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Kunst · Klasse 1

Ideen für aktives Lernen

Das bin ich im Spiegel

Aktive Spiegelarbeit macht Unsichtbares sichtbar, denn Kinder erkennen ihre Gesichtsmerkmale erst durch bewusste Beobachtung. Durch das Ertasten und Vergleichen im Spiegel wird die eigene Wahrnehmung geschärft und das Zeichnen zur präzisen Dokumentation ihrer einzigartigen Gesichtszüge.

KMK BildungsstandardsKMK: Grundschule - WahrnehmenKMK: Grundschule - Bildnerische Mittel
20–45 Min.Partnerarbeit → Ganze Klasse4 Aktivitäten

Aktivität 01

Lernen an Stationen25 Min. · Partnerarbeit

Paararbeit: Spiegelbeschreibung

Schüler arbeiten paarweise mit einem Spiegel. Jeder beschreibt der Partnerin oder dem Partner Gesichtsform, Augenposition und Lächelnmerkmale. Die Partner notiert und skizziert dann grob nach. Abschließend vergleichen sie mit dem echten Spiegelbild.

Schau dich im Spiegel an und beschreibe die Form deines Gesichts , rund, oval, schmal?

ModerationstippFordere die Kinder in der Paararbeit auf, sich gegenseitig zu beschreiben, ohne zu zeichnen, um die reine Wahrnehmung zu üben.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit einer einfachen Vorlage eines Kopfes. Sie sollen zwei Hauptmerkmale ihres Gesichts (z.B. Augen, Mund) eintragen und die Form ihres Gesichts (rund, oval, schmal) daneben schreiben. Der Lehrer prüft, ob die eingetragenen Merkmale und die beschriebene Form korrekt sind.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 02

Lernen an Stationen35 Min. · Kleingruppen

Kleingruppen: Proportionen-Tempel

In Gruppen bauen Schüler mit Knetmasse oder Papierstreifen ein Modell des Gesichts auf, markieren Augen-, Nase- und Mundposition. Sie testen Proportionen, indem sie Maßbänder anlegen. Jede Gruppe präsentiert und diskutiert Abweichungen.

Erkläre, wo deine Augen auf deinem Gesicht sitzen , oben, in der Mitte oder unten?

ModerationstippStelle beim Proportionen-Tempel sicher, dass die Schülerinnen und Schüler die Vorlage nicht als Schablone nutzen, sondern als Orientierungshilfe für ihre eigenen Messungen.

Worauf zu achten istDer Lehrer hält ein Spiegelbild eines Kindes hoch (mit dessen Erlaubnis) oder zeigt ein neutrales Porträtfoto. Die Klasse wird gefragt: 'Wo sitzen die Augen auf diesem Gesicht? Sind sie eher weit auseinander oder nah beieinander?' Dies wird für Nase und Mund wiederholt, um das Verständnis von Proportionen zu überprüfen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 03

Lernen an Stationen45 Min. · Ganze Klasse

Ganzer Unterricht: Selbstporträt-Wand

Jeder Schüler malt ein Selbstporträt unter Berücksichtigung der Proportionen. Die Werke werden an die Wand gehängt. Gemeinsam suchen sie Ähnlichkeiten und Unterschiede in Merkmalen und geben positives Feedback.

Zeige, was dein Lächeln besonders macht , Grübchen, Zähne, breite Mundwinkel?

ModerationstippBeginne die Selbstporträt-Wand mit einer gemeinsamen Analyse eines Beispiels, um die Erwartungen an Details und Proportionen klar zu vermitteln.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler arbeiten in Paaren. Jedes Kind zeichnet ein einfaches Selbstporträt und zeigt es dann dem Partner. Der Partner gibt Feedback, indem er auf ein bestimmtes Merkmal zeigt und fragt: 'Ist das deine Nase so?' oder 'Sind deine Augen so geformt?' Der zeichnende Schüler kann dann kleine Korrekturen vornehmen.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Aktivität 04

Lernen an Stationen20 Min. · Einzelarbeit

Individuell: Merkmals-Tagebuch

Schüler führen ein kleines Heft, in dem sie täglich ein Merkmal skizzieren und beschreiben, z. B. das Lächeln. Am Ende entsteht daraus ein vollständiges Porträt. Lehrer gibt individuelle Tipps.

Schau dich im Spiegel an und beschreibe die Form deines Gesichts , rund, oval, schmal?

ModerationstippErmutige die Kinder im Merkmals-Tagebuch, täglich ein neues Detail zu skizzieren und mit einem Satz zu beschreiben, um die Beobachtungsfähigkeit langfristig zu trainieren.

Worauf zu achten istDie Schülerinnen und Schüler erhalten ein Blatt mit einer einfachen Vorlage eines Kopfes. Sie sollen zwei Hauptmerkmale ihres Gesichts (z.B. Augen, Mund) eintragen und die Form ihres Gesichts (rund, oval, schmal) daneben schreiben. Der Lehrer prüft, ob die eingetragenen Merkmale und die beschriebene Form korrekt sind.

ErinnernVerstehenAnwendenAnalysierenSelbststeuerungBeziehungsfähigkeit
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Einige Hinweise zum Unterrichten dieser Einheit

Beginne mit kurzen, geführten Spiegelübungen, bei denen die Kinder ihre Gesichtsform ertasten und beschreiben. Vermeide es, sofort mit dem Zeichnen zu starten, denn die Beobachtung steht im Vordergrund. Nutze Peer-Feedback, um die Kinder anzuregen, ihre eigenen Zeichnungen kritisch zu hinterfragen. Forschungsarbeiten zeigen, dass selbst kleine Korrekturen durch Mitschülerinnen und Mitschüler langfristig zu präziseren Darstellungen führen.

Am Ende der Einheit zeichnen die Schülerinnen und Schüler ein Selbstporträt, bei dem die Proportionen stimmen und individuelle Merkmale wie Grübchen oder Zahnlücken klar erkennbar sind. Die Kinder nutzen dabei Fachbegriffe wie rund, oval oder schmal und können ihre Beobachtungen im Gespräch begründen.


Vorsicht vor diesen Fehlvorstellungen

  • Während der Paararbeit beschreiben viele Kinder die Augen als 'oben im Gesicht'.

    Gib den Kindern drei Minuten Zeit, sich gegenseitig mit geschlossenen Augen die Gesichtsmitte zu zeigen. So spüren sie die tatsächliche Position der Augen und können dies im Gespräch korrigieren.

  • In Kleingruppen gehen Kinder oft von einer einheitlichen Gesichtsform aus.

    Lass die Schülerinnen und Schüler ihre Gesichtsformen mit Kreide auf große Papierbögen malen und dann vergleichen. Die Vielfalt wird so sichtbar und kann gemeinsam besprochen werden.

  • Beim Merkmals-Tagebuch werden persönliche Eigenheiten wie Grübchen ignoriert.

    Stelle eine Sammlung von Porträtfotos bereit, die gezielt Grübchen, Narben oder besondere Zähne zeigen. Die Kinder sollen in Partnerarbeit ein Foto auswählen und das Merkmal in ihr Tagebuch übertragen.


In dieser Übersicht verwendete Methoden