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Kunst · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Höhenstufung und Überdeckung

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil die Schülerinnen und Schüler durch das eigene Handeln und die visuelle Erfahrung räumliche Konzepte wie Höhenstufung und Überdeckung sofort begreifen können. Das Stationenlernen und der Gallery Walk machen abstrakte Regeln greifbar und fördern die aktive Auseinandersetzung mit der Thematik.

KMK BildungsstandardsBildnerische ProduktionBildnerische Verfahren
15–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Tiefen-Labor

An verschiedenen Stationen experimentieren die Schüler mit Papp-Silhouetten. Sie müssen Aufgaben lösen wie: 'Erzeuge maximale Tiefe nur durch Überdeckung' oder 'Ordne drei Bäume nach der Höhenstufung an'.

Analysieren Sie, wie die Position eines Objekts auf dem Blatt unsere Wahrnehmung von Entfernung verändert.

ModerationstippStellen Sie beim Tiefen-Labor sicher, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Objekte auf einer gemeinsamen Standlinie platzieren, um die Höhenstufung korrekt zu üben.

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, eine einfache Zeichnung mit drei Objekten anzufertigen. Auf dem Ticket sollen sie notieren: Welches Objekt ist im Vordergrund und warum? Welches ist im Hintergrund und wie wurde das dargestellt?

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Museumsgang20 Min. · Ganze Klasse

Museumsgang: Perspektiv-Check

Die Klasse betrachtet Skizzen von Landschaften und markiert mit Klebepunkten, wo Überdeckungen besonders gut gelungen sind. In kurzen Gesprächen erklären sie, warum bestimmte Objekte dadurch weiter vorne oder hinten wirken.

Erklären Sie, welche Wirkung erzielt wird, wenn sich Formen gegenseitig überschneiden.

ModerationstippFordern Sie die Schülerinnen und Schüler beim Perspektiv-Check auf, ihre Beobachtungen mit konkreten Beispielen aus den ausgestellten Werken zu begründen.

Worauf zu achten istZeigen Sie den Schülern verschiedene Bildbeispiele (z.B. Landschaftsfotos, Gemälde). Stellen Sie Fragen wie: Wo seht ihr Überdeckung? Wie wird hier Tiefe erzeugt? Welches Objekt ist am nächsten/fernsten?

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Foto-Analyse

Schüler analysieren ein Foto einer europäischen Landschaft. Erst identifizieren sie allein die Ebenen, vergleichen ihre Ergebnisse mit dem Partner und präsentieren dann der Klasse, welches Objekt das 'vorderste' ist.

Gestalten Sie eine Zeichnung, die durch Größenunterschiede Tiefe suggeriert.

ModerationstippBeobachten Sie beim Think-Pair-Share, ob die Schülerinnen und Schüler in der Partnerarbeit nicht nur beschreiben, sondern auch die Techniken in ihren eigenen Worten erklären können.

Worauf zu achten istLassen Sie die Schüler ihre Zeichnungen mit einem Partner tauschen. Jeder Partner prüft, ob Vorder-, Mittel- und Hintergrund klar erkennbar sind und ob die Techniken der Höhenstufung und Überdeckung angewendet wurden. Geben Sie Feedback zur Klarheit der räumlichen Darstellung.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einfachen, klaren Anleitungen und vermeiden zu komplexe Beispiele zu Beginn. Sie nutzen Alltagsgegenstände oder klare geometrische Formen, um die Prinzipien sichtbar zu machen. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler selbst ausprobieren und Fehler machen dürfen, da dies zum Lernprozess gehört. Vermeiden Sie es, zu schnell zur perfekten Lösung überzugehen – der Prozess des Ausprobierens ist entscheidend.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schülerinnen und Schüler Höhenstufung und Überdeckung bewusst einsetzen, um in Zeichnungen eine klare Vorder-, Mittel- und Hintergrundwirkung zu erzielen. Ihre Arbeiten sollten erkennen lassen, dass sie die Techniken nicht nur anwenden, sondern auch erklären können.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während des Stationenlernens im Tiefen-Labor glauben einige Schüler, dass Objekte am oberen Blattrand immer 'fliegen'.

    Nutzen Sie die bereitgestellten Standlinien und Bodenhorizonte an den Stationen. Fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, die Objekte gemeinsam auf der vertikalen Fläche zu verschieben und zu beobachten, wie sich die Wirkung verändert, solange der Bodenkontakt erhalten bleibt.

  • Während des Gallery Walks zur Perspektiv-Check-Analyse vermeiden Schüler Überdeckungen, um Objekte vollständig sichtbar zu machen.

    Nutzen Sie transparentes Papier oder ausgeschnittene Formen an dieser Station. Zeigen Sie den Schülerinnen und Schülern, wie das Gehirn verdeckte Objekte automatisch vervollständigt und so die Raumwirkung erst entsteht.


In dieser Übersicht verwendete Methoden