnen und Schüler Materialien sicher benennen, ihre Herkunft erklären und begründen, warum für bestimmte Gegenstände bestimmte Materialien gewählt werden. Sie nutzen dabei Fachbegriffe wie ‚natürlich‘, ‚verarbeitet‘, ‚fest‘ oder ‚biegsam‘ und argumentieren mit beobachtbaren Eigenschaften.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationsarbeit ‚Materialien sortieren‘ beobachten Sie, dass einige Schüler alle Materialien als ‚natürlich‘ einordnen. Korrigieren Sie dies, indem Sie die Gruppe auffordern, die Kunststoffproben genau zu betrachten und die Unterschiede zu Holz oder Metall zu benennen.

    Fordern Sie die Schüler auf, die Herkunft der Kunststoffproben zu recherchieren und mit den anderen Materialien zu vergleichen, z.B. durch das Aufzeigen des Etiketts oder einer kurzen Diskussion im Plenum.

  • Während der Schatzsuche ‚Materialien im Raum‘ nehmen Schüler an, dass Holz und Glas überall gleich aussehen und vorkommen. Halten Sie die Schüler dazu an, die gefundenen Gegenstände zu vergleichen und Unterschiede in Farbe oder Struktur zu beschreiben.

    Lassen Sie die Schüler ihre Fundstücke auf einer Deutschlandkarte verorten und diskutieren, warum bestimmte Materialien in manchen Regionen häufiger vorkommen als in anderen.

  • Während des Eigenschaftstests ‚Ziehen und Biegen‘ vertreten einige Schüler die Ansicht, dass alle Materialien gleich stabil sind. Fordern Sie sie auf, die Proben systematisch zu testen und ihre Beobachtungen in einer Tabelle festzuhalten.

    Führen Sie eine gemeinsame Auswertung durch, bei der die Schüler ihre Testergebnisse vergleichen und begründen, warum z.B. Metall für einen Hammerkopf und Holz für den Griff geeignet ist.


In dieser Übersicht verwendete Methoden