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Kunst · Klasse 8

Ideen für aktives Lernen

Flashmobs und soziale Plastik

Aktive Lernformen eignen sich besonders, weil Schülerinnen und Schüler durch eigenes Handeln die Dynamik von Flashmobs und sozialer Plastik unmittelbar erleben. Die Planung und Durchführung eigener Aktionen macht abstrakte Konzepte wie kollektives Handeln und Raumgestaltung greifbar und nachvollziehbar, was das Verständnis für die gesellschaftliche Wirkung dieser Kunstformen vertieft.

KMK BildungsstandardsBildrezeptionAnalyse und Interpretation
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Planspiel45 Min. · Kleingruppen

Gruppenplanung: Mini-Flashmob

Schüler in Gruppen wählen ein Thema wie Nachhaltigkeit, entwickeln eine Choreografie mit einfachen Bewegungen und einem Skript. Sie proben 15 Minuten und führen den Flashmob vor der Klasse oder im Flur aus. Abschließend reflektieren sie die Wirkung auf den Raum.

Kann eine ganze Gesellschaft ein Kunstwerk sein?

ModerationstippStellen Sie während der Gruppenplanung des Mini-Flashmobs gezielt Fragen wie 'Welche Botschaft wollt ihr vermitteln?' oder 'Wie reagiert das Publikum auf eure Aktion?' um die künstlerische Intention zu klären.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Bildausschnitt eines Flashmobs oder einer sozialen Plastik-Aktion. Sie sollen in einem Satz beschreiben, welche Botschaft sie darin erkennen und in einem weiteren Satz die Rolle des Publikums oder der Passanten erläutern.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 02

Planspiel40 Min. · Kleingruppen

Video-Analyse-Stationen

Richten Sie vier Stationen ein: Flashmob-Beispiele anschauen, soziale Plastik erklären, Raumveränderung skizzieren, Grenzen zu Aktivismus diskutieren. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Beobachtungen in einem gemeinsamen Protokoll.

Wie verändert kollektives Handeln den öffentlichen Raum?

ModerationstippAn den Video-Analyse-Stationen geben Sie den Schülern klare Beobachtungsaufträge, z.B. 'Notiert drei Elemente, die diese Aktion zu Kunst machen.' und lassen Sie die Ergebnisse im Plenum vergleichen.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Wo liegt für euch die Grenze zwischen einer künstlerischen Aktion und einer Störung des öffentlichen Friedens?' Die Schüler sammeln Argumente für beide Seiten und diskutieren die Kriterien, die eine Aktion als Kunst qualifizieren.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 03

Planspiel30 Min. · Partnerarbeit

Performance-Improvisation

Die Klasse teilt sich in Paare auf, die spontan eine soziale Plastik-Idee erfinden und 2 Minuten performen. Andere geben Feedback zur Partizipation und Raumwirkung. Sammeln Sie Ideen auf Flipchart für eine Klasseninstallation.

Wo liegen die Grenzen zwischen Kunst, Aktivismus und Unterhaltung?

ModerationstippBei der Performance-Improvisation schaffen Sie eine sichere Atmosphäre, indem Sie betonen, dass es nicht um Perfektion geht, sondern um das Ausprobieren und Reflektieren von Handlungsmöglichkeiten.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, auf einem Blatt Papier drei Stichpunkte zu notieren, die Joseph Beuys' Idee der 'sozialen Plastik' am besten zusammenfassen. Sammeln Sie die Blätter ein, um das Verständnis zu überprüfen.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Aktivität 04

Planspiel50 Min. · Ganze Klasse

Öffentlicher Testlauf

Ganze Klasse plant einen kurzen Flashmob für den Schulhof, inklusive Einladung anderer Klassen. Führen Sie ihn durch, filmen Sie und analysieren im Plenum die Reaktionen der Zuschauer.

Kann eine ganze Gesellschaft ein Kunstwerk sein?

ModerationstippBeim öffentlichen Testlauf sorgen Sie für eine klare Struktur: Besprechen Sie vorab die Regeln für den Raum und die Interaktion mit Passanten, um Unsicherheiten zu vermeiden.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Karte mit einem Bildausschnitt eines Flashmobs oder einer sozialen Plastik-Aktion. Sie sollen in einem Satz beschreiben, welche Botschaft sie darin erkennen und in einem weiteren Satz die Rolle des Publikums oder der Passanten erläutern.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenSozialbewusstseinEntscheidungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Diese Themen leben von der Verbindung theoretischer Grundlagen mit praktischen Erfahrungen. Vermeiden Sie lange Frontalunterrichte, da die Schülerinnen und Schüler durch eigenes Erleben lernen müssen. Nutzen Sie kurze Inputphasen, gefolgt von aktiven Phasen, in denen sie Konzepte direkt anwenden. Forschung zeigt, dass Schülerinnen und Schüler durch die Kombination von Analyse, Planung und Reflexion ein tieferes Verständnis für die gesellschaftliche Dimension von Kunst entwickeln.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schülerinnen und Schüler in Gruppen eigene Mini-Flashmobs planen und aufführen, die choreografische Struktur und Raumgestaltung bewusst einsetzen und die künstlerische Botschaft klar formulieren können. Zudem sollen sie Joseph Beuys' Idee der sozialen Plastik auf konkrete Beispiele übertragen und die Rolle des Publikums reflektieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Gruppenplanung des Mini-Flashmobs könnten Schülerinnen und Schüler denken, dass Flashmobs nur spontane, ziellose Aktionen sind.

    Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die choreografische Struktur und die bewusste Raumgestaltung, indem Sie die Gruppen auffordern, ihre Planung schriftlich zu begründen und im Plenum vorzustellen.

  • Während der Video-Analyse-Stationen könnte die Idee aufkommen, dass soziale Plastik nur eine theoretische Idee ohne praktische Relevanz ist.

    Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, in den Videos nach konkreten Beispielen für kollektives Handeln zu suchen und zu diskutieren, wie diese Alltagshandlungen zu Kunst werden.

  • Während der Performance-Improvisation könnte der Eindruck entstehen, dass Kunst immer im Museum oder auf der Bühne stattfindet.

    Reflektieren Sie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, wie ihre Improvisationen den öffentlichen Raum verändern und welche Grenzen dabei sichtbar werden.


In dieser Übersicht verwendete Methoden