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Kunst · Klasse 2

Ideen für aktives Lernen

Mein Lieblingskunstwerk

Aktives Lernen funktioniert hier besonders gut, weil die Schüler ihre persönliche Verbindung zu Kunstwerken aktiv entdecken und teilen. Durch das Präsentieren und Vergleichen werden nicht nur Sprachkompetenz und Selbstbewusstsein gestärkt, sondern auch die Fähigkeit, Beobachtungen in Worte zu fassen und zu begründen.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - PräsentationKMK: Grundschule - Kunstrezeption
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Ganze Klasse

Galerie-Präsentation: Favoriten vorstellen

Jeder Schüler bringt ein Bild oder Druck seines Lieblingskunstwerks mit und hängt es in der Klasse auf. In einer Runde präsentiert er 1-2 Minuten lang, warum es besonders ist. Die Klasse notiert eine positive Rückmeldung auf Zetteln.

Warum ist dieses Kunstwerk dein Lieblingsbild?

ModerationstippStellen Sie sicher, dass jedes Kind ausreichend Zeit für die Präsentation hat, damit auch schüchterne Schüler Sicherheit gewinnen.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten einen Zettel mit der Frage: 'Nenne ein visuelles Element deines Lieblingskunstwerks und erkläre, warum es dir gefällt.' Die Antworten geben Aufschluss über die Beobachtungsgabe und die Fähigkeit zur Begründung.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 02

Lernen an Stationen20 Min. · Partnerarbeit

Paar-Vergleich: Kunstwerke abstimmen

Schüler teilen sich Paare und zeigen einander ihr Kunstwerk. Sie besprechen Gemeinsamkeiten und Unterschiede an Farben oder Motiven. Gemeinsam zeichnen sie ein 'Mischkunstwerk' mit Elementen beider.

Erkläre, was das Besondere an diesem Kunstwerk ist.

ModerationstippLegen Sie vor der Paar-Vergleichsrunde klare Kriterien fest, damit die Abstimmung strukturiert abläuft.

Worauf zu achten istNach den Präsentationen tauschen sich zwei Schüler über das jeweils vorgestellte Kunstwerk aus. Sie erhalten die Aufgabe, eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied in ihren Gefühlen oder Beobachtungen zu finden und dem anderen mitzuteilen. Dies fördert aktives Zuhören und Vergleichen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Aktivität 03

Lernen an Stationen30 Min. · Kleingruppen

Fragenkarussell: Tieferfragen stellen

Präsentierende Schüler sitzen in der Mitte, Zuhörer rotieren und stellen vorbereitete Fragen wie 'Was fühlst du dabei?'. Nach 3 Runden tauschen Rollen. Jeder protokolliert Highlights.

Vergleiche dein Lieblingskunstwerk mit dem eines Mitschülers.

ModerationstippBereiten Sie Fragenkarten für das Fragenkarussell vor, die gezielt auf Farben, Formen und Gefühle eingehen.

Worauf zu achten istDer Lehrer zeigt ein bekanntes Kunstwerk (z. B. 'Die Sternennacht' von Van Gogh) und fragt: 'Welche drei Wörter beschreiben die Farben in diesem Bild am besten?' Dies prüft die Fähigkeit, visuelle Elemente zu benennen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen an Stationen35 Min. · Kleingruppen

Klassen-Galerie-Tour: Geführte Besichtigung

Kunstwerke werden ausgestellt. Schüler führen Mitschüler in Kleingruppen durch und erklären ein fremdes Werk. Abschluss: Abstimmung über das 'Klassen-Lieblingskunstwerk'.

Warum ist dieses Kunstwerk dein Lieblingsbild?

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten einen Zettel mit der Frage: 'Nenne ein visuelles Element deines Lieblingskunstwerks und erkläre, warum es dir gefällt.' Die Antworten geben Aufschluss über die Beobachtungsgabe und die Fähigkeit zur Begründung.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
Komplette Unterrichtsstunde erstellen

Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Erfahrene Lehrkräfte wissen, dass Kunstunterricht in der Grundschule am besten funktioniert, wenn er emotional und persönlich ansetzt. Vermeiden Sie es, Kunstwerke zu bewerten oder zu interpretieren, bevor die Schüler selbst ihre Gedanken geäußert haben. Nutzen Sie offene Fragen, um die Schüler zum Sprechen zu animieren, und achten Sie darauf, dass alle Meinungen gleichwertig behandelt werden. Forschungsergebnisse zeigen, dass Kinder Kunst besonders dann wertschätzen, wenn sie eigene Zugänge entwickeln dürfen.

Am Ende können die Schüler ihr Lieblingskunstwerk vorstellen und erklären, was sie daran besonders finden. Sie vergleichen ihre Sichtweise mit der von Mitschülern und entwickeln so ein Bewusstsein für die Vielfalt von Kunstinterpretationen. Erfolg zeigt sich in klaren Beschreibungen und respektvollen Diskussionen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Galerie-Präsentation beobachten Sie, dass Schüler Kunstwerke nur als 'schön' oder 'hässlich' beschreiben.

    Nutzen Sie die Präsentationen, um gezielt nach Farben, Formen und Linien zu fragen. Fordern Sie die Schüler auf, ihre Gefühle mit konkreten Beobachtungen zu verbinden, z.B. 'Die bunten Punkte gefallen mir, weil sie fröhlich wirken'.

  • Während der Paar-Vergleichsrunde übertragen Schüler ihre persönlichen Vorlieben auf die Gruppe.

    Beobachten Sie die Diskussionen und lenken Sie sie gezielt um. Fragen Sie nach: 'Was hat dein Mitschüler an dem Bild besonders gefunden? Wie fühlst du dich dabei?' So wird Vielfalt sichtbar und Respekt gefördert.

  • Während des Fragenkarussells meinen Schüler, dass Kunst keine Erklärung braucht.

    Nutzen Sie die vorbereiteten Fragenkarten, um die Schüler anzuregen, ihre Gedanken in vollständigen Sätzen zu formulieren. Fragen wie 'Was fällt dir an den Farben auf?' helfen, Beschreibungen zu präzisieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden