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Kunst · Klasse 5

Ideen für aktives Lernen

Renaissance: Wiedergeburt der Antike

Aktives Lernen hilft Schülern, abstrakte Konzepte wie Proportionen und Perspektive konkret zu erleben. Durch Messen, Zeichnen und Vergleichen begreifen sie, wie Künstler der Renaissance antike Ideale neu interpretierten. Die Stationenrotation und Paararbeit fördern dabei kollaboratives Denken und manuelles Geschick.

KMK BildungsstandardsKMK Bildungsstandards Kunst: Kompetenzbereich Rezipieren, Kunstwerke in ihren historischen und kulturellen Kontexten verstehenLehrplanPLUS Bayern Kunst Gymnasium 5: Lernbereich 2, Bildgattungen Porträt und Stillleben untersuchenKernlehrplan NRW Kunst Sek I: Inhaltsfeld Bilder in Kontexten, Werke der Kunst unter gattungsspezifischen Aspekten analysieren
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Ausstellungsmethode45 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Proportionen messen

Richten Sie Stationen ein: Maßband für Kopflänge und Körperteile, Vorlage für Vitruvischen Menschen, Spiegel zur Selbsteinschätzung. Gruppen rotieren alle 10 Minuten und notieren Verhältnisse. Abschließend teilen sie Ergebnisse.

Erklären Sie, wie die Künstler der Renaissance die antiken Ideale wieder aufgriffen.

ModerationstippBei der Stationenrotation: Stellen Sie sicher, dass jedes Material (Lineal, Maßbänder, Proportionsschemata) griffbereit liegt und die Stationen klar beschriftet sind.

Worauf zu achten istLegen Sie zwei Bilder nebeneinander: ein mittelalterliches und ein Renaissance-Gemälde. Bitten Sie die Schüler, auf einem Arbeitsblatt drei Unterschiede in der Darstellung des Menschen zu notieren und zu erklären, warum diese Unterschiede wichtig sind.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Ausstellungsmethode30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Zentralperspektive zeichnen

Paare zeichnen eine Straße mit Häusern, die zum Horizont kleiner werden. Verwenden Sie Lineale für Fluchtpunkte. Erklären Sie gegenseitig, warum ferne Objekte schrumpfen. Vergleichen Sie mit Renaissance-Beispielen.

Analysieren Sie die Bedeutung der Zentralperspektive für die Kunst der Renaissance.

ModerationstippBei der Paararbeit zur Zentralperspektive: Geben Sie den Schülern ein Lineal und ein DIN-A3-Blatt pro Paar, um die Fluchtlinien sauber zu konstruieren.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Schüler eine Karte mit einem Bild eines Renaissance-Gemäldes. Bitten Sie die Schüler, eine Linie zu zeichnen, die auf den Fluchtpunkt in dem Bild zeigt, und zwei Sätze dazu zu schreiben, wie die Perspektive das Bild beeinflusst.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Ausstellungsmethode40 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Bildervergleich

Zeigen Sie mittelalterliche und Renaissance-Gemälde. Schüler markieren in Partnerarbeit Unterschiede bei Proportionen und Perspektive. Diskutieren Sie in Plenum, wie Antike-Ideale wirken.

Vergleichen Sie die Darstellung des Menschen in der Renaissance mit der mittelalterlichen Kunst.

ModerationstippBeim Bildervergleich: Bereiten Sie zwei Projektoren oder großformatige Ausdrucke vor, damit alle Schüler die Werke gleichzeitig betrachten können.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Warum glaubt ihr, haben die Künstler der Renaissance die alten Griechen und Römer so bewundert?' Fordern Sie die Schüler auf, ihre Antworten mit Beispielen aus der Kunst zu begründen.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 04

Ausstellungsmethode25 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Proportionenskizze

Jeder Schüler skizziert einen Menschen nach Vitruv und misst eigene Proportionen. Fügen Sie Beschriftungen hinzu. Tauschen Sie aus und bewerten Sie gegenseitig die Genauigkeit.

Erklären Sie, wie die Künstler der Renaissance die antiken Ideale wieder aufgriffen.

ModerationstippBei der Proportionenskizze: Verteilen Sie vorgezeichnete Umrisse von Körpern als Grundlage, damit sich die Schüler auf die Messung und Einzeichnung der Proportionen konzentrieren.

Worauf zu achten istLegen Sie zwei Bilder nebeneinander: ein mittelalterliches und ein Renaissance-Gemälde. Bitten Sie die Schüler, auf einem Arbeitsblatt drei Unterschiede in der Darstellung des Menschen zu notieren und zu erklären, warum diese Unterschiede wichtig sind.

AnwendenAnalysierenErschaffenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte beginnen mit einfachen Messübungen an realen Modellen oder Pappfiguren, bevor sie zu historischen Bildern übergehen. Sie vermeiden abstrakte Erklärungen und setzen stattdessen auf visuelle Anker wie Vitruvs berühmte Zeichnung. Fehler sollten als Lernchancen genutzt werden, etwa wenn Schüler erkennen, dass Proportionen in der Kunst idealisiert, aber nicht real sind.

Erfolgreiches Lernen zeigt sich, wenn Schüler antike Proportionsregeln anwenden können, Fluchtpunkte in Bildern erkennen und Unterschiede zwischen mittelalterlicher und Renaissance-Kunst benennen. Sie sollen ihre Beobachtungen klar formulieren und mit Fachbegriffen wie 'harmonisches Verhältnis' oder 'Zentralperspektive' begründen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Stationenrotation zur Proportionenmessung, achten Sie darauf, dass Schüler nicht annehmen, Renaissance-Künstler hätten Proportionen erfunden. Zeigen Sie Vitruvs Lehren direkt neben den Messmaterialien und lassen Sie die Schüler vergleichen, wie moderne Messungen und antike Regeln übereinstimmen.

    Während der Stationenrotation zur Proportionenmessung, achten Sie darauf, dass Schüler nicht annehmen, Renaissance-Künstler hätten Proportionen erfunden. Zeigen Sie Vitruvs Lehren direkt neben den Messmaterialien und lassen Sie die Schüler vergleichen, wie moderne Messungen und antike Regeln übereinstimmen.

  • Während der Paararbeit zur Zentralperspektive, hören Sie, wie Schüler Perspektive als reine Maltechnik beschreiben. Fordern Sie sie auf, mit dem Lineal die Fluchtlinien zu messen und zu erklären, warum diese Linien mathematisch konvergieren müssen.

    Während der Paararbeit zur Zentralperspektive, hören Sie, wie Schüler Perspektive als reine Maltechnik beschreiben. Fordern Sie sie auf, mit dem Lineal die Fluchtlinien zu messen und zu erklären, warum diese Linien mathematisch konvergieren müssen.

  • Während des Bildervergleichs, wenn Schüler behaupten, Renaissance-Kunst gleiche der Antike, lenken Sie ihre Aufmerksamkeit auf christliche Symbole wie Heiligenscheine oder Engel. Lassen Sie sie eine Tabelle mit Merkmalen erstellen, um die Unterschiede systematisch zu erfassen.

    Während des Bildervergleichs, wenn Schüler behaupten, Renaissance-Kunst gleiche der Antike, lenken Sie ihre Aufmerksamkeit auf christliche Symbole wie Heiligenscheine oder Engel. Lassen Sie sie eine Tabelle mit Merkmalen erstellen, um die Unterschiede systematisch zu erfassen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden