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Kunst · Klasse 2

Ideen für aktives Lernen

Künstler und ihre Werkstätten

Aktives Lernen eignet sich besonders gut für dieses Thema, weil Kinder durch das Anfassen von Materialien und das Nachahmen von Arbeitsprozessen abstrakte Konzepte wie künstlerische Individualität und Werkstattumgebungen greifbar begreifen. Die Stationen und Rollenspiele fördern nicht nur das Verständnis für Kunst, sondern auch soziale Kompetenzen und Feinmotorik.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - KünstlerbiografienKMK: Grundschule - Werkprozesse
25–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen45 Min. · Kleingruppen

Lernen an Stationen: Künstlerwerkstätten

Richten Sie Stationen für Maler, Bildhauer und Collagenkünstler ein, mit Materialien wie Farben, Ton und Zeitungspapier. Kinder erkunden jede Station 10 Minuten, notieren benötigte Utensilien und bauen ein Modell. Abschließend teilen Gruppen Erkenntnisse.

Was braucht ein Künstler alles, um arbeiten zu können?

ModerationstippBei 'Stationenlernen: Künstlerwerkstätten' achten Sie darauf, dass jedes Kind mindestens eine Station mit einem anderen Material oder Werkzeug aktiv ausprobiert, um den Vergleich zu ermöglichen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Kind eine Karte mit dem Bild eines Künstlers (z.B. Van Gogh). Die Kinder schreiben auf die Rückseite: 1. Zwei Werkzeuge, die dieser Künstler wahrscheinlich benutzt hat. 2. Ein Wort, das beschreibt, wie er seine Bilder gemalt hat (z.B. bunt, dick, schnell).

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Rollenspiel30 Min. · Partnerarbeit

Vergleichsspiel: Derselbe Gegenstand

Zeigen Sie Bilder eines Apfels von Cézanne und Monet. Paare besprechen Unterschiede in Farbe und Form, malen dann selbst einen Apfel. Diskutieren Sie in der Runde, warum Interpretationen variieren.

Warum malen verschiedene Künstler denselben Gegenstand ganz unterschiedlich?

ModerationstippBeim 'Vergleichsspiel: Derselbe Gegenstand' geben Sie den Kindern ausreichend Zeit, die Unterschiede in den Bildern zu beschreiben, bevor Sie nach den Gründen fragen.

Worauf zu achten istZeigen Sie zwei Bilder desselben Motivs (z.B. Sonnenblumen von Van Gogh und Monet). Fragen Sie die Kinder: 'Was seht ihr auf beiden Bildern? Was ist anders? Warum glaubt ihr, malen die Künstler die Sonnenblumen so unterschiedlich?' Sammeln Sie die Antworten an der Tafel.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 03

Rollenspiel40 Min. · Kleingruppen

Rollenspiel: Ein Tag als Künstler

Kinder wählen einen Künstler, ziehen passende 'Arbeitskleidung' an und simulieren den Arbeitsalltag mit Materialien. Jede Gruppe präsentiert ihren Prozess und erklärt, was zum Erfolg gehört.

Wie wird man eigentlich ein berühmter Künstler?

ModerationstippBeim 'Rollenspiel: Ein Tag als Künstler' beobachten Sie, ob die Kinder die Arbeitsabläufe nachvollziehen und Materialien gezielt auswählen, statt sie beliebig zu nutzen.

Worauf zu achten istLegen Sie verschiedene Künstlerwerkzeuge (Pinsel, Spachtel, Schere, Nähgarn) auf einen Tisch. Nennen Sie einen Künstler (z.B. ein Maler, ein Bildhauer, eine Näherin). Die Kinder zeigen auf die Werkzeuge, die dieser Künstler am ehesten braucht.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Aktivität 04

Rollenspiel25 Min. · Einzelarbeit

Werkstattplaner: Eigene Ideen

Individuell skizzieren Schüler ihre Traum-Werkstatt mit Liste der Utensilien. Im Plenum tauschen sie Pläne aus und bewerten, was für Kreativität essenziell ist.

Was braucht ein Künstler alles, um arbeiten zu können?

ModerationstippBeim 'Werkstattplaner: Eigene Ideen' achten Sie darauf, dass alle Kinder ihre Pläne präsentieren können, auch wenn sie nicht alle Schritte umsetzen.

Worauf zu achten istGeben Sie jedem Kind eine Karte mit dem Bild eines Künstlers (z.B. Van Gogh). Die Kinder schreiben auf die Rückseite: 1. Zwei Werkzeuge, die dieser Künstler wahrscheinlich benutzt hat. 2. Ein Wort, das beschreibt, wie er seine Bilder gemalt hat (z.B. bunt, dick, schnell).

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beziehen Sie die Kinder durch konkrete Materialien und Handlungen ein, statt nur über Kunst zu sprechen. Vermeiden Sie es, Kunstwerke als 'schön' oder 'richtig' zu bewerten, sondern lenken Sie den Fokus auf die individuellen Entscheidungen der Künstler. Nutzen Sie Alltagsgegenstände als Vergleich, um die Unterschiede in den Darstellungen zu verdeutlichen.

Am Ende sollen die Kinder nicht nur bekannte Künstler und ihre Werkzeuge benennen können, sondern auch erklären, warum dieselben Motive unterschiedlich dargestellt werden. Erfolg zeigt sich darin, dass sie Materialien und Werkzeuge zuordnen und über Stilunterschiede reflektieren können.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während 'Stationenlernen: Künstlerwerkstätten' denken Kinder oft, dass alle Künstler gleich arbeiten.

    Nutzen Sie die Stationen, um bewusst nach Unterschieden in den Materialien und Techniken zu fragen. Fragen Sie: 'Warum braucht ein Maler andere Werkzeuge als ein Bildhauer?' und lassen Sie die Kinder ihre Beobachtungen in einer Tabelle festhalten.

  • Während 'Rollenspiel: Ein Tag als Künstler' glauben Kinder, Künstler würden einfach loslegen, ohne zu planen.

    Beobachten Sie, ob die Kinder im Rollenspiel Materialien vorbereiten oder spontan nutzen. Lenken Sie die Aufmerksamkeit darauf, dass Künstler oft Skizzen anfertigen oder Farben mischen, bevor sie beginnen.

  • Während 'Vergleichsspiel: Derselben Gegenstand' unterstellen Kinder, der eine Künstler habe 'falsch' gemalt.

    Fragen Sie gezielt nach den Unterschieden: 'Warum sind die Pinselstriche bei Monet zarter als bei Van Gogh?' und lassen Sie die Kinder ihre Vermutungen in Partnerarbeit diskutieren.


In dieser Übersicht verwendete Methoden