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Kunst · Klasse 2

Ideen für aktives Lernen

Meine eigene Ausstellung

Aktive Lernformen eignen sich besonders gut, weil Schüler in diesem Projekt nicht nur über Kunst sprechen, sondern sie selbst gestalten. Durch das Kuratieren ihrer Werke erleben sie, wie Präsentation Wirkung entfaltet und wie Texte sowie räumliche Anordnung die Wahrnehmung beeinflussen. So wird Theorie direkt in Praxis umgesetzt und für alle greifbar.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - PräsentationKMK: Grundschule - Reflexion
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen35 Min. · Kleingruppen

Gruppenplanung: Ausstellungsraum skizzieren

Schüler teilen sich in Gruppen auf und zeichnen Skizzen des Klassenzimmers als Ausstellungsraum. Sie markieren Positionen für Werke, Beleuchtung und Wege. Jede Gruppe präsentiert ihre Idee und die Klasse wählt Elemente aus.

Wie präsentieren wir unsere Bilder, damit sie gut zur Geltung kommen?

ModerationstippLassen Sie die Gruppen bei der Raums-skizze konkrete Materialien wie Klebepunkte oder bunte Stifte nutzen, damit die Planung greifbar wird.

Worauf zu achten istDie Schüler arbeiten in Kleingruppen und wählen gemeinsam drei Werke aus ihrem Portfolio für eine fiktive Ausstellung aus. Sie begründen ihre Auswahl und schlagen eine Reihenfolge vor. Die Gruppe gibt sich gegenseitig Feedback zur Auswahl und Begründung.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Lernen an Stationen30 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Beschriftungen gestalten

In Paaren wählen Schüler ein eigenes Werk aus und schreiben eine kurze Beschreibung mit Technik, Idee und Gefühl. Sie gestalten Schilder mit Farben und Buchstaben. Paare tauschen und geben Feedback.

Was möchten wir den Besuchern über unsere Kunstwerke erzählen?

ModerationstippGeben Sie den Schülern bei der Beschriftungsarbeit Beispieltexte, die sie umformulieren oder ergänzen können, um Unsicherheiten zu reduzieren.

Worauf zu achten istJeder Schüler wählt ein eigenes Kunstwerk aus dem Schuljahr aus. Auf einem Zettel schreiben sie: 1. Den Titel des Werkes (oder eine Beschreibung, falls kein Titel vorhanden ist). 2. Eine kurze Erklärung, warum sie dieses Werk für die Ausstellung ausgewählt haben.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Lernen an Stationen45 Min. · Ganze Klasse

Klassenrundgang: Präsentation üben

Die Klasse hängt Werke auf und führt einen Proberundgang durch. Jeder Schüler erklärt sein Werk an zwei Stationen. Die Klasse notiert Stärken und Verbesserungsvorschläge.

Wie fühlt es sich an, die eigenen Werke in einer Ausstellung zu sehen?

ModerationstippFühren Sie den Klassenrundgang als Probe mit klaren Feedback-Regeln durch, damit die Schüler lernen, konstruktiv zu kommentieren und zuzuhören.

Worauf zu achten istNachdem die Werke aufgehängt sind, führen Sie eine kurze Klassendiskussion: 'Was gefällt euch besonders gut an unserer Ausstellung? Welche Werke fallen euch sofort ins Auge und warum? Was könnten wir beim nächsten Mal anders machen, damit die Ausstellung noch besser wirkt?'

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen an Stationen25 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Reflexionsbrief schreiben

Jeder Schüler schreibt einen Brief an zukünftige Besucher über sein Lieblingswerk. Sie beschreiben Prozess und Erwartungen. Briefe werden in die Ausstellung integriert.

Wie präsentieren wir unsere Bilder, damit sie gut zur Geltung kommen?

Worauf zu achten istDie Schüler arbeiten in Kleingruppen und wählen gemeinsam drei Werke aus ihrem Portfolio für eine fiktive Ausstellung aus. Sie begründen ihre Auswahl und schlagen eine Reihenfolge vor. Die Gruppe gibt sich gegenseitig Feedback zur Auswahl und Begründung.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte betonen, dass der Schlüssel in der Verbindung von Planung und Reflexion liegt. Vermeiden Sie es, perfekte Lösungen vorzugeben, sondern lenken Sie die Schüler durch gezielte Fragen. Forschung zeigt, dass der Prozess des Auswählens und Begründens wichtiger ist als das Endergebnis. Nutzen Sie dabei die natürliche Neugier der Kinder für ihre eigenen Werke.

Am Ende des Projekts haben die Schüler verstanden, dass Kunst nicht nur aus Bildern besteht, sondern auch aus dem Kontext, in dem sie gezeigt wird. Sie können ihre Werke bewusst auswählen, beschriften und so anordnen, dass Besucher ihre Botschaften erkennen und wertschätzen. Zudem entwickeln sie ein Gespür für die Wirkung von Präsentation.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • During der Paararbeit beim Gestalten der Beschriftungen hören einige Kinder: 'Bilder brauchen keine Erklärung, sie sprechen für sich.'

    Nutzen Sie die Paararbeit gezielt, um den Austausch anzuregen: Jeder Partner formuliert zunächst eine kurze Erklärung zu einem fremden Werk aus dem Portfolio. Im Anschluss vergleichen sie, wie sich die Wahrnehmung durch den Text verändert. Erstellen Sie gemeinsam eine Liste typischer Sätze, die Kontext schaffen.

  • During der Gruppenplanung des Ausstellungsraums denken manche: 'Ausstellung ist nur Aufhängen und Fertig.'

    Fordern Sie die Gruppen auf, ihre Skizze mit Pfeilen und Notizen zu versehen, die erklären, warum bestimmte Werke nebeneinander hängen. Stellen Sie im Plenum Fragen wie: 'Welche Geschichte erzählt eure Anordnung? Wie führt der Besucher durch den Raum?' So wird deutlich, dass Kuratierung eine gezielte Entscheidung ist.

  • During der Reflexionsrunde im Plenum meinen einige: 'Nur perfekte Werke gehören in die Ausstellung.'

    Nutzen Sie die Reflexionsrunden, um den Fokus auf den Entstehungsprozess zu lenken: Lassen Sie die Schüler in Kleingruppen überlegen, welche Fehler oder Experimente besonders wichtig waren. Erstellen Sie eine Wand mit 'Lernmomenten', die zeigt, wie aus Fehlern neue Ideen entstehen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden