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Kunst · Klasse 10

Ideen für aktives Lernen

Stadtplanung und öffentlicher Raum

Aktive Methoden zeigen Schülern direkt, wie Gestaltung ihr eigenes soziales Umfeld prägt. Durch Beobachtung, Diskussion und kreatives Gestalten entwickeln sie ein Gespür für die Wirkung von öffentlichem Raum. Dies macht abstrakte Konzepte wie Inklusion und Lebensqualität greifbar und persönlich relevant.

KMK BildungsstandardsGestaltete UmweltBildnerische Rezeption
40–60 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Bürgerversammlung60 Min. · Kleingruppen

Exkursion: Lokaler Platz analysieren

Schüler besuchen einen öffentlichen Platz in der Nähe der Schule. Sie skizzieren die Anlage, notieren Nutzungsformen und interviewen Passanten zu sozialen Interaktionen. Zurück in der Klasse teilen Gruppen Erkenntnisse und diskutieren Verbesserungsvorschläge.

Analysieren Sie, wie die Gestaltung des öffentlichen Raums die soziale Interaktion beeinflusst.

ModerationstippLegen Sie vor der Exkursion einen klaren Beobachtungsauftrag fest, z.B. 'Zählen Sie die Sitzgelegenheiten und notieren Sie, wer diese nutzt.'

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine leere Skizze eines lokalen öffentlichen Platzes. Sie sollen drei konkrete gestalterische Elemente (z.B. Sitzbänke, Baumreihen, Beleuchtung) einzeichnen und kurz begründen, wie diese die Aufenthaltsqualität oder soziale Interaktion verbessern.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 02

Bürgerversammlung45 Min. · Partnerarbeit

Modellbau: Platz umgestalten

In Paaren entwerfen Schüler ein Modell eines umgestalteten Platzes mit Karton, Graspapier und Figuren. Sie berücksichtigen Inklusion und Interaktion. Präsentationen folgen mit Begründung der Entscheidungen.

Bewerten Sie die Herausforderungen bei der Planung einer inklusiven und lebenswerten Stadt.

ModerationstippFühren Sie beim Modellbau eine klare Materialliste, damit die Schüler sich auf die Gestaltung konzentrieren können.

Worauf zu achten istStellen Sie die Frage: 'Welche Herausforderungen sehen Sie bei der Planung eines Platzes, der sowohl für junge Familien mit Kindern als auch für ältere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gut nutzbar ist?' Die Schüler diskutieren in Kleingruppen und notieren die wichtigsten Aspekte, die dann im Plenum gesammelt werden.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 03

Bürgerversammlung50 Min. · Kleingruppen

Stationenrotation: Raumtypen vergleichen

Richten Sie Stationen ein: historischer Platz (Fotos analysieren), moderner Park (Videos schauen), Verkehrsweg (Pläne zeichnen), inklusiver Raum (Konzept diskutieren). Gruppen rotieren alle 10 Minuten und protokollieren Beobachtungen.

Entwickeln Sie Vorschläge zur Umgestaltung eines öffentlichen Platzes in Ihrer Umgebung.

ModerationstippBereiten Sie bei der Stationenrotation kurze Impulsfragen vor, die gezielt auf Unterschiede zwischen den Raumtypen hinweisen.

Worauf zu achten istZeigen Sie Bilder von zwei unterschiedlichen öffentlichen Plätzen (z.B. ein belebter Marktplatz vs. ein ruhiger Park). Bitten Sie die Schüler, auf einem Arbeitsblatt zu notieren, welche Art von sozialer Interaktion auf jedem Platz wahrscheinlicher ist und warum, basierend auf der Gestaltung.

AnwendenAnalysierenBewertenErschaffenEntscheidungsfähigkeitSozialbewusstsein
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Aktivität 04

Rollenspiel40 Min. · Ganze Klasse

Rollenspiel: Nutzerperspektiven

Schüler verkörpern Rollen wie Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Senioren. Sie testen einen realen Platz oder Plan und geben Feedback. Abschließende Podiumsdiskussion fasst Ergebnisse zusammen.

Analysieren Sie, wie die Gestaltung des öffentlichen Raums die soziale Interaktion beeinflusst.

ModerationstippVerteilen Sie beim Rollenspiel Rollenkarten mit konkreten Nutzerprofilen, z.B. 'Elternteil mit Kinderwagen' oder 'Senior mit Rollator'.

Worauf zu achten istDie Schüler erhalten eine leere Skizze eines lokalen öffentlichen Platzes. Sie sollen drei konkrete gestalterische Elemente (z.B. Sitzbänke, Baumreihen, Beleuchtung) einzeichnen und kurz begründen, wie diese die Aufenthaltsqualität oder soziale Interaktion verbessern.

AnwendenAnalysierenBewertenSozialbewusstseinSelbstwahrnehmung
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beziehen Sie die Lebenswelt der Schüler ein, indem Sie sie auffordern, ihre eigene Umgebung zu betrachten. Vermeiden Sie Frontalunterricht zu theoretischen Konzepten – stattdessen fördern Sie entdeckendes Lernen durch praktische Erfahrungen. Nutzen Sie die Exkursion als Basis für alle weiteren Aktivitäten, da sie den Zugang zum Thema erleichtert und Neugier weckt.

Die Schülerinnen und Schüler analysieren Plätze nicht nur theoretisch, sondern erkennen durch eigenes Erleben, wie Räume soziale Interaktion beeinflussen. Sie formulieren konkrete Gestaltungsvorschläge und vergleichen Perspektiven unterschiedlicher Nutzergruppen. Am Ende können sie begründet bewerten, welche Elemente einen Platz lebenswert machen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Exkursion zum lokalen Platz äußern einige Schüler die Annahme: Öffentlicher Raum dient hauptsächlich dem Autoverkehr.

    Fordern Sie die Schüler auf, während der Exkursion gezielt auf Fußgängerzonen, Sitzgelegenheiten und Begegnungszonen zu achten. Notieren Sie gemeinsam, welche Nutzungsarten sie beobachten und vergleichen Sie dies mit der tatsächlichen Verkehrssituation vor Ort.

  • Im Modellbau äußern Schüler die Meinung: Inklusive Städte entstehen automatisch durch Modernisierung.

    Lassen Sie die Schüler beim Bau ihrer Platzmodelle gezielt Nutzerperspektiven einbeziehen, z.B. durch das Einzeichnen von Wegen für Rollstühle oder breiteren Gehwegen. Nutzen Sie die Feedback-Runde, um gemeinsam zu überlegen, welche Barrieren im Modell noch bestehen.

  • In der Stationenrotation wird behauptet: Plätze sind immer neutral und unabhängig von Gestaltung.

    Zeigen Sie den Schülern während der Rotation konkrete Beispiele aus den Stationen, z.B. wie ein schmaler Weg Menschenmengen trennt oder ein großer Platz Begegnungen fördert. Lassen Sie sie in Kleingruppen diskutieren, wie die Form des Raumes das Verhalten beeinflusst.


In dieser Übersicht verwendete Methoden