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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Materialdruck: Texturen und Muster

Aktive Experimente mit Materialien fördern bei den Schülerinnen und Schülern ein direktes Verständnis für Drucktechniken, da sie selbst die Wechselwirkung zwischen Material, Farbe und Oberfläche erleben. Durch das Ausprobieren und Vergleichen entwickeln sie ein Gespür dafür, wie unterschiedliche Texturen Muster beeinflussen, was theoretische Erklärungen allein nicht leisten können.

KMK BildungsstandardsBildnerische VerfahrenBildnerische Mittel
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Erfahrungsorientiertes Lernen45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Materialien testen

Richten Sie fünf Stationen mit verschiedenen Materialien ein: Blätter, Stoffe, Gitter, Korken und Seile. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, tragen Farbe auf, drucken auf Papier und notieren Eigenschaften. Abschließend besprechen sie die besten Materialien.

Welche Materialien eignen sich besonders gut für den Materialdruck und warum?

ModerationstippStellen Sie bei der Stationenrotation sicher, dass jedes Material mindestens dreimal vorkommt, damit alle Schüler ausreichend vergleichen können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Blatt mit drei vorbereiteten Feldern. Feld 1: 'Ein Material, das gut für den Druck geeignet ist, weil...'. Feld 2: 'Ein Muster, das ich erzeugt habe, wirkt... (z.B. rhythmisch, chaotisch) weil...'. Feld 3: 'Eine Frage, die ich noch zum Materialdruck habe'.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Rhythmische Muster

In Paaren wählen Schüler ein Material aus und planen ein rhythmisches Muster auf A4-Papier. Sie drucken wiederholt, variieren Abstände und Farben. Paare präsentieren ihr Muster und erklären die Rhythmuswirkung.

Wie kann man durch die Anordnung von Druckelementen ein rhythmisches Muster erzeugen?

ModerationstippBitten Sie die Paare in der arbeitsteiligen Mustererstellung, ihre Vorlage vor dem Drucken zu skizzieren, um die Verbindung von Planung und Ergebnis zu verdeutlichen.

Worauf zu achten istDie Schüler legen ihre Drucke nebeneinander und bewerten sie gegenseitig anhand von zwei Kriterien: 1. Wie gut ist die Textur sichtbar? 2. Wie interessant ist das Muster? Sie geben sich gegenseitig einen mündlichen Kommentar mit jeweils einem positiven Aspekt und einem Verbesserungsvorschlag.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen50 Min. · Kleingruppen

Gruppenkomposition: Druckkombination

Gruppen kombinieren drei Materialdrucke zu einer Komposition auf großem Papier. Sie skizzieren zuerst, drucken schrittweise und balancieren Texturen aus. Die fertigen Werke werden in der Klasse ausgestellt.

Gestalten Sie eine Komposition, die verschiedene Materialdrucke kombiniert.

ModerationstippLegen Sie für die Gruppenkomposition verschiedene Farbtöne bereit und fordern Sie die Schüler auf, bewusst mit Kontrasten zu arbeiten.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt verschiedene Drucke (z.B. Blattabdruck, Korkabdruck, Stoffabdruck) und fragt: 'Welches Material wurde hier wahrscheinlich verwendet und warum?' Die Schüler antworten mündlich oder schreiben ihre Vermutung auf einen kleinen Zettel.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen35 Min. · Einzelarbeit

Individual: Freie Texturcollage

Jeder Schüler wählt eigene Materialien, experimentiert mit Drucken und erstellt eine persönliche Texturcollage. Sie reflektieren in einem kurzen Text, warum bestimmte Materialien wirkungsvoll waren.

Welche Materialien eignen sich besonders gut für den Materialdruck und warum?

ModerationstippGrenzen Sie die Freitextcollage räumlich ein, damit die Schüler nicht zu viele Materialien kombinieren und sich auf klare Texturwirkungen konzentrieren.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Blatt mit drei vorbereiteten Feldern. Feld 1: 'Ein Material, das gut für den Druck geeignet ist, weil...'. Feld 2: 'Ein Muster, das ich erzeugt habe, wirkt... (z.B. rhythmisch, chaotisch) weil...'. Feld 3: 'Eine Frage, die ich noch zum Materialdruck habe'.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Für diesen Bereich empfiehlt es sich, die Schüler zunächst frei experimentieren zu lassen, bevor gezielte Aufgabenstellungen folgen. Dabei beobachten Sie, wie sie Materialien auswählen und Farbaufträge testen. Vermeiden Sie zu frühe Vorgaben zu „richtigen“ Ergebnissen, da gerade offene Zugänge das Verständnis für Materialeigenschaften stärken. Die Lehrkraft sollte als Moderator fungieren, der gezielte Fragen stellt und Beobachtungen der Schüler strukturiert, ohne eigene Deutungen vorwegzunehmen.

Eine erfolgreiche Umsetzung zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler gezielt Materialien nach ihrer Eignung für Texturdrucke auswählen und bewusst gestalterische Entscheidungen treffen. Sie erkennen den Unterschied zwischen zufälligen und rhythmischen Mustern und können ihre Beobachtungen klar benennen und weitergeben.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Alle Materialien erzeugen gleich starke Texturen.

    During die Stationenrotation: Fordern Sie die Schüler auf, glatte und raue Materialien direkt zu vergleichen und die Druckergebnisse nach Stärke der Textur zu ordnen.

  • Muster entstehen nur durch Zufall.

    During die Paararbeit zu rhythmischen Mustern: Bitten Sie die Schüler, ihre Vorlage vor dem Drucken zu erklären und zu begründen, warum sie bestimmte Materialien für die gewünschte Wirkung gewählt haben.

  • Mehr Farbe bedeutet besseren Druck.

    During die Gruppenkomposition: Lassen Sie die Schüler experimentieren, indem sie die gleiche Textur mit unterschiedlicher Farbmenge drucken und die Ergebnisse direkt vergleichen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden