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Kunst · Klasse 7

Ideen für aktives Lernen

Die Macht der Werbung

Aktive Bildanalyse hilft Jugendlichen, manipulative Werbestrategien zu durchschauen, weil sie visuelle Tricks selbst entdecken und hinterfragen. Durch das konkrete Arbeiten mit Bildern wird abstrakte Kritik zu persönlicher Kompetenz.

KMK BildungsstandardsMedienBildanalyse
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Museumsgang30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Werbebild-Vergleich

Paare erhalten Printanzeigen und Social-Media-Screenshots. Sie notieren Unterschiede in Komposition und Farben, diskutieren Zielgruppen und präsentieren einen Trick pro Bild. Abschluss: Gemeinsame Mindmap erstellen.

Mit welchen visuellen Tricks versuchen Bilder uns zu beeinflussen?

ModerationstippBei der Paararbeit 'Werbebild-Vergleich' achten Sie darauf, dass beide Partner unterschiedliche Aspekte analysieren, um Perspektivenvielfalt zu fördern.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Werbeanzeige und sollen auf einem Zettel zwei Sätze schreiben: 1. Welches ästhetische Mittel (z.B. Farbe, Komposition) fällt am stärksten auf und warum? 2. Welche Zielgruppe wird damit vermutlich angesprochen?

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Museumsgang45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Visuelle Tricks

Vier Stationen mit Beispielen: Blickführung, Farbkontraste, Symbolik, Emotionen. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, analysieren Bilder mit Checklisten und fotografieren Erkenntnisse. Plenum: Austausch der besten Funde.

Welche Zielgruppen werden durch welche ästhetischen Mittel angesprochen?

ModerationstippStellen Sie bei der Stationenrotation sicher, dass jede Station ein konkretes Beispiel mit Lösungshinweisen enthält, damit schwächere Schülerinnen und Schüler eigenständig arbeiten können.

Worauf zu achten istStellen Sie den Schülern die Frage: 'Wenn Sie eine Anzeige für ein neues Smartphone entwerfen müssten, welche Farben und welche Art von Bildern würden Sie verwenden, um Jugendliche anzusprechen, und warum?' Lassen Sie die Schüler ihre Ideen in Kleingruppen diskutieren und dann im Plenum vorstellen.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Museumsgang40 Min. · Ganze Klasse

Whole Class: Zielgruppen-Workshop

Klasse betrachtet Werbespots. Jeder notiert ästhetische Mittel und Zielgruppe, teilt in Plenum. Gemeinsam Kategorien erstellen und mit realen Produkten verknüpfen.

Wie unterscheidet sich die Bildsprache von Social Media von klassischer Printwerbung?

ModerationstippIm Zielgruppen-Workshop moderieren Sie gezielt mit Fragen wie 'Warum könnte diese Zielgruppe diese Farbe bevorzugen?' statt vorgefertigte Antworten zu geben.

Worauf zu achten istZeigen Sie zwei verschiedene Werbeanzeigen (z.B. eine für ein Auto, eine für ein Kinderspielzeug). Bitten Sie die Schüler, jeweils ein Wort aufzuschreiben, das die Hauptbotschaft oder die Wirkung der Anzeige beschreibt. Sammeln Sie die Wörter und besprechen Sie kurz die Unterschiede.

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Museumsgang20 Min. · Einzelarbeit

Individual: Persönliche Werbesuche

Schüler fotografieren Werbung aus Alltag, analysieren Komposition und Botschaft in Arbeitsblatt. Einreichung und kurze Präsentation in Kleingruppen.

Mit welchen visuellen Tricks versuchen Bilder uns zu beeinflussen?

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine Werbeanzeige und sollen auf einem Zettel zwei Sätze schreiben: 1. Welches ästhetische Mittel (z.B. Farbe, Komposition) fällt am stärksten auf und warum? 2. Welche Zielgruppe wird damit vermutlich angesprochen?

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte arbeiten mit authentischen Materialien aus dem Alltag der Schülerinnen und Schüler, um Relevanz zu schaffen. Vermeiden Sie abstrakte Theorie – stattdessen führt aktives Sehen und Diskutieren zu nachhaltigem Lernen. Nutzen Sie Kurzanleitungen und Checklisten, um den Lernprozess zu strukturieren.

Erfolgreich lernen die Schülerinnen und Schüler, wenn sie Werbebilder systematisch zerlegen und die Wirkung auf Zielgruppen erklären können. Sie nutzen Fachbegriffe wie Goldenes Schnitt oder Farbwirkung, um Manipulation zu benennen und zu diskutieren.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paararbeit 'Werbebild-Vergleich' hören Sie Schüler sagen: 'Die Werbung zeigt immer die Wahrheit'.

    Fordern Sie die Schüler auf, die Komposition und Farbwirkung im Bild konkret zu benennen und zu fragen: 'Welche Elemente wirken hier besonders wichtig? Warum?' Lassen Sie sie in der Gruppe diskutieren, wie diese Tricks die Realität verzerren.

  • Während der Stationenrotation 'Visuelle Tricks' nehmen Schüler an, dass Social-Media-Bilder authentischer sind als Printwerbung.

    Lassen Sie die Schüler in der Station zu Social-Media-Posts gezielt nach manipulierten Elementen wie Filtern oder Posen suchen und diese mit Printbeispielen vergleichen. Fragen Sie: 'Wo sehen wir hier ähnliche Tricks?'

  • Während des Zielgruppen-Workshops gehen Schüler davon aus, dass Farbwirkung bei allen Zuschauern gleich ist.

    Nutzen Sie die vorbereiteten Rollenkarten mit Beispielen wie 'Jugendliche' oder 'Senioren' und lassen Sie die Schüler in Gruppen diskutieren: 'Welche Farben würden Sie für diese Zielgruppe wählen und warum?' Sammeln Sie die Argumente im Plenum.


In dieser Übersicht verwendete Methoden