Skip to content
Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Kunst und Erinnerung

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil die Schülerinnen und Schüler durch konkrete Analysen und eigene Entwürfe den abstrakten Begriff 'Erinnerung' greifbar machen. Stationenlernen und Workshops fördern nicht nur das Fachwissen, sondern auch die Fähigkeit, Kunst als Medium gesellschaftlicher Debatten zu verstehen.

KMK BildungsstandardsArchitekturRezeption
30–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Denkmal-Analyse

Richten Sie vier Stationen ein: eines mit Fotos des Holocaust-Mahnmals, eines mit dem Brandenburger Tor, eines mit lokalen Denkmälern und eines für Notizen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, notieren Symbolik, Material und emotionale Wirkung. Abschließend teilen sie Erkenntnisse im Plenum.

Wie kann Kunst dazu beitragen, historische Ereignisse und Erinnerungen lebendig zu halten?

ModerationstippGeben Sie den Gruppen beim Stationenlernen klare Beobachtungsaufträge, die über reine Beschreibungen hinausgehen, z.B. 'Analysieren Sie die Wirkung der Materialien auf den Betrachter'.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Bild eines Denkmals. Sie sollen auf einem Zettel zwei Sätze schreiben, die erklären, welche Erinnerung das Denkmal wachrufen soll und welches gestalterische Element (z.B. Material, Form) dabei besonders wichtig ist.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Ausstellungsmethode30 Min. · Partnerarbeit

Vergleichsarbeitsblatt: Gedenkformen

Teilen Sie Paare ein, die Paare erhalten Arbeitsblätter zu zwei Denkmälern, z. B. figurative vs. abstrakte. Sie listen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf und diskutieren, welche Form stärker erinnert. Präsentieren Sie die Ergebnisse.

Vergleichen Sie verschiedene Formen des Gedenkens in der Kunst.

ModerationstippFordern Sie beim Vergleichsarbeitsblatt die Schüler auf, mindestens zwei Unterschiede in der Gestaltung zu benennen und ihre Bedeutung für die Erinnerungskultur zu erklären.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Ist ein Denkmal immer eine gute Form des Gedenkens?' Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen diskutieren und anschließend ihre wichtigsten Argumente im Plenum vorstellen. Achten Sie auf die Verwendung von Fachbegriffen wie 'Symbolik' und 'Rezeption'.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Ausstellungsmethode50 Min. · Kleingruppen

Entwurfsworkshop: Eigenes Denkmal

Individuen skizzieren ein Denkmal zu einem Ereignis wie Klimawandel. In Kleingruppen ergänzen sie Ideen zu Material und Ort. Jede Gruppe pitcht ihr Konzept vor der Klasse.

Entwerfen Sie ein Konzept für ein Denkmal, das an ein wichtiges Ereignis erinnert.

ModerationstippLegen Sie beim Entwurfsworkshop Wert auf iterative Prozesse: Jede Schülergruppe präsentiert einen Zwischenstand, erhält Feedback und überarbeitet ihn.

Worauf zu achten istGeben Sie den Schülerinnen und Schülern eine Liste mit Begriffen (z.B. Denkmal, Gedenkstätte, Symbolik, Rezeption). Bitten Sie sie, zu jedem Begriff ein kurzes Beispiel aus der Unterrichtsreihe zu nennen oder eine eigene Definition in eigenen Worten zu formulieren.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Rollenspiel35 Min. · Ganze Klasse

Rollenspiel: Gedenkstättenbesuch

Die Klasse simuliert einen virtuellen Spaziergang durch eine Gedenkstätte. Schüler übernehmen Rollen als Besucher und notieren persönliche Reflexionen. Gemeinsam diskutieren sie die Rolle der Kunst.

Wie kann Kunst dazu beitragen, historische Ereignisse und Erinnerungen lebendig zu halten?

ModerationstippBereiten Sie das Rollenspiel mit klaren Rollenkarten vor, die auch historische Fakten enthalten, damit die Diskussion sachlich bleibt.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Bild eines Denkmals. Sie sollen auf einem Zettel zwei Sätze schreiben, die erklären, welche Erinnerung das Denkmal wachrufen soll und welches gestalterische Element (z.B. Material, Form) dabei besonders wichtig ist.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte setzen hier auf eine Balance zwischen ästhetischer Wahrnehmung und historischer Kontextualisierung. Vermeiden Sie reine Faktenvermittlung – stattdessen lenken Sie den Blick auf gestalterische Entscheidungen und deren Wirkung. Studien zeigen, dass Schülerinnen und Schüler durch praktische Zugänge wie Entwürfe oder Rollenspiele besser verstehen, wie Kunst Erinnerung formt und hinterfragt werden kann.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn die Schülerinnen und Schüler Denkmäler und Gedenkstätten nicht nur beschreiben, sondern ihre Symbolik erklären und gestalterische Entscheidungen begründen können. Sie nutzen Fachbegriffe wie 'Materialwahl' oder 'Standort' und wenden sie in Diskussionen und Entwürfen an.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens: 'Denkmäler sind immer schöne Statuen.'

    Fordern Sie die Gruppen auf, bewusst nach ungewöhnlichen Gedenkformen wie Installationen oder abstrakten Formen zu suchen und ihre Wirkung in einem Satz zu begründen.

  • Während des Vergleichsarbeitsblatts: 'Kunst bei Erinnerung ist neutral und unpolitisch.'

    Lassen Sie die Schüler in Partnerarbeit Argumente für und gegen die politische Neutralität eines Denkmals sammeln und diese im anschließenden Unterrichtsgespräch austauschen.

  • Während des Entwurfsworkshops: 'Erinnerungskunst ist nur für die Vergangenheit relevant.'

    Weisen Sie die Schüler explizit an, in ihren Entwürfen auch aktuelle Themen wie Klimawandel oder Migration zu berücksichtigen und die Symbolik zu erklären.


In dieser Übersicht verwendete Methoden