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Kunst · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Drucktechniken: Monotypie und Materialdruck

Aktive Lernformen verbinden handwerkliches Tun mit kreativem Denken, was besonders bei Drucktechniken sinnvoll ist. Durch das Erproben mit echten Materialien und Werkzeugen entwickeln Schüler ein intuitives Verständnis für Farbverhalten und Texturwirkung, das durch reine Theorie nicht erreicht wird.

KMK BildungsstandardsBildnerische VerfahrenMaterialeigenschaften
25–50 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Druck-Stationen

Richten Sie vier Stationen ein: Monotypie mit Plexiglas, Materialdruck mit Naturmaterialien, Texturvergleich und Reflexion. Gruppen rotieren alle 10 Minuten, probieren aus und notieren Effekte. Abschließend präsentieren sie Favoriten.

Erklären Sie, wie durch Drucktechniken vielfältige Texturen und Muster erzeugt werden können.

ModerationstippBei Stationenlernen die Stationen so anordnen, dass Schüler zwischen ruhigen und aktiven Phasen wechseln, um Konzentration und Experimentierfreude zu erhalten.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Blatt mit zwei leeren Feldern. Im ersten Feld sollen sie eine kurze Beschreibung der Monotypie und im zweiten Feld des Materialdrucks notieren. Sie sollen zudem ein Beispiel für ein Material nennen, das sich gut für den Materialdruck eignet.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Erfahrungsorientiertes Lernen30 Min. · Partnerarbeit

Partnerarbeit: Materialdruck-Entdecken

Paare sammeln Klassenmaterialien wie Netze oder Blätter, tauchen sie in Farbe und drucken auf Papier. Sie vergleichen Texturen und notieren, welche Materialien welche Effekte erzeugen. Gemeinsam wählen sie das beste Paar aus.

Differentiieren Sie Materialien, die sich für den Materialdruck eignen und welche Effekte dabei entstehen.

ModerationstippIn der Partnerarbeit klare Rollen vorgeben: eine Person hält das Material, die andere drückt das Papier, um präzise Handgriffe zu üben.

Worauf zu achten istDie Schüler legen ihre erstellten Drucke nebeneinander. Sie tauschen sich in Partnerarbeit aus und beantworten die Frage: 'Welcher Druck zeigt die deutlicheren Texturen und warum? Nennt konkrete Beispiele aus den Drucken.'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Erfahrungsorientiertes Lernen50 Min. · Kleingruppen

Gruppenprojekt: Druck-Galerie

Gruppen erzeugen Serien von Monotypien und Materialdrucken zu einem Thema wie Natur. Sie hängen sie auf und führen eine kleine Führung durch, bei der sie Techniken erklären. Reflexion in der Gruppe schließt ab.

Vergleichen Sie die Ergebnisse einer Monotypie mit einer Zeichnung und analysieren Sie die Unterschiede im Ausdruck.

ModerationstippFür das Gruppenprojekt eine digitale Galerie vorbereiten, in der Schüler ihre Drucke fotografieren und mit kurzen Beschreibungen versehen können.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt verschiedene Materialien (z.B. Blatt, Stoffrest, Kartonstück) und fragt: 'Welche dieser Materialien eignen sich für den Materialdruck und welche Effekte könnten wir damit erzielen? Begründet eure Wahl.'

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Erfahrungsorientiertes Lernen25 Min. · Einzelarbeit

Individual: Persönliche Monotypie

Jeder Schüler erstellt eine Monotypie mit eigenen Farbverläufen und Werkzeugspuren. Danach analysiert er Unterschiede zu einer eigenen Zeichnung. Ergebnisse werden in einem Portfolio gesammelt.

Erklären Sie, wie durch Drucktechniken vielfältige Texturen und Muster erzeugt werden können.

ModerationstippFür die individuelle Monotypie den Schülern eine Auswahl an Pinseln, Schwämmen und Rakeln anbieten, die sie selbst ausprobieren können.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Blatt mit zwei leeren Feldern. Im ersten Feld sollen sie eine kurze Beschreibung der Monotypie und im zweiten Feld des Materialdrucks notieren. Sie sollen zudem ein Beispiel für ein Material nennen, das sich gut für den Materialdruck eignet.

AnwendenAnalysierenBewertenSelbstwahrnehmungSelbststeuerungSozialbewusstsein
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einfachen Materialien und steigern die Komplexität schrittweise. Sie betonen den Prozess statt des perfekten Ergebnisses und nutzen Fehler als Lernchance. Wichtig ist, genug Zeit für das Ausprobieren und Wiederholen einzuplanen, da Drucktechniken Geduld und Feinmotorik erfordern. Vermeiden Sie zu frühe Bewertungen, die Druckangst auslösen könnten.

Schülerinnen und Schüler erkennen die Einzigartigkeit jedes Abdrucks und können Unterschiede zwischen Monotypie und Materialdruck erklären. Sie nutzen gezielt Materialien und Techniken, um gewünschte Effekte zu erzielen und reflektieren ihre Ergebnisse in kurzen mündlichen oder schriftlichen Beiträgen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation beobachten Sie, ob Schüler die Monotypie als Unikat erkennen oder erwarten, dass alle Abdrücke identisch sind.

    Fordern Sie die Schüler explizit auf, ihre Drucke zu vergleichen und zu beschreiben, warum jeder Abdruck einzigartig ist. Nutzen Sie die farblichen Unterschiede zwischen den Stationen als Gesprächsanlass.

  • Bei der Partnerarbeit mit Materialdruck achten Sie darauf, ob Schüler nur glatte Materialien wie Folien verwenden.

    Bitten Sie die Schüler, bewusst raue oder strukturierte Materialien wie Blätter oder Gitter auszuwählen und die entstehenden Texturen zu benennen. Führen Sie eine kurze Reflexion ein, warum diese Materialien spannende Effekte erzeugen.

  • Während des Gruppenprojekts Druck-Galerie beobachten Sie, ob Schüler ihre Ergebnisse als einfache Kopien von Zeichnungen wahrnehmen.

    Legen Sie die Drucke der Gruppen nebeneinander und fragen Sie nach den Unterschieden in Textur und Ausdrucksform. Nutzen Sie gezielte Fragen wie: 'Wo zeigt der Druck mehr Tiefe als eine Zeichnung?' oder 'Welcher Druck wirkt am abstrakten?'.


In dieser Übersicht verwendete Methoden