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Naturwissenschaften · Klasse 2

Ideen für aktives Lernen

Spurensuche im Wald

Aktive Spurensuche im Wald verbindet Naturerfahrung mit wissenschaftlichem Denken, weil Schüler:innen durch eigenes Entdecken und Vergleichen nachhaltiger lernen. Die Kombination aus Bewegung, Handarbeit und systematischer Beobachtung festigt Wissen über Tierverhalten und ökologische Zusammenhänge.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Natur und LebenKMK: Grundschule - Erkenntnisgewinnung
30–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen60 Min. · Kleingruppen

Exkursion: Gemeinsame Waldspurensuche

Die Klasse besucht einen nahen Wald. Jede Gruppe erhält eine Lupe, ein Protokollblatt und Fotos von typischen Spuren. Schüler:innen suchen 20 Minuten gezielt, zeichnen Funde ein und notieren Umgebung. Abschließend teilen Gruppen Erkenntnisse.

Welche Spuren hinterlassen Tiere im Wald?

ModerationstippLegen Sie vor der Exkursion klare Regeln für das Sammeln von Spuren fest, z.B. keine lebenden Tiere berühren oder nur fotografieren.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild einer Tierspur (z.B. Reh, Fuchs, Vogel). Sie schreiben auf die Rückseite, welches Tier die Spur hinterlassen haben könnte und warum sie das denken. Eine weitere Frage: Welche Art von Spur ist das (Fußabdruck, Kot, Fraßspur)?

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Spuren identifizieren

Richten Sie vier Stationen ein mit Abdrücken, Kotmustern, Federn und Fraßspuren. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, ordnen mit Bildkarten zu und beschreiben, was das Tier tut. Plenum diskutiert Ergebnisse.

Wie leben Tiere im Wald und wie verstecken sie sich?

ModerationstippBieten Sie an jeder Station Lupen und Bestimmungsblätter an, damit die Schüler:innen selbstständig vergleichen können.

Worauf zu achten istNach einer Waldbegehung werden die gesammelten Funde (Fotos, Zeichnungen von Spuren) im Klassenraum besprochen. Lehrerfrage: 'Wir haben diese Spuren gefunden. Was sagt uns das über die Tiere, die hier leben? Wo könnten sie gerade sein und was tun sie?'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Spuren modellieren

In Paaren formen Schüler:innen mit Ton oder Sand Abdrücke bekannter Tiere nach Vorlagen. Sie vergleichen mit realen Fotos und erklären Unterschiede. Gemeinsam erstellen sie ein Klassenposter.

Erkläre, welche Tiere in einem Wald in deiner Nähe leben könnten.

ModerationstippFordern Sie die Schüler:innen auf, ihre Modelle mit kurzen Beschreibungen zu versehen, um Beobachtungen sprachlich zu festigen.

Worauf zu achten istDie Lehrkraft zeigt verschiedene Bilder von Waldtieren und deren Spuren. Die Schülerinnen und Schüler halten eine Karte mit dem Namen des Tieres hoch, wenn sie die passende Spur sehen. Dies prüft die Identifikationsfähigkeit.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen40 Min. · Ganze Klasse

Whole Class: Waldtierkarte zeichnen

Klasse erstellt eine große Waldkarte mit markierten Spurorten. Jeder trägt Funde ein und formuliert Sätze zu möglichen Tieren. Karte hängt wochenlang aus zur Vertiefung.

Welche Spuren hinterlassen Tiere im Wald?

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte mit einem Bild einer Tierspur (z.B. Reh, Fuchs, Vogel). Sie schreiben auf die Rückseite, welches Tier die Spur hinterlassen haben könnte und warum sie das denken. Eine weitere Frage: Welche Art von Spur ist das (Fußabdruck, Kot, Fraßspur)?

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrungsgemäß gelingt die Spurensuche am besten, wenn die Lehrkraft als Lernbegleiter:in auftritt und gezielt Fragen stellt, die das kritische Denken anregen. Vermeiden Sie vorschnelle Antworten, sondern lenken Sie die Aufmerksamkeit auf Details wie Verwitterung oder Überlagerungen. Aktuelle Forschung zeigt, dass multisensorische Ansätze – also Sehen, Fühlen und Riechen – die Merkfähigkeit erhöhen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schüler:innen bei der Spurensuche konkrete Belege für Tierarten benennen und deren Lebensweisen erklären können. Sie nutzen Fachbegriffe wie 'Fraßspur' oder 'Fußabdruck' korrekt und verknüpfen ihre Funde mit Anpassungsstrategien der Tiere.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Nur große Tiere wie Rehe hinterlassen sichtbare Spuren.

    Während der Exkursion 'Gemeinsame Waldspurensuche' achten Sie darauf, dass Schüler:innen auch feine Spuren wie Nagezeichen von Mäusen oder Löcher von Insekten mit Lupen untersuchen und dokumentieren.

  • Alle Spuren sind frisch und perfekt geformt.

    Bei der Station 'Spuren identifizieren' fordern Sie die Schüler:innen auf, Spuren über mehrere Tage zu beobachten und Veränderungen wie Kantenabrieb oder Feuchtigkeit zu notieren.

  • Tiere hinterlassen Spuren nur tagsüber.

    Während der Paararbeit 'Spuren modellieren' lassen Sie die Schüler:innen Zeitstempel auf ihre Protokolle schreiben und Hypothesen zu Aktivitätsrhythmen der Tiere formulieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden