Skip to content
Mathematik · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Zuordnungen erkennen und darstellen

Aktive Lernformen funktionieren hier besonders gut, weil die Schülerinnen und Schüler konkrete Bezüge zu ihrem Alltag herstellen können. Durch das selbstständige Erfinden und Darstellen von Zuordnungen wird das abstrakte Konzept greifbar und motivierend. Die Kombination aus kreativer Arbeit und systematischer Analyse fördert das Verständnis nachhaltig.

KMK BildungsstandardsKMK: Sekundarstufe I - Funktionen und RelationenKMK: Sekundarstufe I - Mathematische Darstellungen verwenden
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Concept-Mapping30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Alltagszuordnungen erfinden

Paare überlegen eine Zuordnung aus dem Schultag, z. B. Pausenbrote zu Preisen. Sie stellen sie zuerst als Tabelle dar, dann als Text. Abschließend vergleichen sie die Formen in der Klasse.

Wie erkennt man eine Zuordnung in einer Tabelle oder einem Graphen?

ModerationstippIn der Paararbeit sollen die Schülerinnen und Schüler bewusst auf klare Beschriftungen in ihren Tabellen achten, damit sie später im Graphen-Matching präzise Zuordnungen erkennen können.

Worauf zu achten istGeben Sie jeder Schülerin und jedem Schüler eine Karte mit einer kurzen Alltagsbeschreibung einer Zuordnung (z.B. 'Für 3 Brötchen zahlt man 1,50 Euro.'). Bitten Sie sie, eine passende Tabelle mit mindestens drei Wertepaaren zu erstellen und eine Aussage darüber zu treffen, ob es sich um eine proportionale Zuordnung handelt.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Concept-Mapping45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Darstellungsformen

Richten Sie vier Stationen ein: Tabelle analysieren, Graph zeichnen, Text schreiben, Zuordnung erfinden. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Vor- und Nachteile jeder Form.

Vergleiche verschiedene Darstellungsformen von Zuordnungen (Tabelle, Graph, Text) hinsichtlich ihrer Aussagekraft.

ModerationstippAn den Stationenrotationstischen legen Sie Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Notizen zu den Stärken und Schwächen jeder Darstellungsform direkt auf den Aufgabenblättern festhalten.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Schülerinnen und Schülern drei verschiedene Darstellungen: eine Tabelle, einen Graphen und einen kurzen Text, die alle dieselbe proportionale Zuordnung beschreiben. Fragen Sie: 'Welche Darstellung zeigt am schnellsten, wie sich der Preis verdoppelt, wenn sich die Menge verdoppelt? Begründet eure Wahl.'

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Concept-Mapping35 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Graphen-Matching

Teilen Sie Karten mit Tabellen, Graphen und Texten aus. Die Klasse ordnet sie paarweise zu und diskutiert Übereinstimmungen. Falsche Zuordnungen werden gemeinsam korrigiert.

Entwirf eine eigene Zuordnung aus dem Alltag und stelle diese in zwei verschiedenen Formen dar.

ModerationstippBeim Graphen-Matching achten Sie darauf, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Begründungen für die Zuordnung der Karten in vollständigen Sätzen formulieren, um das präzise mathematische Argumentieren zu üben.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler entwerfen eine eigene Zuordnung aus dem Alltag (z.B. Anzahl der Seiten in einem Buch zu seinem Gewicht) und stellen sie in einer Tabelle dar. Sie tauschen ihre Tabellen aus und prüfen gegenseitig: Sind die Wertepaare logisch? Ist die Tabelle klar beschriftet? Geben Sie sich gegenseitig ein kurzes Feedback.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Concept-Mapping25 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Eigene Zuordnung gestalten

Jede Schülerin und jeder Schüler entwirft eine Zuordnung, z. B. zu Hobbys, in Tabelle und Graph. Diese werden an der Tafel präsentiert und bewertet.

Wie erkennt man eine Zuordnung in einer Tabelle oder einem Graphen?

ModerationstippBei der individuellen Gestaltungsphase geben Sie den Schülerinnen und Schülern konkrete Rückmeldung zu mindestens einem Aspekt ihrer Darstellung, um gezielt Stärken zu betonen und Entwicklungspotenzial aufzuzeigen.

Worauf zu achten istGeben Sie jeder Schülerin und jedem Schüler eine Karte mit einer kurzen Alltagsbeschreibung einer Zuordnung (z.B. 'Für 3 Brötchen zahlt man 1,50 Euro.'). Bitten Sie sie, eine passende Tabelle mit mindestens drei Wertepaaren zu erstellen und eine Aussage darüber zu treffen, ob es sich um eine proportionale Zuordnung handelt.

VerstehenAnalysierenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Vorlagen

Vorlagen, die zu diesen Mathematik-Aktivitäten passen

Nutzen, bearbeiten, drucken oder teilen.

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit handlungsorientierten Beispielen, die die Schülerinnen und Schüler selbst entwickeln, um das Konzept der Zuordnung direkt zu verankern. Sie vermeiden es, sofort auf formale Definitionen einzugehen, sondern lassen die Struktur durch die Bearbeitung von Alltagsbeispielen erarbeiten. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler immer wieder die Verbindung zwischen den Darstellungsformen herstellen und bewusst über deren Vor- und Nachteile reflektieren. Durch gezieltes Gegenüberstellen von proportionalen und nicht-proportionalen Zuordnungen wird das kritische Denken geschult.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler Alltagszuordnungen nicht nur erkennen, sondern auch in verschiedenen Darstellungsformen sicher übertragen und auf Proportionalität prüfen können. Sie wählen gezielt die passende Darstellung für gegebene Kontexte aus und begründen ihre Entscheidung sachlich.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paararbeit erfinden Schülerinnen und Schüler fälschlicherweise nur proportionale Zuordnungen, weil sie annehmen, jede Tabelle müsse proportional sein.

    Fordern Sie die Gruppen auf, bewusst eine nicht-proportionale Zuordnung zu entwerfen und diese mit drei Wertepaaren in der Tabelle zu belegen. Besprechen Sie im Plenum, warum diese Zuordnung nicht proportional ist und welche Merkmale darauf hinweisen.

  • Während der Stationenrotation behaupten Schülerinnen und Schüler, Graphen seien immer die beste Darstellungsform, weil sie anschaulicher wirken.

    Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler an den Stationen explizit notieren, für welchen Zweck Tabelle, Graph oder Text jeweils besser geeignet sind. Im Anschluss präsentieren ausgewählte Gruppen ihre Ergebnisse und diskutieren gemeinsam, wann welche Darstellung Vorteile bietet.

  • Während der Paararbeit zur Alltagszuordnung gehen Schülerinnen und Schüler davon aus, dass jede Zuordnung umkehrbar sein muss.

    Bitten Sie die Paare, ihre Zuordnungen auf Umkehrbarkeit zu prüfen und konkrete Gegenbeispiele zu finden. Sammeln Sie diese im Plenum und klären Sie gemeinsam, unter welchen Bedingungen eine Zuordnung umkehrbar ist und wann nicht.


In dieser Übersicht verwendete Methoden