Skip to content
Mathematik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Zuordnungen im Alltag

Aktive Lernformen wie Stationsarbeit und Gruppenarbeit eignen sich besonders gut, um proportionale und antiproportionale Zusammenhänge im Alltag zu verstehen. Durch das praktische Erleben von Beispielen aus dem Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler wird abstrakte Mathematik greifbar und nachhaltig verankert.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Problemlösen
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Fallstudienanalyse30 Min. · Partnerarbeit

Paarbeit: Schlüsselwörter sammeln

Paare listen Schlüsselwörter für proportionale und antiproportionale Zusammenhänge aus Zeitungen oder Alltagsgegenständen auf. Sie sortieren sie in Tabellen und erfinden dazugehörige Aufgaben. Abschließend präsentieren sie ein Beispiel der Klasse.

Differentiieren Sie zwischen proportionalen und antiproportionalen Situationen im Alltag.

ModerationstippWährend der Paarbeit zur Schlüsselwortsammlung achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Beispiele gegenseitig vorlesen und gemeinsam überprüfen, ob die Zuordnung proportional oder antiproportional ist.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer kurzen Alltagssituation (z.B. '5 Arbeiter brauchen 10 Tage für eine Aufgabe'). Die Schüler schreiben auf die Rückseite, ob die Zuordnung proportional oder antiproportional ist, und berechnen einen fehlenden Wert (z.B. 'Was brauchen 10 Arbeiter?').

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Fallstudienanalyse45 Min. · Kleingruppen

Gruppenrotation: Alltagsstationen

Richten Sie vier Stationen ein: Einkaufen (proportional), Pendeln (antiproportional), Rezepte mischen, Teamarbeit. Gruppen lösen Aufgaben pro Station, zeichnen Graphen und rotieren alle 10 Minuten.

Erklären Sie, wie man die Art der Zuordnung anhand von Schlüsselwörtern in Textaufgaben erkennt.

ModerationstippBei der Gruppenrotation an den Alltagsstationen wechseln Sie nach genau 8 Minuten die Stationen, um den Fokus auf die aktive Auseinandersetzung mit den Materialien zu legen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie planen eine Geburtstagsparty und müssen Muffins backen. Beschreiben Sie eine proportionale und eine antiproportionale Zuordnung, die bei der Planung auftreten könnten, und erklären Sie, warum sie diese Art von Zuordnung sind.'

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Fallstudienanalyse40 Min. · Ganze Klasse

Klassenworkshop: Eigene Beispiele

Die Klasse brainstormt kollektiv Alltagsbeispiele, wählt vier aus und erstellt Tafeldiagramme. Jede Gruppe testet ein Beispiel mit Variablen und diskutiert die Zuordnungsart.

Entwickeln Sie eigene Beispiele für proportionale und antiproportionale Zusammenhänge aus Ihrem Umfeld.

ModerationstippBeim Klassenworkshop zur Erstellung eigener Beispiele achten Sie darauf, dass jede Gruppe ihre Zuordnung auf einem Plakat visualisiert und den Mitschülerinnen und Mitschülern präsentiert.

Worauf zu achten istZeigen Sie eine Tabelle mit Werten für zwei Größen. Bitten Sie die Schüler, mit den Daumen nach oben (proportional), nach unten (antiproportional) oder zur Seite (keine Zuordnung) zu signalisieren, nachdem sie die Beziehung zwischen den Zahlen analysiert haben.

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Fallstudienanalyse20 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Modellierung

Jeder Schüler entwirft ein persönliches Diagramm zu einem Alltagszusammenhang, markiert proportional oder antiproportional und löst eine dazugehörige Aufgabe.

Differentiieren Sie zwischen proportionalen und antiproportionalen Situationen im Alltag.

ModerationstippBei der individuellen Modellierung geben Sie klare Zeitvorgaben und fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, ihre Rechenwege lückenlos zu dokumentieren.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer kurzen Alltagssituation (z.B. '5 Arbeiter brauchen 10 Tage für eine Aufgabe'). Die Schüler schreiben auf die Rückseite, ob die Zuordnung proportional oder antiproportional ist, und berechnen einen fehlenden Wert (z.B. 'Was brauchen 10 Arbeiter?').

AnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Mathematik-Aktivitäten passen

Nutzen, bearbeiten, drucken oder teilen.

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginnen Sie mit einfachen, alltagsnahen Beispielen und lassen Sie die Schülerinnen und Schüler die Unterschiede zwischen proportionalen und antiproportionalen Zusammenhängen selbst entdecken. Vermeiden Sie zu frühe Formalisierung, sondern fördern Sie das intuitive Verständnis durch Gegenüberstellung von Beispielen und Gegenbeispielen. Nutzen Sie die natürliche Neugier der Jugendlichen, indem Sie gezielt nach Alltagssituationen fragen, die sie selbst erlebt haben.

Am Ende der Einheit sollten die Schülerinnen und Schüler in der Lage sein, proportionale und antiproportionale Zuordnungen in Alltagssituationen sicher zu erkennen, mathematisch zu modellieren und mit passenden Rechenverfahren zu lösen. Die aktive Auseinandersetzung mit realen Kontexten zeigt sich in präzisen Begründungen und korrekten Lösungswegen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paarbeit Schlüsselwörter sammeln, hören Sie bei einigen Schülerinnen und Schülern Aussagen wie 'Alles, was 'pro' oder 'je' enthält, ist proportional.' Weisen Sie sie an, ihre Beispiele auf einem Plakat zu sammeln und gemeinsam zu überprüfen, ob die Zuordnungen tatsächlich proportional sind.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, ihre gesammelten Schlüsselwörter auf Karten zu notieren und diese nach proportional und antiproportional zu sortieren. Besprechen Sie anschließend, warum bestimmte Wörter in beiden Kategorien vorkommen können.

  • Während der Paarbeit Schlüsselwörter sammeln, kommt es vor, dass Schülerinnen und Schüler 'geteilt auf' automatisch mit proportional verbinden. Geben Sie ihnen konkrete Sätze wie 'Die Pizza wird auf 4 Personen geteilt' und lassen Sie sie die Zuordnung gemeinsam analysieren.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler ihre Beispiele in einer Tabelle notieren und die mathematische Beziehung zwischen den Größen aufstellen. So erkennen sie, dass 'geteilt auf' nicht zwangsläufig proportional bedeutet.

  • Während des Klassenworkshops eigene Beispiele entwickeln, zeichnen einige Schülerinnen und Schüler Graphen, die für proportionale Zusammenhänge immer steigen. Zeigen Sie ihnen antiproportionale Graphen aus dem Alltag und lassen Sie sie die Unterschiede beschreiben.

    Geben Sie den Schülerinnen und Schülern vorbereitete Koordinatensysteme und lassen Sie sie Graphen zu ihren selbst erfundenen Beispielen zeichnen. Diskutieren Sie anschließend gemeinsam, warum antiproportionale Graphen fallen und durch den Nullpunkt verlaufen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden