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Kunst · Klasse 6

Ideen für aktives Lernen

Die Sprache der Fotografie

Aktive Lernmethoden funktionieren bei diesem Thema besonders gut, weil die Schüler die abstrakten Konzepte der Bildsprache direkt erfahrbar machen können. Durch das eigene Handeln – Fotografieren, Analysieren und Diskutieren – verinnerlichen sie technische und gestalterische Entscheidungen, die sonst oft theoretisch bleiben.

KMK BildungsstandardsBildnerische VerfahrenRezeption
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse3 Aktivitäten

Aktivität 01

Forschungskreis45 Min. · Kleingruppen

Forschungskreis: Perspektiv-Safari

In Kleingruppen fotografieren Schüler dasselbe Objekt (z.B. einen Mülleimer oder einen Mitschüler) aus drei extremen Perspektiven. Sie präsentieren die Ergebnisse und diskutieren, wie sich die Wirkung des Objekts verändert.

Analysieren Sie, wie die Froschperspektive die Wirkung einer Person verändert.

ModerationstippBegleiten Sie die Perspektiv-Safari mit gezielten Impulsfragen wie: 'Welche Perspektive betont die Größe des Objekts?' oder 'Wie verändert sich die Stimmung durch den Blickwinkel?'.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten ein Foto und sollen auf einem Zettel notieren: 1. Welche Einstellungsgröße wurde verwendet? 2. Aus welcher Perspektive wurde das Foto aufgenommen? 3. Wie beeinflussen Licht und Schatten die Wirkung des Bildes?

AnalysierenBewertenErschaffenSelbststeuerungSelbstwahrnehmung
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Aktivität 02

Museumsgang25 Min. · Ganze Klasse

Museumsgang: Die Drittel-Regel

Schüler legen transparente Gitterfolien über ausgedruckte Fotos oder digitale Bilder. Sie markieren, wo wichtige Bildpunkte liegen, und bewerten, ob die Komposition dadurch spannender wirkt.

Erklären Sie, was ein Foto zu einem Kunstwerk im Gegensatz zu einem Schnappschuss macht.

ModerationstippStellen Sie für die Galerie zur Drittel-Regel Vergleichsfotos bereit, bei denen die Regel bewusst nicht eingehalten wurde, um Diskussionen anzuregen.

Worauf zu achten istZeigen Sie zwei Fotos desselben Motivs, einmal aus der Froschperspektive und einmal aus der Vogelperspektive. Fragen Sie die Klasse: Wie verändert sich die Wirkung der dargestellten Person oder des Objekts durch die unterschiedliche Perspektive? Welche Botschaft vermittelt jedes Bild?

VerstehenAnwendenAnalysierenErschaffenBeziehungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Ich-Du-Wir (Denken-Austauschen-Vorstellen): Licht-Drama

Schüler experimentieren paarweise mit einer Taschenlampe und einem Porträt. Sie untersuchen: Was passiert bei Licht von unten (Horror-Effekt) vs. Licht von der Seite? Sie halten ihre Beobachtungen in kurzen Notizen fest.

Gestalten Sie ein Foto, das Licht und Schatten für eine dramatische Bildwirkung nutzt.

ModerationstippFordern Sie die Schüler beim Think-Pair-Share dazu auf, ihre Lichtbeobachtungen mit konkreten Beispielen aus dem Alltag zu verknüpfen, z.B. 'Wo haben Sie schon weiches Licht gesehen?'

Worauf zu achten istBitten Sie die Schüler, mit ihrem Smartphone ein Foto von einem Gegenstand im Klassenzimmer zu machen. Sie sollen dabei bewusst eine bestimmte Einstellungsgröße (z.B. Nahaufnahme) und eine Kameraperspektive (z.B. Froschperspektive) wählen. Im Anschluss zeigen sie ihr Foto und erklären kurz ihre Wahl.

VerstehenAnwendenAnalysierenSelbstwahrnehmungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einfachen, alltagsnahen Beispielen, bevor sie in die Theorie einsteigen. Vermeiden Sie es, zu viele Fachbegriffe auf einmal zu verwenden – die Begriffe 'Drittel-Regel' oder 'Froschperspektive' verlieren an Bedeutung, wenn sie nicht direkt angewendet werden. Nutzen Sie die Neugier der Schüler, indem Sie sie selbst Entdeckungen machen lassen, statt Regeln vorzugeben. Forschung zeigt, dass Schüler nachhaltiger lernen, wenn sie die Wirkung von Entscheidungen selbst erleben.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich darin, dass die Schüler bewusst Entscheidungen bei der Bildgestaltung treffen und deren Wirkung erklären können. Sie erkennen, wie Komposition, Perspektive und Licht die Bildaussage prägen, und wenden diese Erkenntnisse beim eigenen Fotografieren an.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Schüler zentrieren oft alles. Während der Perspektiv-Safari beobachten Sie, wie sie ihre Motive anordnen.

    Fordern Sie die Schüler auf, dasselbe Motiv aus mindestens zwei verschiedenen Perspektiven zu fotografieren und die Wirkung zu vergleichen. Zeigen Sie ihnen, wie sie den Bildausschnitt am Bildschirm verschieben, um die Wirkung zu testen.

  • Schüler fotografieren oft in praller Sonne. Während des Think-Pair-Share zur Lichtwirkung achten Sie auf diese Tendenz.

    Lassen Sie die Schüler im Klassenzimmer verschiedene Lichtquellen (z.B. Fensterlicht, Deckenleuchte, Schatten) gezielt nutzen und die Ergebnisse direkt vergleichen. Diskutieren Sie, warum einige Aufnahmen 'weicher' wirken.


In dieser Übersicht verwendete Methoden