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Mathematik · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Multiplikation und Division rationaler Zahlen

Aktives Lernen wirkt besonders gut bei der Multiplikation und Division rationaler Zahlen, weil Schülerinnen und Schüler Vorzeichenregeln nicht nur hören, sondern durch eigenes Handeln begreifen müssen. Alltagsbeispiele wie Schulden oder Temperaturänderungen machen abstrakte Regeln konkret und nachvollziehbar. Bewegung und Kooperation in den Aktivitäten festigen das Verständnis durch Wiederholung und Perspektivwechsel.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Zahlen und Operationen
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen durch Lehren30 Min. · Partnerarbeit

Partnerarbeit: Vorzeichenkarten

Paare erhalten Karten mit rationalen Zahlen und Vorzeichenaufgaben. Sie multiplizieren und dividieren Paare, begründen das Ergebnis mit Zahlengerüst oder Alltagsbeispielen und tauschen mit einem anderen Paar. Abschließend besprechen sie Muster gemeinsam.

Begründen Sie die Regel 'Minus mal Minus ergibt Plus' anhand von Beispielen aus dem Alltag.

ModerationstippWährend der Partnerarbeit mit Vorzeichenkarten sollten Sie gezielt Paare mit unterschiedlichen Lernständen bilden, um den Austausch zu fördern.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer Rechenaufgabe (z.B. -3/4 * 2/5 oder -1.2 / -0.3). Die Schüler berechnen das Ergebnis und schreiben einen Satz, der erklärt, warum das Ergebnis positiv oder negativ ist.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Lernen durch Lehren45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Alltagsrechnen

Richten Sie vier Stationen ein: 1. Gewinn/Verlust-Rechnungen, 2. Temperaturdifferenzen, 3. Kehrwert-Übungen, 4. Vergleichstabellen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, lösen Aufgaben und notieren Beobachtungen zu Vorzeichen.

Vergleichen Sie die Auswirkungen von Multiplikation mit positiven und negativen Faktoren auf das Ergebnis.

ModerationstippBei der Stationenrotation stellen Sie sicher, dass jede Station klare Arbeitsanweisungen und Materialien zur Selbstkontrolle enthält.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Stellen Sie sich vor, Sie haben 10 Euro Schulden, und diese Schulden verdoppeln sich jeden Tag. Wie viel Schulden haben Sie nach 3 Tagen?' Lassen Sie die Schüler ihre Antwort und den Rechenweg auf einem Blatt Papier notieren.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Lernen durch Lehren35 Min. · Ganze Klasse

Ganzer-Klasse-Spiel: Rechenrelais

Teilen Sie die Klasse in Teams ein. Rufen Sie eine Aufgabe auf, erste Schüler lösen Multiplikation oder Division an der Tafel, nächste begründen. Schnellstes Team mit korrekter Begründung gewinnt.

Erklären Sie, wie man Division durch eine rationale Zahl in eine Multiplikation umwandeln kann.

ModerationstippBeim Rechenrelais als Ganzklassen-Spiel achten Sie darauf, die Aufgaben so zu wählen, dass alle Schülerinnen und Schüler aktiv teilnehmen können.

Worauf zu achten istLeiten Sie eine Diskussion mit der Frage: 'Warum ist es sinnvoll, dass die Division durch einen Bruch wie die Multiplikation mit seinem Kehrwert betrachtet wird? Geben Sie ein Beispiel aus dem Alltag, um Ihre Erklärung zu unterstützen.'

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen durch Lehren20 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Regelbegründung

Schüler erhalten Arbeitsblätter mit Beispielen wie Schulden und Zinsen. Sie zeichnen Zahlengerüste, erklären Regeln schriftlich und wenden auf neue Aufgaben an.

Begründen Sie die Regel 'Minus mal Minus ergibt Plus' anhand von Beispielen aus dem Alltag.

ModerationstippFür die individuelle Regelbegründung geben Sie gezielte Impulsfragen vor, die über das bloße Anwenden hinausgehen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einer Rechenaufgabe (z.B. -3/4 * 2/5 oder -1.2 / -0.3). Die Schüler berechnen das Ergebnis und schreiben einen Satz, der erklärt, warum das Ergebnis positiv oder negativ ist.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Vorlagen

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einfachen Beispielen aus dem Alltag, um die Regeln einzuführen. Vermeiden Sie rein mechanisches Einüben ohne Verständnis. Nutzen Sie Zahlengerüste und Visualisierungen, besonders bei negativen Brüchen. Wiederholen Sie die Regeln durch verschiedene Darstellungsformen und betonen Sie die Logik hinter den Vorzeichenwechseln. Korrigieren Sie Fehler sofort und lassen Sie Schüler ihre Denkwege erklären, um Fehlvorstellungen früh zu erkennen.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schülerinnen und Schüler die Vorzeichenregeln sicher anwenden, negative Brüche korrekt multiplizieren und Divisionen als Multiplikation mit dem Kehrwert umsetzen können. Sie erklären ihre Rechenwege klar und begründen Ergebnisse mit Alltagsbeispielen. Fehler werden nicht nur erkannt, sondern auch selbst korrigiert und diskutiert.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Partnerarbeit mit Vorzeichenkarten beobachten Sie, wie Schüler die Subtraktionsregel auf die Multiplikation übertragen und 'Minus mal Minus ergibt Minus' annehmen.

    Nutzen Sie die Vorzeichenkarten, um gezielt Beispiele wie zwei Schulden, die sich aufheben, durchspielen zu lassen und die Symmetrie der Regeln gemeinsam zu entdecken.

  • Während der Stationenrotation zum Alltagsrechnen stellen Sie fest, dass Schüler die Division durch negative Zahlen ohne Kehrwertbildung lösen.

    Lassen Sie die Schüler die Division in eine Multiplikation umwandeln und mit manipulativen Karten die Umkehrung sichtbar machen, um den Kehrwerteffekt zu verinnerlichen.

  • Bei der individuellen Regelbegründung arbeiten Schüler mit negativen Brüchen und vertauschen Zähler und Nenner oder ignorieren Vorzeichen.

    Fordern Sie sie auf, die Rechnung mit Zahlengerüsten zu visualisieren und in Partnerarbeit die Schritte gemeinsam zu überprüfen, um Fehlerquellen zu reduzieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden