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Mathematik · Klasse 3

Ideen für aktives Lernen

Rechengesetze: Kommutativ- und Assoziativgesetz

Aktive Lernformate sind hier besonders wirksam, weil die Schülerinnen und Schüler durch eigenes Handeln und Ausprobieren die Gesetze nicht nur kennenlernen, sondern ihre Wirkung selbst erleben. Die spielerische Herangehensweise macht abstrakte Regeln greifbar und fördert das Verständnis nachhaltig.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - Zahlen und OperationenKMK: Grundschule - Muster und Strukturen
10–25 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Die Hundert Sprachen15 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Vertauschspiele

Die Paare werfen Würfel und rechnen additiv oder multiplikativ, dann vertauschen sie die Zahlen und vergleichen Ergebnisse. Sie notieren Beobachtungen zu Kommutativität. Dies festigt das Gesetz spielerisch.

Was passiert mit dem Ergebnis, wenn du die Zahlen bei der Addition oder Multiplikation vertauschst?

ModerationstippStellen Sie sicher, dass die Kinder beim Vertauschspiel zunächst mit kleinen Zahlen beginnen, um die Gesetzmäßigkeit klar zu erkennen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten die Aufgabe: 'Schreibe eine Additionsaufgabe und eine Multiplikationsaufgabe, bei denen du das Kommutativgesetz anwenden kannst. Zeige, wie das Ergebnis gleich bleibt.' Zusätzlich sollen sie eine Aufgabe finden, bei der das Assoziativgesetz hilft, die Rechnung zu vereinfachen.

VerstehenAnwendenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Die Hundert Sprachen20 Min. · Kleingruppen

Gruppenarbeit: Assoziationsketten

Gruppen formen Ketten aus Karten mit Zahlen und gruppieren sie neu, um Rechnungen zu vereinfachen. Sie diskutieren, warum das Ergebnis gleich bleibt. Am Ende präsentieren sie ein Beispiel.

Warum kann es manchmal helfen, die Reihenfolge beim Rechnen zu ändern?

ModerationstippFordern Sie die Gruppen bei den Assoziationsketten auf, ihre Lösungswege schriftlich zu fixieren und gegenseitig zu vergleichen.

Worauf zu achten istLehrer stellt die Aufgabe: 'Rechne 15 + 8 + 5'. Die Schüler sollen nicht sofort das Ergebnis ausrechnen, sondern erklären, welche Strategie (welches Gesetz) sie nutzen, um die Aufgabe leichter zu lösen, und dann das Ergebnis nennen. Beobachtung: Erkennen die Schüler, dass 15 + 5 zuerst gerechnet werden kann?'

VerstehenAnwendenErschaffenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Die Hundert Sprachen25 Min. · Ganze Klasse

Ganzklassiges Rechenspiel

Die Klasse löst Kettenrechnungen an der Tafel, bei denen Schüler Klammern setzen oder umstellen. Alle stimmen dem Ergebnis zu oder korrigieren. Fördert gemeinsames Argumentieren.

Wie können dir diese Rechengesetze helfen, Fehler zu vermeiden?

ModerationstippBeobachten Sie beim ganzklassigen Rechenspiel gezielt, ob die Kinder die Gesetze spontan anwenden oder ob sie noch stur von links nach rechts rechnen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum ist es manchmal besser, die Zahlen beim Rechnen anders anzuordnen oder zu gruppieren? Nennt ein Beispiel, bei dem euch das Kommutativ- oder Assoziativgesetz geholfen hat, einen Fehler zu vermeiden oder schneller zu rechnen.'

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Aktivität 04

Die Hundert Sprachen10 Min. · Einzelarbeit

Individuelle Strategiearbeit

Jedes Kind wählt eine schwierige Rechnung und vereinfacht sie mit den Gesetzen. Sie erklären ihre Schritte schriftlich. Ideal zur Differenzierung.

Was passiert mit dem Ergebnis, wenn du die Zahlen bei der Addition oder Multiplikation vertauschst?

ModerationstippNutzen Sie die individuelle Strategiearbeit, um gezielt Rückmeldung zu geben – besonders bei Kindern, die die Gesetze noch unsicher anwenden.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten die Aufgabe: 'Schreibe eine Additionsaufgabe und eine Multiplikationsaufgabe, bei denen du das Kommutativgesetz anwenden kannst. Zeige, wie das Ergebnis gleich bleibt.' Zusätzlich sollen sie eine Aufgabe finden, bei der das Assoziativgesetz hilft, die Rechnung zu vereinfachen.

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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Fokussieren Sie sich auf die Grundidee: Die Gesetze sind keine Rechenregeln, sondern Eigenschaften der Operationen. Vermeiden Sie zu frühe Formalisierung und bleiben Sie bei konkreten Beispielen. Zeigen Sie immer wieder den Nutzen auf, z.B. 'Warum rechnen wir 15 + 5 zuerst, obwohl die Aufgabe anders steht?' Die Kinder sollen selbst entdecken, dass Umordnen Zeit spart und Fehler reduziert.

Am Ende sollen die Kinder sicher erklären können, warum das Vertauschen oder Umgruppieren bei Addition und Multiplikation das Ergebnis nicht ändert und wann diese Gesetze das Rechnen vereinfachen. Sie erkennen die Gesetze in Alltagssituationen und wenden sie gezielt an.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paararbeit 'Vertauschspiele' beobachten Sie, ob Kinder Subtraktion oder Division als kommutativ ansehen.

    Führen Sie mit den Kindern eine kurze Reflexion durch: 'Warum funktioniert das Vertauschen bei 3 + 5, aber nicht bei 8 - 3?' Zeigen Sie an der Tafel, dass 8 - 3 = 5, aber 3 - 8 = -5.

  • Während der Gruppenarbeit 'Assoziationsketten' achten Sie auf die Aussage 'Die Reihenfolge muss gleich bleiben'.

    Fordern Sie die Gruppen auf, die Aufgaben in Klammern umzustellen und zu erklären, warum das Ergebnis gleich bleibt. Zeigen Sie z.B. (10 - 3) - 2 ≠ 10 - (3 - 2), um die Nicht-Assoziativität zu verdeutlichen.

  • Während der individuellen Strategiearbeit stellen Sie fest, dass Kinder die Gesetze nur auf ganze Zahlen anwenden.

    Erklären Sie, dass die Gesetze auch für Brüche gelten, aber erst in höheren Klassen behandelt werden. Bleiben Sie bei ganzen Zahlen und betonen Sie: 'Heute üben wir mit ganzen Zahlen – später kommen die Brüche dazu.'


In dieser Übersicht verwendete Methoden